Fahrradklima okay?

Verkehrspolitik

„Macht in Ihrer Stadt das Radfahren Spaß?“, „Werden im Winter die Radwege geräumt?“, „Gibt es häufig Konflikte mit Fußgängern oder Autofahrern?“ – diese und andere Fragen stellt der ADFC jetzt im Fahrradklima-Test 2014. Ab sofort können Radfahrerinnen und Radfahrer in ganz Deutschland auf www.fahrradklima-test.de  mitmachen und so Impulse für bessere Radfahrbedingungen in ihrer Heimatstadt geben. Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesverkehrsministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, unterstützt die Aktion.

Katherina Reiche beim Auftakt in Berlin: „Wir wissen, dass die Menschen dort gerne und viel Rad fahren, wo es sich komfortabel und sicher anfühlt. Der Fahrradklima-Test des ADFC kann den Kommunen und uns hierfür wichtige Hinweise geben. Deshalb unterstützt der Bund auch in diesem Jahr die Umfrage. Mein persönlicher Appell an alle Radlerinnen und Radler ist: Machen Sie mit – Ihre alltäglichen Erfahrungen im Straßenverkehr werden gebraucht!“
 
ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork ergänzt: „Das Fahrrad boomt als modernes urbanes Verkehrsmittel. Viele Städte haben sich in den vergangenen Jahren auf den Weg gemacht, fahrradfreundlicher und dadurch lebenswerter zu werden. Wir sind gespannt, wo das Engagement pro Rad bereits Früchte trägt und bei den Bürgerinnen und Bürgern für gute Stimmung sorgt – und wo nicht.“

Weltweit größte Umfrage zur Fahrradfreundlichkeit

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und wird in diesem Jahr zum sechsten Mal durchgeführt. Beim letzten Test im Jahr 2012 nahmen über 80.000 Menschen teil. 332 Städte wurden bewertet. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP).

So kann man mitmachen

Mitmachen können alle, die gelegentlich oder regelmäßig mit dem Fahrrad fahren: Sei es mit dem Kind auf dem Weg zur Kita, auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder an die Uni, zum Einkaufen, zum Kaffeeklatsch, zum Sport oder bei der Wochenendtour. Den Fragebogen kann man auf www.fahrradklima-test.de  online ausfüllen oder ausdrucken. Der Zeitaufwand beträgt fünf bis zehn Minuten.

Die Umfrage läuft vom 24. September bis zum 30. November 2014.
Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2015 in Berlin und weiteren Städten der Öffentlichkeit vorgestellt. 




 

Bis Ende Oktober haben etwa 50.000 Radfahrerinnen und Radfahrer den Fragebogen zum ADFC-Fahrradklimatest ausgefüllt. In 177 Städten ist die Mindestteilnehmerzahl schon erreicht. Aktuell sind damit etwa die Hälfte der Teilnehmerstädte von 2012 erreicht, bis Ende November ist noch Zeit, weitere Städte hinzuzugewinnen.

Ein neuer Zwischenstand findet sich im Internet. Hier lässt sich erkennen, welche Städte wie viele Teilnehmer haben und wie viele Teilnehmer 2012 mitgemacht haben. Viele Städte haben den Wert von 2012 schon überschritten, in anderen Städten sind bislang nahezu keine Aktivitäten zu verzeichnen. Die Liste findet sich hier: http://www.adfc.de/8030

Ist Ihre Heimatstadt oder Nachbarstadt gut dabei? Wenn nicht, sprechen Sie bitte Ihre Freunde oder Bekannten an und überzeugen Sie die Radverkehrs- und Presseverantwortlichen der Stadt, etwas zu tun. Oft reichen schon eine gut gemachte Pressemitteilung und die Multiplikation der Information über Mailverteiler.

Beim ADFC können auch weiterhin in großer Zahl Fragebögen und andere Printmaterialien bestellt und genutzt werden: http://www.adfc.de/fahrradklima-test/adfc-fahrradklima-test-2014-infopakete.

Gute Beispiele zum Nachmachen: Die Stadt Oranienburg hat auf einer von Stadt, ADFC und Polizei gemeinsam organisierten Fahrradcodieraktion 23 Fragebögen verteilt und wieder eingesammelt und damit fast die Hälfte der benötigten Teilnehmer zusammen bekommen. Der ADFC Detmold kam mit einem Stand in der Nähe des Marktplatzes an einem Tag auf 80 ausgefüllte Fragebögen.

Es hat sich gezeigt, dass der ADFC-Fahrradklima-Test auch eine hervorragende Möglichkeit ist, mit Radfahrern über die Fahrradfreundlichkeit der Stadt ins Gespräch zu kommen und sie für das Mitmachen zu begeistern. Wo sonst nur abstrakt geredet wird, bietet der Fragebogen einen einfachen Einstieg zur Bürgerbeteiligung. 

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