Tourbericht 2021 : DINKELSBÜHL

Jahresausflug vom 02. bis 05. September 2021

Donnerstag, 02. September 2021
FRÄNKISCH - SCHWÄBISCHE LANDPARTIE

Das Ziel unseres diesjährigen Jahresausflugs war die schöne Stadt Dinkelsbühl im Tal der Wörnitz.

Da unsere Ortsgruppe im Jahr 2021 auf ihr 20-jähriges Bestehen zurückblicken kann, verlängerten wir den Jahresausflug um einen Tag und reisten bereits am Donnerstag an. Waren die Tage vor unserem Ausflug noch kühl und regnerisch, so zeigte sich Dinkelsbühl während unserer 4-tägigen Anwesenheit mit bestem Wetter. Sonne und sommerliche Tagestemperaturen begleiteten unsere Radtouren.

Nachdem am Anreisetag alle Teilnehmer bei unserem Hotel, wenige Meter außerhalb der Stadtmauern Dinkelsbühl, eingetroffen waren, konnten wir unsere erste Tagestour starten.
Zunächst ging es auf der Höhe Richtung Norden nach Burgstall. Dort gibt es einen herrlichen Blick in das Wörnitztal. Im Wörnitztal fuhren wir zurück Richtung Dinkelsbühl. Immer begleitet von der mäandernden Wörnitz, von Karpfenteichen und nach Nahrung suchenden Störchen. Vorbei an der Froschmühle legten wir an einem der zahlreichen Karpfenteiche eine Pause ein. Susanne berichtete von der Tradition der Karpfenzucht und ging auf den speziellen Dinkelsbühler Karpfen ein.


Die Dinkelsbühler Altstadt passierten wir außerhalb der Stadtmauer und radelten über Mönchsroth nach Stödtlen.
Dort hatten wir für die Mittagsrast in der Vesperstube Reeb reserviert. Aufgrund der sehr guten Wettervorhersage hatte der Gastwirt angeboten, für uns auf der Terrasse zu grillen. Und so gab es neben reichlich Grillgut und Gemüse vom Grill auch ein kühles Getränk.


Nachdem wir uns in Stödtlen gestärkt hatten, ging es über Gaxhardt, Regelsweiler und Winnetten zur Wallfahrtskirche Sankt Ulrich. Der Grundstein der Kirche, auf einer Anhöhe südlich von Dinkelsbühl, wurde im Jahr 1700 zum Gedächtnis an Bischof St. Urlich gelegt.
 

Weiter führte unsere Tour nach Segringen. In dem kleinen Ort Segringen ist der historische Friedhof eine sehenswerte Besonderheit in der Region.

Die Gräber des Friedhofs schmücken einheitlich schlichte, mit geschnitzten und gemalten Verzierungen versehene Kreuze. Neben den Namen der Verstorbenen sind ihr Beruf, der Wohnort und das Lebensalter auf Jahr, Monat und Tag genau angegeben.

Kurz hinter Segringen zeigte sich auf der Anhöhe schon unser Hotel.
Dort bezogen wir nach ca. 45 geradelten Kilometern unsere Zimmer, bevor wir zu Fuß zur Stadtführung in die Dinkelsbühler Altstadt starteten.

Nach einem kurzen Aufenthalt in unserem Hotel ging es zu Fuß zur Stadtführung in die Altstadt von Dinkelsbühl.

Durch die Stadtführerin erfuhren wir viel über die Geschichte der Stadt und bekamen schöne Plätze und Baudenkmäler zu sehen.

So erfolgte die erste Befestigung Dinkelsbühls schon um 1130. Ein Grund für die frühe Besiedelung ist die Kreuzung der bedeutenden Handelswege Ostsee-Mitteldeutschland-Italien und Worms-Prag-Krakau an der Wörnitzfurt.

Das Münster St. Georg, die Häuserzeile am Weinmarkt, die ehemalige Ratstrinkstube am Marktplatz oder der Hospitalhof. Die Altstadt mit ihren herrlichen Gebäuden zeigte sich in bestem Licht.

Und natürlich führte uns der Weg auch zum Denkmal von Christoph von Schmid (1768 bis 1854) am Marktplatz. Von Schmid, geboren in Dinkelsbühl, ein römisch-katholischer Priester, Schriftsteller und Dichter von Kinderliedern, ist mit seinem berühmten Weihnachtlied ‚Ihr Kinderlein kommet‘ sicherlich Vielen bekannt.

Mit vielen Informationen und Eindrücken versehen, kehrten wir zum gemeinsamen Abendessen und zum Tagesausklang in der Altstadt ein.

Nach einem erlebnisreichen ersten Ausflugstag mit Anreise, Radtour, Stadtführung und gemeinsamen Abendessen kehrten alle, mehr oder weniger müde, ins Hotel zurück.

Doch die verdiente Nachtruhe sollte noch einmal unterbrochen werden.
Kurz vor Mitternacht lösten die Brandmelder im Hotel aus.

Und so trafen wir uns zusammen mit den anderen Gästen nochmals vor dem Hotel. Dort beobachteten wir die angerückten Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rotem Kreuz.

Völlig unbeeindruckt vom Spektakel ging der Mähroboter auf der hoteleigenen Grünanlage seiner Arbeit nach.

Als nach ca. 45 Minuten feststand, dass es sich um einen Fehlalarm gehandelt hatte, konnten wir wieder in unsere Zimmer zurück.

Und so können wir unserer Chronik der Jahresausflüge ein weiteres Kapitel ‚das hatten wir noch nie‘ hinzufügen.

 


Freitag, 03. September 2021
RADTOUR nach OETTINGEN und nach WASSERTRÜDINGEN

 

Tag zwei unseres Jahresausflugs. Nach dem Start am Hotel führte uns die Tour zunächst außerhalb der Stadtmauer durch den Stadtgarten zur Wörnitz.

Kurz vor Mönchsroth verließen wir das Wörnitztal und radelten Richtung Süden über Wittenbach nach Rühlingstetten. Mit dem kurzen Anstieg vor Rühlingstetten hatten wir den höchsten Punkt unserer Tour auch schon erreicht.

Nach einer kurzen Abfahrt ging es nochmals bergauf nach Hohenaltingen. Von dort hat man bei guter Sicht Blick auf die Zeugenberge Ipf und Hesselberg, das Nördlinger Ries, Wemding und Schloß Baldern. Vorbei an Schloß Hohenaltingen, heute eine vom Deutschorden geführte Altenresidenz, ging es hinab ins Ries. Im Ries führte uns der Weg über die Felder nach Oettingen.

In Oettingen war nach 35 geradelten Kilometern die Mittagspause. Unsere Gruppe verteilte sich, je nach Lust und Laune, auf Cafes oder Gartenwirtschaften im Ort.

Nach unserer Mittagspause, die wir im sonnigen Oettingen verbrachten, ging es wieder auf dem Wörnitzradweg weiter.

Unser nächstes Ziel war Auhausen, die nördlichste Gemeinde des Regierungsbezirks Schwaben. Sehenswert ist dort die Pfarrkirche St. Maria, eine ehemalige, dreischiffige, romanische Klosterkirche.
 

Von Auhausen führte die Tour weiter nach Wassertrüdingen. In Wassertrüdingen fand 2019 die Bayerische Gartenschau statt – parallel zur Remstalgartenschau. Das ehemalige Markgrafenstädtchen liegt landschaftlich sehr reizvoll zwischen dem Hesselberg (wir erinnern uns – ein Zeugenberg) den bewaldeten Höhen des Oettinger Forsts und den Ausläufern des Hahnenkamms im Wörnitztal.

Am Platz an der Heubrücke, im ehemaligen Gartenschaugelände, wurde eine Rast am modernen Aussichtpavillon mit Blick auf den Stadteingang, die Wörnitzaue und das Gartenbad eingelegt.

Weiter ging es im Wörnitztal nach Aufkirchen. Das Besondere an Aufkirchen ist der Dorfplatz mit seiner Linde. Jeden Donnerstag treffen sich die Dorfbewohner unter der Linde zu einem Schwätzle. Eine von den Dorfbewohnern wiederbelebte, schöne Tradition. Leider waren wir freitags in Aufkirchen.

Dem Wörnitztal folgend ging es zurück nach Dinkelsbühl. Am Ende der Tour hatten wir ca. 80 Kilometer bei bestem Wetter geradelt. Der Abend des zweiten Tages war dann zur freien Verfügung.

Samstag, 04. September 2021     
RADTOUR nach LARRIEDEN und UNTERAMPFRACH

 

Am dritten Tag unseres Jahresausflugs, führte uns die Tour vom Hotel aus durch das Segringer Tor zur Dinkelsbühler Stadtmauer. Entlang der Stadtbefestigung fuhren wir bis zur Wörnitz, welcher wir nach Norden folgten.
Vorbei an der Froschmühle und der Pulvermühle fuhren wir nach Larrieden. Auf der Strecke kamen wir an zahlreichen Fischteichen vorbei und konnten auf den Wiesen und Feldern Störche beobachten. In Larrieden wurde eine kurze Pause eingelegt, um die Pfarrkirche St. Michael zu besichtigen.

Weiter ging es entlang der Wörnitz, bis die BAB 6 beim Kreuz Feuchtwangen gequert wurde. Nur wenige Kilometer weiter wurde bei Bottenweiler die BAB 7 gequert.
Doch damit nicht genug, wurde nochmals die BAB 6 in Richtung Schnelldorf gekreuzt. Und so konnten wir uns ein gutes Bild von der Verkehrsbelastung dieser Autobahnen verschaffen. Wir waren froh, an diesem schönen Spätsommertag mit den Fahrrädern unterwegs zu sein.
Kurz vor Schnelldorf, ab Oberampfrach, folgten wir der Ampfrach auf ca. 5 Kilometern bis Unterampfrach. Dort verbrachten wir im Biergarten des Landgasthof Klotz unsere Mittagspause.

Nach der Mittagspause im Biergarten des Landgasthauses führte uns die Route durch Haundorf wieder zurück ins Wörnitztal.
Wegen einer Straßensperrung mussten wir eine kurze Strecke auf einer sehr stark frequentierten Straße fahren und überquerten die BAB 7 bei Feuchtwangen West.
Über Kühnhardt fuhr die Gruppe gemeinsam bis zur Ortschaft Larrieden.

 

Wer wollte, konnte mit Susanne direkt entlang der Wörnitz nach Dinkelsbühl zurückfahren oder mit Peter eine etwas längere Alternative wählen.
Peters Gruppe hatte noch ein paar Höhenmeter zu bewältigen und radelte über Marktlustenau, Weidelbach und Lautenbach. Als auf der Höhe Segringen mit seinem historischen Friedhof in Sicht kam, blieben nur noch wenige Kilometer bis zum Hotel.
Am Ende hatte Susannes Gruppe 54 Kilometer auf dem Tacho, Peters Gruppe kam auf 63 Kilometer.
Um das 20-jährige Jubiläum unserer Ortsgruppe angemessen zu feiern, ließen wir uns am Abend im Hotel ein mehrgängiges Front-Cooking-Menü schmecken.
Mit vielen neuen Eindrücken aus dem Wörntiztal verbrachten wir die letzte Nacht im Hotel.

Sonntag, 05. September 2021
RADTOUR nach FEUCHTWANGEN

Sonntag, 05.09.2021, der letzte Tag unseres Jahresausflugs. Nachdem die Zimmer geräumt sind, geht es auf die Abschlusstour.

Unser erstes Ziel ist Feuchtwangen, mit ca. 12.000 Einwohnern die größte Stadt im Landkreis Ansbach.

Die ersten Kilometer folgen wir wieder der Wörnitz, bevor wir über Schopfloch und Kaltenbronn Feuchtwangen erreichen.

 

Nachdem die Fahrräder am Marktplatz abgestellt sind, wird der romanische Kreuzgang besichtigt. Der Kreuzgang, an der Südseite der Stiftskirche, stammt aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Da in den Sommermonaten bis Ende August im Kreuzgang die Festspiele stattfinden, haben wir mit unserem Besuch am ersten Septemberwochenende Glück.

Sehenswert ist auch der ca. 300 Jahre alte Röhrenbrunnen auf dem Markplatz und die Johanniskirche aus dem 13. Jahrhundert.

Feuchtwangen verlassen wir in Richtung Osten und radeln über Ameisenbrücke und Thürnhofen nach Wieseth.

Im Wiesethgrund ist die letzte gemeinsame Einkehr beim Jahresausflug 2021 geplant.

Die letzte Einkehr unseres Jahresausflugs 2021 fand im Fischhaus Wiesethgrund statt. Nachdem wir in den Tagen zuvor an zahlreichen Karpfenteichen vorbeigeradelt sind, sollte es zum Abschluss die Gelegenheit geben, Karpfengerichte zu essen.

Verschiedenes war im Angebot, vom Karpfenfilet bis hin zum ganzen, frittierten Karpfen.

Bevor der Rückweg nach Dinkelsbühl angetreten wurde, überreichte Reinhold ein Dankeschön der Teilnehmer an Susanne und Peter für die Durchführung des Ausflugs.

Schließlich wurden die letzten ca. 25 Kilometer über Burg und Dürrwangen nach Dinkelsbühl in Angriff genommen.

Am Ende unseres Ausflugs war jeder Teilnehmer ca. 250 Kilometer bei herrlichem, spätsommerlichem Wetter geradelt. Mit vielen interessanten Eindrücken und schönen Erlebnissen wurde am Nachmittag die Rückfahrt nach Remseck angetreten.

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