Ein neues Projekt des ADFC: Der Mapathon

Verkehrspolitik

Was ist der Hintergrund?

Wir alle wissen: Radinfrastruktur ist nicht nur in Stuttgart, sondern in fast ganz Deutschland Stückwerk, oft gibt es keine Planungen für ein durchgängiges Netz. Auch wenn das Klimapaket der Bundesregierung insgesamt völlig unzureichend ist, im Bereich Radverkehr beinhaltet es die Schaffung von guten und geschlossenen Radnetzen in Städten und auf dem Land. Kommunale Radinfrastruktur kann nun erstmals durch Bundesgelder aus dem Klimapaket finanziert werden. Der ADFC Bundesverband hat mit dem Mapathon ein Projekt entwickelt, das Alltags- und Expertenwissen von Radfahrenden für eine gute Netzplanung nutzt und das Thema so auf die politische Agenda setzt. Gleichzeitig können wir auch in Pandemiezeiten politisch aktiv sein und neue Mitmacher*innen gewinnen.

Was ist ein Mapathon?

In einem Mapathon tragen unterschiedliche lokale Akteure und Einzelpersonen ihr Wissen zusammen und entwickeln eine Idee für ein gutes Radnetz in ihrer Stadt oder Kommune. Dabei geht es nicht um die bestehende Infrastruktur, sondern um die Entwicklung eines Wunschradnetzes, das es allen Einwohner*innen ermöglicht, zügig und sicher auf direktem Wege ihre Ziele zu erreichen.

Und warum in Stuttgart?

Stuttgart hat an sich seit 2009 ein Radverkehrskonzept, näheres dazu ist im Internet im VEK 2030 zu finden, ab Seite 100, Plan auf Seite 106. Doch es ist zu grob, um die wichtigen Verbindungen in allen Stadtbezirken darzustellen. Überdies plant die Stadt Stuttgart eine Überarbeitung. Unsere Idee ist es daher, das Projekt für einzelne Stadtbezirke aufzusetzen. Anfangen wollen wir mit Stuttgart-Ost. Wer Interesse hat, hier, in einem anderen Stadtbezirk oder überhaupt bei dem Projekt mitzumachen, melde sich bitte bei frank.zuehlke@adfc-bw.de.

 

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