11.01.2018 - Kleine Regelkunde (Teil VII): Welche Ampelsignale gelten für Radfahrer?

Das hängt davon ab, wo der Radler fährt. Radfahrer auf der Fahrbahn richten sich nach den "Lichtzeichen für den Fahrverkehr", also der Autoampel. Wer auf einem Radweg oder Radfahrstreifen fährt, muss sich nach der Radfahrerampel (mit Fahrradsymbol in den farbigen Ampelgläsern) richten.

Das können auch kombinierte Fußgänger- und Radfahrerampeln sein (mit kombiniertem Fußgänger- und Fahrradsymbol in den farbigen Ampelgläsern). Gibt es keine Radfahrerampel, so gilt auch hier die "Autoampel". Reine Fußgängerampeln müssen Radfahrer nicht beachten.

 

Übergangsfrist für die Ampesignale

Damit die Behörden Zeit genug haben, die Ampeln für die erst 2013 geänderten Regelungen umzurüsten, galt bis ENDE 2016 eine Übergangsregelung: Werden Radfahrer auf einem Radweg unmittelbar neben dem Fußgängerverkehr über die Einmündung geführt, so mussten sich Radler noch bis Ende 2016 an die Fußgängerampel halten, sofern es keine eigene Radfahrerampel gibt.

 

 

 

 

 

Den Behörden auf die Finger schauen:

Oft werden bei Ampeln die Fußgängersymbole in den farbigen Ampelgläsern nur durch kombinierte Fußgänger- und Radfahrersymbole ersetzt. Das spart zwar Geld, bringt Radfahrern aber nichts und ist überhaupt nicht im Sinne der erneuerten StVO. Radfahrer sind viel schneller als Fußgänger und räumen die Kreuzung am Ende der Grünphase entsprechend flott für den Querverkehr. Mit einer eigenen Fahrradampel oder Einbeziehung in die "Autoampel" kann man dem Radverkehr so länger grün geben als den langsameren Fußgängern. Wenn in einer Stadt statt Fahrradampeln regelmäßig nur kombinierte Fußgänger- und Radfahrersymbole in den Ampeln stecken, lohnt sich auch mal eine kritische Nachfrage bei der Verwaltung.

Quelle: Hätten Sie’s gewusst? - Zehn Rechtsfragen zum Radfahren (ADFC NRW)

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