Friedrichshafen

Schulwege im Fokus

Verkehrspolitik

Radlers Höhen und Tiefen 2017

Bei der 25. verkehrspolitischen Radtour „Radlers Höhen und Tiefen “ waren Rad-Schulwege das Thema.

Die auch von Schülern stark frequentierte Unterführung am Maybachplatz war der erste Besichtigungsort. Zur Verbesserung der Sichtverhältnisse schlugen wir vor, auf der Südseite beim KMG die Zufahrtsfläche zu vergrößern. Dieser Vorschlag wurde nach wenigen Monaten bereits umgesetzt.

Schwerpunkt der Tour war aber die Kreuzung an der Ludwig-Dürr-Schule in Jettenhausen, wo schwere Unfälle mit Radfahrern, darunter auch Schüler, zu beklagen waren. Diese Unfälle waren unter anderem von rechts abbiegenden Kfz verursacht worden.

Als Konsequenz wurde 2015 von der Verkehrsbehörde die Signalisierung am Knoten geändert. Die neue Signalsteuerung erzeugt Rot für alle Kfz, sobald ein Fußgänger oder Radfahrer an einer der vier Ampeln Grün anfordert. Fußgängern und Radfahrern ist bei der Grünphase das Queren der Kreuzung auch diagonal erlaubt. Der ADFC bewertet die neue Signalisierung als eine Verbesserung der Verkehrssicherheit für Radfahrer in Bezug auf die bisherigen Abbiegeunfälle.

Der ADFC hält den Ausbau der Verkehrsflächen für Radfahrer und Fußgänger an der Kreuzung für erforderlich, um die durch die neue Ampelschaltung neu entstandenen Konfliktbereiche zu entschärfen.

Eine gefährliche Stelle wurde an der Einmündung des Kenzelweges in den Geh- und Radweg der Waggershauser Straße diskutiert. Ein großer Schaltkasten der Telekom verschlimmert die ohnehin unübersichtliche Situation. Der ADFC kann sich mittelfristig auch einen neuen Radweg an der Waggershauser Straße vorstellen.

Link zur Dokumentation der Tour.


Beim Kenzelweg in Jettenhausen stehen die Teilnehmer der „Radlers Höhen und Tiefen“ Spalier und diskutieren die unübersichtliche und gefährliche Radwegführung. Ein großer Schaltkasten (im Bild links) behindert den Sichtkontakt zusätzlich.

© ADFC BW 2020