Warnweste Pflicht in Frankreich

Radtourismus

Zweiradfans aufgepasst: Mit einem neuen Sicherheitspaket für den Straßenverkehr sorgt Frankreich für Aufsehen.  Ab 1. Oktober 2008 müssen Radfahrer in Frankreich außerhalb geschlossener Ortschaften nachts, in der Dämmerung sowie auch tagsüber bei schlechten Sichtverhältnissen (Nebel, Regen) eine reflektierende Warnweste tragen. Die Begründung: Radfahrer gehörten zu den verwundbarsten Verkehrsteilnehmern. Nicht-Beachtung wird mit 35 Euro bestraft.

Was auf den ersten Blick wie ein Aprilscherz anmutet, ist nun Gesetz.Die Regelung ist Teil eines größeren, jetzt in der französischen Straßenverkehrsordnung verankerten Sicherheitspakets, das nun auch 36 Mio. französischen Autofahrern vorschreibt, neben dem Warndreieck auch eine Sicherheitsweste mit sich zu führen.

Mit Karl Lagerfeld in gelber Warnweste („Sie ist gelb. Sie ist hässlich. Sie passt zu nichts. Aber sie kann Ihr Leben retten.“) wird in Frankreich auf Plakaten für die neue Regelung geworben (siehe unten).

Schon um bei einem Verstoß die Zahlung einer Strafe in Höhe von bis zu 35 Euro zu vermeiden, empfiehlt der ADFC bei Radtouren und Fahrten ins benachbarte Frankreich die Beachtung des Westenzwangs. Ob und wie streng kontrolliert wird, und ob weniger schweißtreibende Alternativen wie Reflektorbänder, -Helme oder atmungsaktive, mit Reflektoren versehene Jacken toleriert werden, muss sich erst noch zeigen.

Grundsätzlich rät der ADFC Radfahrenden, im Interesse der eigenen Sicherheit, stets gut sichtbare Kleidung zu tragen, schließt sich jedoch bezüglich der Westenpflicht ähnlich wie bei der immer wieder diskutierten Helmpflicht der Meinung seines französischen Schwesterverbandes FUBicy an, dass derart rigide Maßnahmen der dringend gebotenen Attraktivierung des Fahrrades als Verkehrsmittel mehr schaden als nützen .

Statt der Pflicht hätte der ADFC eine Empfehlung vorgezogen, da Verpflichtungen im Zweifel dazu führen, dass statt des Fahrrads dann doch wieder das motorisierte Fahrzeug benutzt wird - mit allen negativen Konsequenzen für Umwelt, Klima und Lebensqualität.

© ADFC BW 2019

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