Skandal in Schwäbisch Gmünd: Schmalspur-Radwege und Schildastege!

 

(aus der Rems-Zeitung vom 2012-08-07)


Schildasteg

Es sind oft die kleinen Dinge, die, in summa gerechnet, richtig viel Geld sparen. Wie etwa der äußerst lobenswerte Vorstoß in Schwäbisch Gmünd, den Schillersteg schmäler zu bauen als ursprünglich geplant. Erst vier, dann drei – jetzt soll er nur zwei Meter breit werden. Das spart Kosten und zwar immens. Und bringt die Menschen einander näher. Die sonst einen weiten Bogen um einander machen würden. Hilft, Berührungsängste abzubauen. Etwa unter Kinderwagen schiebenden Müttern und Mountainbikern. Auch das Thema Integration spielt da hinein. Vorbildlich! Man könnte noch einen draufsetzen – und dabei noch mehr Geld sparen: den Weg nicht nur schmäler, sondern auch deutlich kürzer bauen. Und statt Schillersteg heißt er dann – Schildasteg.      Jürgen Steck
© Gmünder Tagespost 02.08.2012 (>> http://www.gmuender-tagespost.de/626319/)

An den Brücken wird der Stadtumbau sichtbar

Bei den Brücken macht der Gmünder Stadtumbau in diesen Tagen sichtbar Fortschritte. Vergangene Woche wurden die Stege des goldenen und des silbernen Bandes über die Rems gelegt (wir berichteten). Heute Mittwoch, wird die Stahlkonstruktion, die dafür aus Italien antransportiert wird, für die neue Josenbrücke am Westende der Ledergasse eingebaut. Voraussichtlich noch in dieser Woche beginnen die Arbeiter damit, den neuen Kroatensteg (im Bild) zu betonieren, der das Ende der Bocksgasse mit dem neuen Platz vor der Kreissparkasse verbinden wird. Bis Jahresende und damit im Zeitplan soll auch der Schillersteg fertig sein, sagt Bauingenieurin Eva Hafner von der Landesgartenschau GmbH auf Anfrage. Um die Kosten zu senken, soll dieser Steg statt der ursprünglich geplanten drei noch 2,5 Meter breit werden. Der alte Schillersteg sei im vergangenen Jahr unter anderem deshalb abgebrochen worden, da er bei dem angehobenen Bachbett nicht mehr hochwassersicher gewesen wäre. (wof/Foto: Tom)

Gmünder Tagespost 31.07.2012 (>> http://www.gmuender-tagespost.de/626051)


Das „Schillerstegle“ der Verwaltung

„Seit Jahren beobachten wir als Nachbarn die schlecht terminierten ‘Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen’ im und um den Josefsbach. Wir versäumten auch nicht, besonders originell gelungene Arbeitsvorgänge fotografisch festzuhalten.
Eifrig waren die Baumaschinen damit beschäftigt im Bereich der Straße und des Gehweges, vor allem aber in der Bachsohle – mehrmals hintereinander und oft an fast derselben Stelle – Löcher und Gräben auf und wieder zuzumachen. Dem Beobachter kam dabei der Gedanke, dass den beauftragten Unternehmern wohl inzwischen ihre Aktenschränke bereits geborsten sein müssen, ob der Fülle der inzwischen von der Bauleitung unterschriebenen Rapportzettel über die ausgeführten Stunden- und Taglohnarbeiten!
Offensichtlich sind in den Verantwortlichen inzwischen doch ein paar Zweifel bezüglich der Finanzierbarkeit aufgestiegen, was dazu führt, dass die für die Gmünder Brücken Verantwortlichen ausgerechnet am harmlosesten Objekt nun mit dem Sparen beginnen möchten, an dem seit rund zehn Monaten fehlenden Schillersteg! Diesen einen halben Meter schmäler und als Holzkonstruktion zu bauen, soll nun wohl die Finanzen in Ordnung bringen? Dabei war der alte Schillersteg für gehbehinderte Fußgänger, Kinderwagen – und die trotz Verbotsschilder unvermeidbaren Radfahrer – ohnehin schon eng genug!

Lassen Sie uns zu Vergleichszwecken wissen, wie sich die Kosten für die Einsparung von 50 Zentimeter Gehwegbrückenbreite und für die Ausführung als Holzbrücke zu den Kosten verhalten, welche der Abbruch des intakten Kroatensteges, die Behelfsbrücke und der Erstellung der nur wenige Meter seitlich versetzt angeordneten neuen Brücke im Etat verursacht haben.

Aus Ihrem Statement erfahren die Nachbarn des nicht mehr vorhandenen Schillersteges zwar nicht, warum sie schon zehn Monate lang Umwege machen müssen und nach Abbruch der stabilen Bogenbrücke nichts mehr passiert ist. Wir nahmen aber mit großem Interesse Ihre Meinung zur Kenntnis, „Der alte Schillersteg sei im vergangenen Jahr unter anderem deshalb abgebrochen worden, da er bei dem angehobenen Bachbett nicht mehr hochwassersicher gewesen wäre“. Da der Schreiber dieser Zeilen sich schon Jahrzehnte mit dem Schillersteg beschäftigte und er sich in den vergangenen Jahren sehr intensiv mit den Hochwasserproblemen in Bezug auf die Gebäude entlang der Uferstraße auseinandersetzte, interessiert ihn brennend um welchen der Hochwasserfälle es sich bei der von Ihnen festgestellten „fehlenden Hochwassersicherheit“ handelt. Sollte es sich um den statistisch einmal in 1000 Jahren nur über Stunden auftretenden Fall handeln, hätte man die Brücke kurzzeitig sperren können! Sicherlich haben Sie die fehlende Standsicherheit der Gewölbebrücke für diesen Hochwasserfall berechnet und können uns Ihre Berechnungen wegen der Gebäude an der Uferstraße für kurze Zeit überlassen.

Was nun die neu entdeckte Notwendigkeit der Sparsamkeit anbelangt, so wird das zuständige Amt für die Gmünder Brücken sicher bedeutendere Möglichkeiten finden als das Brückchen in Verlängerung der Schillerstraße. Wir können gerne bei der Suche beistehen. Die im Gemeinderat vorgestellten Entwürfe – insbesondere der Entwurf Dr. Graf – haben gezeigt, dass eine elegante Fußgängerbrücke auch preiswert sein kann. Deshalb wollen wir Anwohner des zukünftigen Schillersteges nicht die Stiefkinder der Landesgartenschau und der darauf folgenden Zeiten sein. Warum werden die im Gemeinderat vorgestellten drei Ingenieurentwürfe für den Schillersteg seit Monaten von der Verwaltung vor uns Bürgern geheim gehalten? War die Ausschreibung nicht korrekt oder unvollständig? Warum hören und sehen wir nichts über eine Auftragserteilung? Was tut eigentlich die Verwaltung und unser hoffentlich ausreichend sachkundiger Gemeinderat in der Angelegenheit? Bereits in meinem Leserbrief vom 24. März forderte ich „nunmehr umgehendes Handeln“. Ergebnis: keine Reaktion!

Wir erwarten, für das im Verhältnis zur Gesamtbaumaßnahme Landesgartenschau recht bescheidene „Brückchen“ über den Josefsbach eine pfiffige und trotzdem dauerhaft stabile Konstruktion, die sich, wenn das Gewölbe schon abgebrochen ist, durch Leichtigkeit und Eleganz vom alten Gewölbe unterscheidet. Wir wünschen nicht etwa eine Trogbrücke mit schwer wirkenden Trägern als Geländer, wie sie sich für den Viehtrieb eignet. Und wir erwarten die baldige Fertigstellung!“
Diplom Ingenieur Gerhard Stätter, Schwäbisch Gmünd

© Gmünder Tagespost 10.08.2012  >> http://www.gmuender-tagespost.de/627605/

(Leserbrief in der Rems-Zeitung am 2012-07-28)

(aus der Rems-Zeitung 2012-07-26)

(aus der Rems-Zeitung 2012-07-19: >> http://remszeitung.de/)

in der Schwäbischen >> http://www.schwaebische.de/


Straßen- und Radwegebesichtigungsfahrt des Kreistagsausschuss auf Härtsfeldtour

Anhand eines konkreten Beispiels im Bereich Neresheim-Stetten erläuterte die Kreisverwaltung das neue Radwegenetzkonzept für den Ostalbkreis. Nicht immer ist es sinnvoll, den Radfahrer auf dem direkten Weg auf oder entlang einer stark befahrenen Straße zum Ziel zu führen. Insbesondere für den touristischen und Freizeitverkehr sind Verbindungen, die ihn abseits vom Verkehr auf landschaftlich schönen Wegen führen, oftmals reizvoller und verkehrssicherer. Dies berücksichtigt das neue Konzept, das noch vor der Sommerpause vom Kreistag beschlossen werden soll und als Grundlage für eine einheitliche Radwegebeschilderung im Ostalbkreis dient.

Quelle:
www.ostalbkreis.de/sixcms/detail.php?template_id=102&_topnav=68&_sub1=491&_sub2=576&id=165847&detail_presse=1


Nationaler Verkehrsplan

(aus der Rems-Zeitung 2012-06-06)

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