Tourbericht 2019 : SCHWÄBISCHE TOSKANA

Jahresausflug vom 6. bis 8. September 2019

 

Freitag, 6. September 2019
RADTOUR von REMSECK  über NECKARSULM nach HÖßLINSÜLZ

 

Am ersten Septemberwochenende war es wieder soweit. Unser alljährlicher Jahresausflug stand an. In diesem Jahr führte uns der von Amand und Marion vorbereitete Ausflug in die ‚schwäbische Toskana‘.
Anders wie in den letzten Jahren erfolgte die Anreise in unser Standorthotel nach Hößlinsülz bereits mit dem Fahrrad. Wobei wir in den Genuss eines Gepäcktransports kamen – ein Freund von Amand und Marion hatte sich hierzu bereit erklärt. Für alle, die Hößlinsülz vielleicht noch nicht kennen – es ist ein Teilort von Löwenstein und liegt unweit des Breitenauer Sees.
Am Freitag, 06.09.2019 trafen sich die 24 Radler/-innen dann pünktlich um 09.00 Uhr an der Wendeplatte im Schießtal. Nach einer Begrüßung und Routeninformationen zur bevorstehenden Anreise nach Hößlinsülz startete die Gruppe entlang des Neckars in Richtung Marbach.
Hinter Marbach wurde das Neckartal verlassen und es ging ins Murrtal. Nach einer kleinen Rast an der Murr ging es über Steinheim in das Bottwartal. Zwischen Klein- und Großbottwar ergab sich der nächste Stopp. Hatte sich doch bei der dortigen Wasserbüffelherde wenige Tage zuvor Nachwuchs eingestellt. Der junge Wasserbüffel hatte jedoch wenig Lust, sich fotogen zu präsentieren und hielt sich die meiste Zeit hinter seiner Mutter versteckt.

Bei Oberstenfeld wurde das Bottwartal verlassen und es ging über Beilstein, unterhalb der Burg Hohenbeilstein mit der Burgfalknerei weiter. Nach einem Anstieg und anschließender Abfahrt in Richtung Ilsfeld wurde in das Schozachtal gewechselt. Entlang der Schozach waren es nur wenige Kilometer bis zur Öttinger Mühle. Dort war im Mühlen-Cafe für unsere Gruppe reserviert und wir genossen ein zweites Frühstück bei herrlichem Sonnenschein. Frisch gestärkt machten wir uns danach auf den Weg, die zweite Hälfte unserer ca. 80 Tageskilometer in Angriff zu nehmen.

Nach der Stärkung im Cafe der Öttinger Mühle führt die Tour zunächst abseits des Straßenverkehrs im Schozachtal in Richtung Heilbronn. Vorbei am idyllisch gelegenen Anglerparadies in Talheim-Lauffen, einem türkisfarbenen See umrahmt von den Wänden eines ehemaligen Steinbruchs, führt uns der Weg am Neckar an Heilbronn entlang.

Bevor wir in der Altstadt von Neckarsulm zur obligatorischen Einkehr ins Eiscafe fahren konnten, galt es die für Radfahrer unglücklich gestaltete Kreuzung am Bahnhof Neckarsulm zu überqueren. Unter Ausnutzung mehrerer Ampelschaltungen und Verkehrsinseln gelangte letztendlich die gesamte Gruppe über die Kreuzung.
Nachdem alle Eisbecher gegessen und die Eiskaffees getrunken waren, setzten wir die Fahrt im Sulmtal fort. Der Weg führte uns vorbei an Erlenbach und Weinsberg unter dem Autobahndreieck Weinsberg hindurch. Weiter ging es im Sulmtal über Sülzbach nach Willsbach. Dann gab es noch eine Überraschung. Amand und Marion luden auf einen kleinen Umtrunk bei ihrem Wohnwagen auf dem Campingplatz Breitenauer See ein. Der Weg dorthin führte uns auf der Staumauer entlang des Sees zum Campingplatz. Bei Spezialitäten aus der schwäbischen Toskana und netten Gesprächen verging die Zeit auf dem Platz wie im Fluge. Die restlichen Kilometer bis zum Hotel in Hößlinsülz waren anschließend schnell zurückgelegt.
Unser Gepäck wartete schon in der Fahrradgarage auf uns und so konnten zügig die Zimmer bezogen werden. Den Abend ließen wir dann an einer langen Speisetafel im Hotel ausklingen.

Samstag, 7. September 2019
RADTOUR ins BRETTACH - und ins KOCHERTAL


Nach einem ausgiebigen Frühstück trafen sich alle Teilnehmer pünktlich um 9 Uhr zum Start in den zweiten Ausflugstag. Auf dem Programm stand eine ca. 60 Kilometer lange Tour in das Kochertal.Vom Hotel ging es bei Sonnenschein zunächst durch Hößlinsülz zum Breitenauer See.
Vorbei an Weiler führt die Strecke in Richtung Eschenau. Vor Eschenau durfte eine kurze aber gemeine Steigung bezwungen werden. Lohn der Mühe war ein herrlicher Ausblick, inmitten der Weinberge.Wenige Kilometer weiter kamen wir bei Scheppach in das Brettachtal, dem wir über Bretzfeld, Langenbeutingen und Langenbrettach folgten.
In Langenbeutingen wurde unter einer großen Dorflinde eine Rast eingelegt und das ‚untere Kirchle‘, eine romanische Frühmesskirche, besichtigt. Die Fachwerkkirche wurde bereits 1354 erstmals erwähnt und bildet mit der Dorflinde den Mittelpunkt des Ortes.

Wenige Kilometer weiter war der nächste Halt an der alten Mühle in Langenbrettach. Der Renaissancebau, zwischen 1600 und 1602 gebaut, ist heute ein wunderschönes Kulturdenkmal.
Nachdem die Mühle, der Park und die ausgestellten alten landwirtschaftlichen Geräte besichtigt waren, ging es weiter über Brettach nach Neuenstadt am Kocher. Oberer Torturm, die Lindenanlage und die Residenz von Neuenstadt wurden gewürdigt, bevor wir die Mittagspause einlegten.

Von Neuenstadt am Kocher fuhren wir bei leichtem Regen weiter durch das Kochertal über Oedheim nach Bad Friedrichshall. An der Kocherspitze, der Mündung des Kochers in den Neckar, wurde noch eine kleine Rast eingelegt. Die Rast wurde zu einem Fototermin genutzt. Getrennt fotografiert wurde die Gruppe der Pedelecfahrer und die Gruppe der Normalradfahrer. Und siehe da: 13 Pedelecfahrern standen 11 Normalradfahrer gegenüber.
Weiter ging es im Sulmtal über Sülzbach nach Willsbach. Dort kehrten wir auf Kaffee und Kuchen in einer Bäckerei ein und waren von der Serviceleistung der jungen Angestellten dort begeistert. Der Regen hatte zwischenzeitlich aufgehört und bereits beim Erkennen unserer Gruppe kamen die Angestellten heraus und trockneten Tische und Stühle im Freien für uns ab.

Im Hotel war ausreichend Zeit, sich für das Abendprogramm vorzubereiten. Marion und Amand hatten eine Wanderung durch die Weinberge nach Löwenstein-Rittelhof vorbereitet. Zur Überraschung der Teilnehmer stand beim Start am Hotel ein Leiterwagen bereit, befüllt mit verschiedenen Weinen aus Löwenstein. Zur Einstimmung gab es noch vor Beginn der Wanderung die erste Verkostung, begleitet mit Informationen über den eingeschenkten Wein.
Abwechselnd wurde unser Leiterwagen durch die Weinberge gezogen. An mehreren Stationen wurde Halt gemacht und ein Wein zum Probieren ausgeschenkt. Dazu gab es von Marion Informationen und Literarisches rund um das Getränk.
Pünktlich trafen wir dann zum Abendessen im Weingut ein. Nach einem geselligen Abend traten wir den Rückweg zum Hotel an, begleitet von einem Feuerwerk aus Löwenstein.

Sonntag, 8. September 2019
RADTOUR von HÖßLINSÜLZ über HEILBRONN nach REMSECK
 

Nach zwei erlebnisreichen Tagen stand am Sonntag die Rückfahrt von Hößlinsülz nach Remseck an. Unser Gepäcktransporter stand pünktlich am Hotel, das Gepäck war schnell verladen und so starteten wir pünktlich mit unseren Fahrrädern. Leider regnete es bei der Abfahrt, und so viel sei schon verraten, der Regen begleitete uns fast die gesamte Strecke bis nach Remseck.

Die Tour führte uns wieder durch das Sulmtal Richtung Heilbronn. Vor Heilbronn war der Galgenberg zu bezwingen, bevor es bergab durch ein Villenviertel nach Heilbronn ging. Von dort fuhren wir auf dem Neckartalradweg über Lauffen, Kirchheim, und Walheim nach Besigheim.
In Besigheim wurde, einer Regenpause sei Dank, die Mittagspause eingelegt und ein Spaziergang durch die Innenstadt mit ihren Fachwerkhäusern gemacht.
Nach der Pause ging es über Mundelsheim, Großingersheim und Marbach zurück nach Remseck. Der Regen hatte zwischenzeitlich wieder begonnen und sollte bis Remseck anhalten. Wie es unsere langjährige Tradition ist, erfolgte kurz vor dem Ziel noch eine Einkehr, diesmal im Schießtal.
Die Radlergruppe bedankte sich dort bei Marion und Amand für die sehr gute Organisation und Durchführung des Jahresausflugs mit einem Gutschein für eine Kulturveranstaltung.
Und alle Teilnehmer stimmten überein: das Wetter lässt sich auch bei bester Planung nicht vorab buchen – man macht einfach das Beste draus.
So standen am Ende des dritten Tages nochmals ca. 85 Kilometer auf unseren Tachometern.
 

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