Pendler aufs Rad

Umweltfreundliche Unternehmen stellen ihre Lösungen vor − ADFC-Afterwork-Club

Der ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg lädt ein zum ersten ADFC-Afterwork-Club. Am Donnerstag, 25. Oktober 2018, um 17 Uhr stellen fahrradfreundliche Unternehmen Lösungen vor, wie man den Anteil der Fahrradpendler durch betriebliche Maßnahmen erhöhen kann. Die Veranstaltung findet statt im Urban Innovation Center Heidelberg, Kurfürsten-Anlage 56, 69115 Heidelberg. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, die Anzahl der Teilnehmer ist aber begrenzt. Um verbindliche Anmeldung bis zum 22. Oktober 2018 per E-Mail an heidelberg(..at..)adfc-bw.de wird gebeten.

 

Pendler im Stau

Die Rhein-Neckar-Region ist durch eine hohe Unternehmensdichte und zahlreiche Pendlerströme geprägt. Gleichzeitig weist die Region mit ihren attraktiven Arbeitsplätzen  in  den Ober- und Mittelzentren massive Verkehrsprobleme auf. Tägliche Staus in den Städten und dem Umland stellen eine große Belastung für die Pendler und die Unternehmen dar. Ein Großteil der Pendler, die im Umkreis von fünf bis zehn Kilometern um den Arbeitsplatz wohnen, könnte auf das Fahrrad umsteigen und damit staufrei zur Arbeit gelangen. Mit Pedelecs ließe sich der Radius sogar auf ca. 15 Kilometer erweitern.

 

Mit Schwung aufs Fahrrad

Als Anstoß für den Umstieg braucht es oft nur das Beispiel von Kolleginnen und Kollegen, die begeistert mit dem Rad zur Arbeit fahren und andere „mitreißen“ können. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Arbeitgebern und ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen eine Bewegung für das Radfahren zu initiieren und noch mehr Menschen vom Nutzen des Fahrrades zu überzeugen.

 

  • Welchen Nutzen haben Unternehmen von der Förderung des Radverkehrs?
  • Wie lassen sich noch mehr Pendler für das Fahrradfahren begeistern?
  • Wie können sich Radfahrende besser vernetzen, damit das Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit zum Verkehrsmittel der Wahl wird?

 

Diese und andere Fragen möchten wir erörtern und in spannenden Diskussionen vertiefen. Wir freuen uns darauf, Sie im ADFC-Afterwork-Club gemeinsam mit dem Verein Urban Innovation, der IHK Rhein-Neckar und dem VCD Rhein-Neckar begrüßen zu dürfen.

 

 

 

Programm

 

Wie können Unternehmen den Radverkehr fördern?

Dr. Silvia Körntgen, ADFC-Landesverband Baden-Württemberg

 

Best Practice

Wie mobilisiere ich meine Kollegen?

Wolfgang Schulte, Universitätsklinikum Heidelberg;

Matthias Württemberger, Labor Limbach, Heidelberg

 

Umzug auf den Alnatura Campus

Sicher, umweltschonend und entspannt zum neuen Arbeitsplatz.

Jonas Theile, Alnatura Zentrale

Christiane Meyer, Alnatura Referentin

 

Ausblick

Erfolgsfaktoren und wichtige

Mitstreiter im Unternehmen

Marcus Wagner und Armin Schneider, SAP

 

19 Uhr: Buffet mit Netzwerktischen

Gegen 20.30 Uhr: Ende der Veranstaltung


 

„Rauf aufs Rad, raus aus dem Korsett“

Mit dem Fahrrad zur Gleichberechtigung

Hundert Jahre Frauenwahlrecht: Diesen Jahrestag nimmt der ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg zum Anlass für eine Vortrags- und Diskussionsreihe am 8., 12. und 15. November: „Rauf aufs Rad, raus aus dem Korsett – Mit dem Fahrrad zur Gleichberechtigung“. Die Schirmherrschaft über die Veranstaltungsreihe hat die Heidelberger Landtagsabgeordnete und baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer übernommen.

 

War das Fahrrad nach seiner Erfindung zunächst eine männliche Domäne, stiegen gegen Ende des 19. Jahrhunderts zunehmend Frauen aufs Rad. 1896 zählte man in Paris bereits 5.000 Radlerinnen. Damit einher geht zwangsläufig ein Wandel der Bekleidung, denn mit steifem Korsett, schwerem Rock und fülligem Unterrock war Radfahren unmöglich.

 

Somit war Radfahren ein wichtiger Beitrag zur Emanzipation der Frau, die mit der Einführung des Frauenwahlrechts am 12. November 1918 ein wesentliches Ziel erreichen konnte. Mit der Teilhabe von Frauen am gesellschaftlichen Leben geht auch das Engagement in Vereinen einher. Was bewegt Frauen, sich in Vereinen wie dem ADFC zu engagieren, was hindert sie? Auch diesen Aspekt will die Veranstaltungsreihe thematisieren.

 

Programm

 

Donnerstag, 8. November 2018, 19 Uhr

Dorothee Fleck: „Allein als Frau mit dem Rad rund um Afrika“

Hilde-Domin-Saal der Stadtbücherei, Poststraße 15, 69115 Heidelberg

Eintritt: Frauen 7 Euro, Männer 9 Euro, Mitglieder: jeweils 2 Euro Ermäßigung

 

Montag, 12. November 2018, 19 Uhr

Diskussionsveranstaltung „Rauf aufs Rad, raus aus dem Korsett“

Prof. Gudrun Maierhof (Frankfurt University of Applied Sciences)

Satu Ulvi (Mitglied des Frauennetzwerkes im ADFC Nordrhein-Westfalen)

Andrea Reidl (Zeit-Online)

Marion Schutt (Moderation

Urban Innovation Center, Kurfürsten-Anlage 58, 69115 Heidelberg, Eintritt frei.

 

Donnerstag, 15. November 2018, 19 Uhr

Kristina Simonis (Radissimo Radreisen): „Organisierte Radreise für Frauen“

Zentrum für umweltbewusste Mobilität (ZuM), Kurfürsten-Anlage 62, 69115 Heidelberg, Eintritt frei.


 

Am Sonntag, den 09. September 2018: „Focus Fahrrad“ auf dem Weststadtfest

Radparcours, Radcheck, Kodierung und mehr „rund ums Rad“

Das 47. Weststadtfest des Stadteilvereins Heidelberg-West e.V. findet vom 7. bis zum 9. September 2018 auf dem Wilhelmsplatz statt. Seit ein paar Jahren steht sonntags neben dem traditionellen Festprogramm das Thema Fahrrad im Mittelpunkt. Fahrradcodierung, Fahrradcheck, und andere Aktionen rund um das Thema Fahrrad werden angeboten. Der ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg begrüßt die Initiative des Stadtteilvereins, das Thema Fahrrad auch in die Aktivitäten der Stadtteile mit aufzunehmen und unterstützt den Tag mit einem Fahrradparcours für Kinder, bei dem sie ihre Geschicklichkeit auf dem Rad ausprobieren können. Für Kinder, die kein eigenes Fahrrad dabei haben, stellt der ADFC kostenlos Räder zur Verfügung. Beginn der Aktionen ist am Sonntag um 12 Uhr.


Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit mehr als 170.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.


 

Gründung der ADFC-Ortsgruppe Wiesloch-Walldorf

Am Dienstag, 17. Juli 2018, um 19 Uhr im „Fun4you“ in Wiesloch 

Im Rahmen der Weiterentwicklung des ADFC Kreisverbandes RheinNeckar/Heidelberg ist die Gründung einer Ortsgruppe im Raum Wiesloch-Walldorf geplant, um damit das Engagement für den Radverkehr im südlichen Rhein-NeckarKreis zu intensivieren. 

Alle ADFC-Mitglieder aus dieser Region – und alle, die noch nicht ADFC-Mitglied sind, aber es werden möchten − sind zur Gründung der ADFC-Ortsgruppe Wiesloch-Walldorf am Dienstag, 17. Juli 2018, um 19 Uhr im Fun4you, Gewann Haagen 7, in 69168 Wiesloch herzlich eingeladen. 

Mit der Gründung einer Ortsgruppe, wie es sie mit Weinheim im nördlichen Rhein-Neckar-Kreis schon, will der ADFC die Kompetenz vor Ort nutzen, um mehr für die Verbesserung der Radinfrastruktur tun zu können und verstärkt Angebote zur Förderung des Radfahrens zu machen. 

Wer sich für die nachhaltige Förderung des Radverkehrs im Raum Wiesloch/Walldorf einsetzen möchte, kann sich auch gern schon vorab an den Kreisverbandsvorstand wenden unter Telefon 06221 6554101 (Michael Fröhlich) oder per E-Mail an heidelberg@adfc-bw.de.  

 


„Radschnellweg Rhein-Neckar – jetzt!“

Fahrraddemo am Sonntag, 8. Juli 2018, von Heidelberg nach Mannheim

         

Der ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg lädt gemeinsam mit zahlreichen Mitveranstaltern und Unterstützern am Sonntag, 8. Juli 2018, zur Fahrraddemonstration „Radschnellweg Rhein-Neckar – jetzt!“ von Heidelberg über Schriesheim nach Mannheim ein. Gestartet wird um 11 Uhr in Heidelberg in der Vangerowstraße beim Thermalbad. Über rund 26 Kilometer führt der Weg zur Veranstaltung „Sport & Spiel am Wasserturm“ der Stadt Mannheim und des Sportkreises Mannheim (www.mannheim-planken.de/sport-spiel-am-wasserturm-2018). Die Rückfahrt erfolgt individuell.

Landrat Stefan Dallinger, Vorsitzender des Verbandes Region Rhein-Neckar, hat die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen. Er erläutert: „Die Metropolregion gilt als Pendlerhochburg. Viele Ziele in unmittelbarer Nachbarschaft sind schnell und gut mit dem Fahrrad erreichbar. Ich freue mich daher sehr, dass es für das Fahrrad immer mehr Infrastruktur hier in der Region gibt. Insbesondere der geplante Radschnellweg Rhein-Neckar fördert als Netzelement den Radverkehr im Alltag und trägt dazu bei, zügiges Radfahren attraktiv zu machen und Verkehrsspitzen in temporär überlasteten Verkehrsnetzen zu entlasten. Radschnellwege sind somit eine logische Fortsetzung der seit Jahren verfolgten regionalen Radverkehrsförderung und stellen die infrastrukturelle Antwort auf den ausgeprägten Trend zur Nutzung von Pedelecs dar.“

Radschnellwege sind für Alltagsradfahrer und -radfahrerinnen wichtige Verbindungen, da sie ähnlich wie Autobahnen für Autofahrten die Städte und Gemeinden geradlinig sowie kreuzungs- und kurvenarm miteinander verbinden. Dem Radverkehr kommt in Zeiten des Klimawandels und der zunehmend verstopften Städte eine immer größere Bedeutung zu - gerade in Ballungsräumen, wie dem unsrigen.

Ein Radschnellweg ist der Beginn eines technisch guten Radwegenetzes, weil auch die Anschlüsse innerhalb der Gemeinden und zu den Nachbargemeinden hergestellt werden. Da ein Radschnellweg komplett vom Land finanziert wird, gehen keine Mittel für die kommunale Radverkehrsförderung verloren.

Bernhard Pirch-Rieseberg, Vorstandsmitglied des ADFC Rhein-Neckar macht deutlich: „Der Radschnellweg wird ein ‚Radkomfortweg’, z.B. für Menschen, die von Ladenburg nach Mannheim-Zentrum oder von Schriesheim nach Feudenheim fahren müssen. Pendler und Pendlerinnen wird durch eine gute Velo-Infrastruktur der Umstieg vom Auto erleichtert. Die Fahrtzeiten werden schneller als mit dem ÖPNV sein und aufgrund der direkten Führung und der direkten Anbindung der Zentren unwesentlich länger als mit dem Auto dauern, wenn die Fahrtzeiten von Tür zu Tür betrachtet werden.“

Lena Schreiner, Referentin für Ökologie und Nachhaltigkeit des Studierendenrates der Universität Heidelberg erklärt: „Da sich die Studierenden von Campus zu Campus und zu ihren Wohnungen hauptsächlich auf dem Fahrrad fortbewegen, sind sie auf eine gute Fahrradinfrastruktur angewiesen. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Uni Heidelberg auch Studierende in Mannheim hat, ist dieser Brückenschlag in Form eines Fahrradschnellweges wichtig und deshalb beteiligt sich die Verfasste Studierendenschaft an der Organisation der Demonstration.“

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen Gemeinderatsfraktion Heidelberg Christoph Rothfuß legt dar: „Zunächst einmal geht unser Dank an das Verkehrsministerium für die Finanzierung. Der Radschnellweg ist für Pendler*innen von großer Bedeutung und wir gehen auch davon aus, dass durch eine attraktive Fahrradachse noch mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen werden. Nun ist es wichtig, dass die Planungen im Regierungspräsidium vorankommen und der Schnellweg auch bald umgesetzt wird. Dafür steigen wir am 8. Juli in die Pedale.“

Die Demo wird veranstaltet von: ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg, Studierendenrat der Universität Heidelberg, Bündnis 90/Die Grünen Heidelberg und RSV Heidelberg e.V., sowie unterstützt von:SPD Kreisverband Heidelberg, Grün-Alternative Liste Heidelberg, VCD Rhein-Neckar, Ökostadt Rhein-Neckar e.V. und BUND Rhein-Neckar.

Weitere Infos bekommt ihr außerdem unter der offizellen [Homepage der Raddemo]

Rückfragen bitte an: Michael Fröhlich, Telefon 06221 6554101, E-Mail: michael.froehlich(..at..)adfc-bw.de


 

FAHR RAD! Die Rückeroberung der Stadt

ADFC-Fahrt zum Deutschen Architekturmuseum Frankfurt

Das Deutsche Architekturmuseum Frankfurt zeigt zurzeit die Ausstellung „FAHR RAD! Die Rückeroberung der Stadt“. Der ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg lädt ein zu einer Fahrt nach Frankfurt mit Besichtigung der Ausstellung am Sonntag, 22. Juli 2018. Die Kosten (Fahrt mit der Regionalbahn, Eintritt, Führung) betragen 25 Euro. Um verbindliche Anmeldung bis zum 9. Juli 2018 wird gebeten an heidelberg@adfc-bw.de oder telefonisch unter der Nummer 06221 6554103.


FAHR RAD! zeigt, wie eine Stadtentwicklung aussehen kann, die in Zukunft noch mehr Menschen auf das Rad lockt – und wirbt mit Projekten aus aller Welt für diese sanfte Rückeroberung der Stadt. In den Fokus gerückt werden Städte wie Kopenhagen, New York, Karlsruhe und Oslo. Sie zeigen auf, wie der Weg zu einer nachhaltigen und sozialen Stadt auch über die Planungen für eine fahrradgerechte Stadt führen kann.

 

ADFC: Radwege statt Fahrverbote!

Radverkehr ist die wirksamste Lösung zur Verbesserung der Lebensqualität in den Städten – ADFC „Arbeitshilfe Saubere Luft“ übergeben

Die von der EU vorgeschriebenen Schadstoff-Grenzwerte können viele Städte nicht mehr einhalten. Der Verkehr und vor allem Diesel-Fahrzeuge belasten die Luft. Nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes kann jede Stadt, in der die Grenzwerte überschritten sind, Diesel-Fahrverbote als Maßnahme in ihren Luftreinhalteplan aufnehmen.

Eine Alternative zu Fahrverboten ist die Förderung umweltfreundlicher Verkehrsarten. Radverkehr ist die wirksamste Lösung für Lebensqualität! Im Umkehrschluss heißt das: Wer Fahrverbote vermeiden will, muss sich dafür einsetzen, dass der Radverkehr energisch vorangebracht wird. Der ADFC hat dazu die „Arbeitshilfe Saubere Luft“ entwickelt, mit zahlreichen Maßnahmen, wie die Städte für mehr Radverkehr und damit für bessere Luft sorgen können.

Der ADFC-Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg übergab die ADFC-Broschüre „Arbeitshilfe Saubere Luft“ am 14. März 2018 an Heidelbergs Ersten Bürgermeister Jürgen Odszuck, Dezernent für Bauen und Verkehr.
In Heidelberg wird im Binnenverkehr jeder dritte Weg mit dem Rad zurückgelegt. Die Studentenstadt liegt damit seit über zwei Jahrzehnten weit jenseits des Zielwertes von 20 Prozent, den die Landesregierung bis 2030 landesweit anstrebt. Seit 2012 darf sich die Stadt als „Fahrradfreundliche Kommune“ bezeichnen. Doch auch Heidelberg hat im Bereich der Radverkehrsförderung noch viel Potenzial, das es zu nutzen gilt.

Schneller, weiter, höher
Zum Beispiel der aktuelle Trend zum Pedelec: Damit erschließt das Fahrrad breitere Nutzerschichten, etwa Menschen, die aus Alters- oder Gesundheitsgründen sonst nicht (mehr) Rad fahren würden. Der „eingebaute Rückenwind“ macht den Radverkehr schneller − breite hindernisfreie Wege werden benötigt, die ein komfortables Überholen ermöglichen. Ferne Ziele rücken dank Motorunterstützung näher: Pendlerstrecken von fünf, zehn und mehr Kilometern sind problemlos überwindbar, ohne völlig ausgepowert anzukommen. Heidelbergs Bergstadtteile, mit einem Radverkehrsanteil im unteren einstelligen Bereich, bisher eine Domäne von Sportlern, sind plötzlich fahrradtauglich für (fast) alle.

Radschnellwege (nicht nur) für Pendler
Zwischen den Radverkehrsanteilen im Binnenverkehr und im überörtlichen Verkehr besteht eine große Diskrepanz. Radschnellwege in Verbindung mit einemwachsenden Anteil an Pedelecs machen das Radfahren für Ein- und Auspendler attraktiv, werden aber auch von Radausflüglern gern genutzt. Im innerörtlichen Bereich müssen es nicht unbedingt Neubaustrecken sein. Die Ausweisung vorhandener Straßen als vorfahrtberechtigte Fahrradstraßen macht sie attraktiv für den Radverkehr. Vorausgesetzt allerdings, die in Seitenstraßen oft schlechte Fahrbahndecke wird in einen akzeptablen Zustand versetzt.

Grüne Welle für Radler
Die Ampelschaltungen orientieren sich bisher am Tempo der Autos; reduziert man auf innerörtlichen Straßen die höchstzulässige Geschwindigkeit auf 20 bis 30 Stundenkilometer, erhält auch der Radverkehr die Chance, der „grünen Welle“ zu folgen.

Für Recht und Ordnung sorgen
Zugeparkte Radspuren sind nicht nur ärgerlich. Das schnelle Ausweichen in den fließenden Kfz-Verkehr verunsichert Radfahrer und kann gefährlich werden. Aus der Not heraus weichen manche auch auf Gehwege aus.
Die Plöck, eigentlich ausreichend breit für Radverkehr in zwei Richtungen und die Fußgänger, würde deutlich besser funktionieren, wenn es die Falschparker nicht gäbe. So aber wird es immer wieder eng und unübersichtlich, man muss Slalom fahren. Viele fühlen sich deshalb in der Plöck verunsichert. Häufen sich unangenehme Situationen, hält das Menschen vom Radfahren ab.

Gute und sichere Baustellenführung für den Radverkehr
Ein Verbotsschild für Radfahrer oder das beliebte „Radfahrer absteigen“ ist schnell aufgestellt. Planer- und bauseits meint man damit auf der sicheren Seite zu sein. Den „schwarzen Peter“ hat dann der Radfahrer, der sich seinen Weg selbst suchen oder weite Umwege fahren muss. Hier wäre Kreativität gefordert, wie der umwegempfindliche Radverkehr in Baustellenbereichen sicher geführt werden kann.

Fahrradparken verbessern
Der Heidelberger Hauptbahnhof ist ein Paradebeispiel seit Jahrzehnten ungelöster Fahrradparkprobleme – aber auch in der Altstadt und in den anderen Stadtteilen gibt es noch viel zu tun. Nur wer sein teures Stück gut geschützt vor Witterung, Diebstahl und Beschädigung weiß, lässt es mit einem guten Gefühl zurück.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit mehr als 165.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.


 

Schulwegbegleiter in Bus, Bahn und mit dem Rad

Schülerinnen des MBG absolvierten Ausbildung

Max-Born-Gymnasium Neckargemünd, A.H. „Am besten war das Straßenbahndiplom – wir durften selbst auf der Bremsstrecke in Edingen fahren und auch richtig beschleunigen“, meinte Camila aus der 9a. Der Adfc und die RNV bildeten in den letzten Monaten gemeinsam eine Gruppe von Mittelstufenschülerinnen in einem umfangreichen außerschulischen Programm aus. Neben Übungsinhalten zu den Gefahren im Straßenverkehr und praktischen Übungen absolvierten die Schülerinnen unter anderem ein Kommunikationstraining, ein Selbstsicherheitstraining und einen Erste Hilfe Kurs. Nun begleiten sie jüngere Schüler auf dem Schulweg in Bus und Bahn sowie als Fahrradlotsinnen auf dem Rad.

„Ich wurde selbst in der fünften Klasse von einer Fahrradlotsin begleitet und kann nun etwas zurück geben“, erklärte Franziska aus der 9a ihre Beweggründe für die Teilnahme an der Ausbildung.

Nun dürfen sich die Schülerinnen gemeinsam mit ihren Ausbildern Michael Fröhlich vom Adfc und Uwe Blümler von der RNV über eine Einladung nach Stuttgart durch Hermino Katzenstein, Landtagsabgeordneter der Grünen, freuen.

Bürgermeisterstellvertreter Jürgen Rehberger gratulierte im Namen von Frank Volk den Absolventinnen und bedankte sich bei ihnen, dem Adfc, der RNV und Joachim Finkbeiner-Rinn, dem verantwortlichen Lehrer am MBG: „Schulen haben die wichtige Aufgabe zu erreichen, dass ältere Schüler jüngere unterstützen um soziale Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein zu erlernen – nicht nur innerhalb der Schule, sondern auch im Verkehr.“

 


Pressemitteilung vom 04.10.2017: Warum wir Fahrradstraßen brauchen

Stellungnahme des ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg zur geplanten Ausweisung weiterer Fahrradstraßen in Heidelberg

Die Stadt Heidelberg ließ zwanzig Strecken im Stadtgebiet auf ihre Eignung als Fahrradstraßen untersuchen, rund die Hälfte davon stuft der Gutachter als geeignet ein. Die Streckenabschnitte haben einen hohen Radverkehrsanteil, auf einigen Straßen übersteigt der Radverkehr das Autoverkehrsaufkommen bereits heute deutlich (Gaisberg-, Turner-, Trübner- und Zeppelinstraße, Vangerowstraße Ost). Bisher hat Heidelberg zwei Fahrradstraßen: die Plöck (seit 1993) sowie Franz-Marc-Straße/Fichtestraße.

Fahrradstraßen verlaufen meist parallel zu Hauptverkehrsstraßen auf ruhigen Nebenstrecken und sollen dort ein bequemes und sicheres Radeln in den Hauptverkehrsrichtungen ermöglichen, wo schon viele Radfahrinnen und Radfahrer unterwegs sind. Attraktive und sichere Routen für den Radverkehr sind ein Anreiz, dass noch mehr Menschen vom Auto auf das Fahrrad umsteigen.

In Fahrradstraßen steigt die Verkehrssicherheit, Abgas- und Lärmemissionen nehmen ab, die Wohnqualität für Anwohner nimmt zu. Die Ausweisung von Fahrradstraßen ist ein Mittel der Radverkehrsförderung, das nur geringe finanzielle Mittel erfordert und dennoch ein deutliches Signal der Kommune pro Fahrrad aussendet.

Ein Muss für jede Fahrradstraße sollte allerdings eine gute Fahrbahnoberfläche sein, da Holperstrecken, wie wir sie heute auf vielen Seitenstraßen antreffen, das Radeln unbequem machen und den Rollwiderstand deutlich erhöhen. Zum Komfort gehört auch, dass Fahrradstraßen als vorfahrtsberechtigt ausgewiesen werden, denn der Radler tritt nicht nach jeder Rechts-vor-links-Einmündung einfach aufs Gaspedal, sondern muss jedes Mal aufs Neue kräftezehrend wieder auf Touren kommen.

Der ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg begrüßt die geplante Einrichtung weiterer Fahrradstraßen in Heidelberg. Zusätzlich zu den vom Gutachter empfohlenen Straßenzügen (Gaisbergstraße, Turnerstraße, Trübner- und Zeppelinstraße, Vangerowstraße Ost, Kaiserstraße, Steubenstraße und Burgstraße, Alte Eppelheimer Straße, Wieblinger Weg) empfiehlt der ADFC die Ausweisung auch der folgenden Strecken als Fahrradstraße:

Rohrbach/Südstadt: Von-der-Tann-Straße und Görresstraße sind eine viel genutzte Nord-Süd-Verbindung bergseits der B 3, allerdings mit schlechtem Straßenbelag.

Südlich des alten Ortskerns von Rohrbach bietet sich die Leimer Straße als Fortführung nach Leimen an. Dieser Streckenzug wird – insbesondere für Pendler − noch an Bedeutung gewinnen, sobald die geplante Fortführung zur Leimer Geheimrat-Schott-Straße Realität ist.

Bahnstadt: Die Fahrspur der grünen Meile sollte von Anfang an als Fahrradstraße ausgewiesen werden. Zum einen stünde eine Fahrradstraße dem ökologischen Vorzeigestadtteil gut an, zum anderen lässt die Planung der Grünen Meile befürchten, dass Konflikte durch zu knappes Überholen vorprogrammiert sind.


Fahrradputzen für einen guten Zweck

Jugendliche putzen Fahrräder für einen guten Zweck.

© picture alliance / Kay Tkatzik/www.pd-f.de/dpa-tmn

Mannheim-Innenstadt - Am Samstag von 14:30 bis 16:30 Uhr putzen Teilnehmer aus ganz Deutschland Dein Fahrrad vor dem Glasquader des Rosengartens für einen guten Zweck:

Das alle zwei Jahre stattfindende Festival des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs ADFC soll Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren zusammenbringen, die die Leidenschaft für „das Fahrrad“ teilen. Es findet dies Jahr anlässlich des „200 Jahre Fahrrad“-Jubiläums in Mannheim statt.  

Geboten wird den 150 Jungen und Mädchen eine bunte Mischung als Workshops und Diskussion, Aktionen und Spaß. Für Sonntag ist eine große Radparade vorgesehen. 

Mit der Reinigungsaktion zugunsten von „World Bicycle Relief“ soll gezeigt werden, was ein Fahrrad bedeuten kann: Es ermöglicht Freiheit, Bildung und Zukunft für Jugendliche in Afrika, Lateinamerika und Asien, die ein solches Fortbewegungsmittel von World Bicycle Relief gestellt bekommen. 

Die Jugendlichen von „jufafe“ zeigen mit ihrer Aktion, dass sie nicht nur Spaß am Radfahren haben, sondern auch soziale und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. 

Ermöglicht wird das Festival von der städtischen Geschäftsstelle Radjubiläum „Monnem Bike“ und außerdem gefördert von der Initiative „200 Jahre Fahrrad“ des Verkehrsministerium Baden-Württemberg, der Klaus Tschira Stiftung und der SV SparkassenVersicherung.


„Stadt – Land – Rad“: Die Sieger stehen fest

Kindern den Spaß am Radfahren näher bringen, das eigene Land besser kennenlernen sowie den Umgang mit Navigationstechnik spielerisch vermitteln, das sind die Schwerpunkte des Schülerwettbewerbs „Stadt – Land− Rad“ (www.stadt-land-rad.org)

.Die Gewinner des Jahres 2017 stehen fest: Den ersten Platz belegte die Klasse 5b des Gymnasiums Walldorf, den zweiten Platz die Klasse 6c des Heidelberger Hölderlin-Gymnasiums (Sieger des Vorjahres) und den dritten Platz die Klasse 5a des Gymnasiums Walldorf. Die Preise wurden am 20. Juli2017 übergeben.

Am Donnerstag den 20. Juli fand die Übergabe des ersten Preises – eine Erlebnisradtour in das Tipicamp in Neckargerach – durch Projektleiter Michael Fröhlich vom ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg im Gymnasium Walldorf statt.

So funktioniert „Stadt – Land – Rad“ Zielgruppe sind die 5. und 6. Klassen in Baden-Württemberg. Das Projekt lief vom 29. Mai bis zum 14. Juni 2017, 18 Klassen aus Baden-Württemberg nahmen teil (aus Heidelberg, Mannheim, Göppingen, Ostfildern, Ludwigsburg, Hockenheim, Mengen, Sigmaringen und Walldorf).

Jede Klasse bildet ein Team und tritt dann gegen die anderen Klassen in einem Wettstreit um die meisten Kilometer an. Jedes Kind erhält im Vorfeld ein GPS Gerät oder eine App für das eigene Smartphone und zeichnet damit so viele zurückgelegte Kilometer wie möglich auf. Diese Strecken werden dann auf der eigenen Internetseite hochgeladen und gesammelt. Jede/r Schüler/in ist so ein gleichwertiges Mitglied seines Teams.

Mit den gemeinsam gesammelten Kilometern begeben sich die SchülerInnen auf eine virtuelle Deutschlandreise durch verschiedene Städte. Zu jeder vorher festgelegten Stadt oder Region gibt es immer eine kurze Geschichte und ein kleines Quiz, welches gelöst werden muss bevor zur nächsten Station weiter "geradelt" werden kann.

Ziel des Projekts ist es, dass sich Kinder mehr bewegen und Lust am Radfahren bekommen. Durch die virtuelle Deutschlandreise lernen die Schüler viel Neues über ihr Heimatland und sammeln praktische Erfahrungen im Umgang mit dem GPS-Gerät, der passenden Software und einer App.

„Stadt – Land − Rad“ wird gefördert durch die Stiftung „Sport in der Schule“ Baden-Wüttemberg. Der ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg hat gemeinsam mit Partnern das Projekt entwickelt und die Stadt Heidelberg übernahm die Anschubfinanzierung.

Leonie und Erik: „Wir sind jeden Morgen von St. Leon-Rot mit einer Gruppe von 8 bis 10 Schülern zur Schule gefahren und konnten dabei superquatschen.“

Leas: „Ich bin in den Pfingstferien mit meinen Eltern um den Bodensee geradelt − das war toll und ich konnte die Kilometer für die Klasse sammeln.“

Myra: „Ich hatte vorher noch nie ein GPS-Gerät in der Hand − heute weiß ich, wie die Technik funktioniert.“

Philipp: „Ich wohne in Malsch und bin zweimal die Woche die zwölf Kilometer alleine mit dem Rad gefahren − da war ich vom Shuttledienst unabhängig.“

Merit: „Wir sind heute viel mehr eine Klasse als zuvor − der Zusammenhalt ist viel besser, wir sind eine tolle Klasse.“

Oliver: „Für viele von uns ist das Fahrrad zum Hobby geworden, früher mit dem Rad zur Schule fahren und heute überall hin.“

ADFC-Projektleiter Michael Fröhlich: „Ich finde es super, dass die Kinder genau das gemacht haben, was wir uns gewünscht haben.“

Klassenlehrerin Karolina Plotzki: „Der zusätzliche Aufwand war da, aber er hat sich gelohnt!“

Besonders interessant fanden die Kinder die Orte in der Nachbarschaft, Geschichten vom Heidelberger Brückenaffen oder von Karl Drais und seiner ersten Tour mit dem Laufrad in Mannheim.


Land will Radschnellverbindung Heidelberg – Mannheim vorantreiben

Das Land Baden-Württemberg plant und baut drei Radschnellverbindungen als Leuchtturmprojekte und steigt damit auf ausgewählten Strecken auch als Bauherr aktiv in die Umsetzung ein. Bereits jetzt unterstützt das Land regionale Projekte, übernimmt nun aber zusätzlich die Baulastträgerschaft für die Radschnellverbindungen Heidelberg - Mannheim, Heilbronn - Neckarsulm - Bad Wimpfen und Esslingen - Stuttgart.

Dazu sagte Verkehrsminister Winfried Hermann am 17. Juli 2017: „Mit den drei Leuchtturmprojekten übernimmt das Land die Verantwortung für die Umsetzung der Strecken und dokumentiert damit die Bedeutung der Radschnellverbindungen für eine neue Radkultur in Baden-Württemberg. Es werden viel mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen, wenn die zur Verfügung stehende Infrastruktur für RadfahrerInnen durch leistungsfähige, schnelle und direkte Verbindungen attraktiver wird.“

Dazu der Neckargemünder Verkehrsexperte Hermino Katzenstein MdL (Wahlkreis Sinsheim), Sprecher für Radverkehr der Fraktion der Grünen im Landtag: „Radschnellwege sind ein attraktives Angebot für Leute, die schnell zur Arbeit oder zur Uni fahren müssen, aber aufs Auto verzichten wollen. Als Verkehrspolitiker und Vorstandsmitglied des ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg setze ich mich seit Jahren für den Radverkehr in der Region ein. Umso mehr freue ich mich, dass das Land die Verantwortung für die Pilotstrecke Heidelberg-Mannheim übernimmt. Das ist ein Meilenstein und der Durchbruch für diese wichtige Maßnahme zur Förderung des Radverkehrs. Wenn die bevorzugte Trasse feststeht, kann nun dank der Unterstützung des Landes zügig mit der konkreten Planung begonnen werden. Im Jubiläumsjahr 200 Jahre Fahrrad ist das eine besonders erfreuliche Nachricht, Karl von Drais wäre begeistert!“

Bis 2025 sollen gemäß RadSTRATEGIE in Baden-Württemberg insgesamt zehn Radschnellverbindungen realisiert werden. Auch im Koalitionsvertrag ist das Thema verankert. Derzeit werden im Rahmen einer laufenden Potentialanalyse landesweit die Potentiale für Radschnellverbindungen ermittelt. Ziel ist es, die Infrastruktur für RadfahrerInnen zu verbessern und PendlerInnen das Umsteigen auf das Fahrrad oder Pedelec schmackhaft zu machen.

Radschnellverbindungen bieten eine attraktive Möglichkeit, auch längere Strecken zügig und sicher mit dem Fahrrad zurückzulegen. Sie werden im Zuge wichtiger Alltagspendlerachsen eingesetzt, um Verkehrsverlagerungen zugunsten des Radverkehrs zu erreichen und so die Hauptverkehrsachsen auf Straße und Schiene zu entlasten. Charakteristisch für Radschnellverbindungen ist eine möglichst bevorrechtigte oder kreuzungsfreie Führung, damit verringerte Wartezeiten und erhöhte Reisegeschwindigkeiten sowie eine auf große Radverkehrsmengen ausgelegten Breite. Bislang wurden Radschnellverbindungen v.a. in den Niederlanden, Dänemark und in London umgesetzt.


ADFC-Sommerfreizeit: Noch Plätze frei

Vom 28. Juli bis zum 4. August führt der ADFC-Rhein-Neckar/Heidelberg seine diesjährige Sommerfreizeit für Kinder und Jugendliche durch. Für Schnellentschlossene sind noch einige Plätze frei.

Gestartet wird die Sommertour auf dem Jugend-Fahrrad-Festival, das vom 28. bis 30. Zum Juli 2017 in Mannheim stattfindet. Jeder, der an der Sommertour teilnimmt, nimmt automatisch auch am Jugend-Fahrrad-Festival teil.

Es wird zwei Gruppen geben (jeweils 16 TeilnehmerInnen), die getrennt starten. Es geht von Mannheim aus über Neustadt, Karlsruhe und Pforzheim nach Stuttgart, wo die diesjährige Tour ihr Ende findet. Die ältere Gruppe umfasst das Alter von 11-16 Jahren und die jüngere 8-12 Jahre.

Teilnahmegebühr: 300 Euro, ADFC-Mitglieder 280 Euro

Kontakt: ADFC-Jugend, Telefon 06221 6554101, E-Mail: jugend-hd(..at..)adfc-bw.de


Landstraße statt Autobahn

Pressemitteilung vom 25.07.2017

Nachdem die Stadt Heidelberg die Demonstration „200 Jahre Fahrrad – Radschnellweg Rhein-Neckar jetzt“ verboten und sowohl das Verwaltungsgericht Karlsruhe als auch der Verwaltungsgerichtshof Mannheim dies bestätigten, mussten die Organisatoren die Demonstration absagen. Trotzdem kamen am Sonntag Morgen unter dem Motto „Schade – schön wär´s gewesen“ ca. 150 Radfahrer*innen, ob Radsportler*innen, Alltags- oder Freizeitradler*innen zu den veröffentlichten Startpunkten. Einige kamen, weil sie vom Verbot nichts erfahren hatten, andere folgten der Einladung der Organisatoren gemeinsam auf eine Radtour „über die Dörfer“ zu gehen.

Zwei Polizeistreifenwagen zur Durchsetzung des Demonstrationsverbots begleiteten die Gruppe. Überraschend brachen sie nach ca. 9 km mitten auf der Landstraße die Absicherung ab, doch blieben sie in permanenter Sichtweite zu den Radlern. Hatte man Angst, dass die Radfahrer*innen doch auf die Autobahn fahren?

Dem Spaß an der Tour tat dies keinen Abbruch. Nach ca. 21 km und einer netten Radtour auf nicht immer angenehmen Straßen mit vielen Umfahrungen und über zahlreiche Kreuzungen und Kreisel, an denen Radler sonst immer Nachrang nach den Autos haben, konnten die Teilnehmer hautnah die Dringlichkeit des Radschnellwegs zwischen Heidelberg und Mannheim erleben. Auch wenn es keine Demonstration mit mehreren Tausend Radlern auf der Autobahn war, wie ursprünglich geplant, setzten die Teilnehmer doch ein Zeichen für diesen Radschnellweg.

Am Technoseum angekommen, konnten sich die Teilnehmer noch an der Ausstellung „2 Räder – 200 Jahre“ zur Geschichte des Fahrrades erfreuen, die am gleichen Tag abends ihre Tore schloss.

Die Radtour, wie auch vorher die Demonstration wurde von den ADFC Kreisverbänden der Metropolregion Rhein-Neckar, Bündnis 90/Die Grünen Heidelberg, Ökostadt Rhein-Neckar e.V., Radsportverein Heidelberg, Rhein-Neckar-Kreis, SPD KV Heidelberg, Sportkreis Heidelberg, Stadt Mannheim (vertreten durch das Büro "200 Jahre Fahrrad") und dem Studierendenrat der Universität Heidelberg organisiert.


StuRA zu Revision bereit

Nachdem das Verwaltungsgericht Karlsruhe die Beschwerde gegen das Verbot der Demonstration „200 Jahre Fahrrad – Radschnellweg Rhein-Neckar jetzt“ des Studierendenrates zurückgewiesen hat, erwägt der StuRa dagegen Beschwerde einzulegen. Ein Gespräch mit dem Rechtsanwalt morgen früh wird über den nächsten Schritt entscheiden.

Das Gericht ist allein der Argumentation der Verwaltung gefolgt. Zum Beispiel spielte es überhaupt keine Rolle, dass durch das Sonntagsfahrverbot die Hauptverursacher von schweren Auffahrunfälle an Stauenden, nämlich die LKWs, gar nicht auf der Straße sind.

Die öffentliche Wahrnehmung wird auf der Fahrt über die Dörfer deutlich geringer sein, weil von viel weniger Teilnehmern auszugehen ist und dadurch die mediale Verwertung wesentlich geringer sein wird.

Das Argument der Blow-ups ist sogar regelrecht lächerlich. Wenn deshalb die Autobahn noch nicht mal für Autos gesperrt wird, können diese Hitzeschäden den deutlich langsamer fahrenden Radfahrern nicht zu einer Gefahr werden, die ein Befahren unmöglich macht.

Überdies haben die Veranstalter sehr wohl einen Alternativvorschlag unterbreitet. Sie erklärten sich bereit, die Baustelle über die Landstraße zu umfahren. Dies wurde jedoch von Seiten des Regierungspräsidiums abgelehnt.

Die Organisatoren gehen davon aus, dass das Oberverwaltungsgericht als nächste Instanz diese Argumente stärker berücksichtigen wird und bereiten weiter alles vor.

Die Demonstration wurde vom Studierendenrat der Universität Heidelberg angemeldet und vor Gericht erstritten. Unterstützt und/oder organisiert wird sie außerdem von ADFC Kreisverbänden der Metropolregion Rhein-Neckar, Bündnis 90/ Die Grünen Heidelberg, Ökostadt Rhein-Neckar e.V., Radsportverein Heidelberg, Rhein-Neckar-Kreis (vertreten durch Landrat Stefan Dallinger), SPD KV Heidelberg, Sportkreis Heidelberg, Stadt Mannheim (vertreten durch das Büro "200 Jahre Fahrrad").


Heidelberg: „Vier plus“ im Fahrradklimatest

Lob für Infrastrukturverbesserungen, Mängel bei Sicherheit

Beim heute in Berlin vorgestellten Fahrradklima-Test des ADFC schaffte es Heidelberg auf Platz 7 der fahrradfreundlichsten Städte in seiner Größenklasse (100.000 bis 200.000 Einwohner). Heidelberg erhielt die Gesamtnote 3,61, eine leichte Verbesserung gegenüber der letzten Befragung 2014 mit der Note 3,70 und Platz 11. Mit 666 hat sich die Zahl der TeilnehmerInnen aus Heidelberg gegenüber 2014 verdoppelt.

Heidelberg punktet insbesondere mit geöffneten Einbahnstraßen (Note 2,0), öffentlichen Leihrädern (2,3), der Erreichbarkeit des Stadtzentrums (2,5), der Wegweisung (2,8) sowie der Wahrnehmung „Alle fahren Fahrrad“ (2,4).

Überwiegend negativ bewertet werden die Breite der Radwege und die Ampelschaltungen (beide 4,5), die Konflikte mit dem Kfz-Verkehr (4,4) und Fußgängern (4,1), die mangelnde Falschparkerkontrolle auf Radwegen (4,8), Hindernisse auf Radwegen (4,1) sowie die Führung an Baustellen (4,4). Die Gefahr des Fahrraddiebstahls wird mit 4,5 als hoch eingeschätzt. Auch die Berichterstattung in den Medien wird kritisch gesehen (4,1).

„Wir freuen uns, dass Heidelberg sich im Fahrradklimatest mit Platz sieben gegenüber 2014 leicht verbessern konnte“, so Bert-Olaf Rieck, Pressesprecher des ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg. „Die Umfrage zeigt, dass kontinuierliche Radverkehrsförderung auch honoriert wird. Dennoch gibt es noch viel zu tun, um Sicherheit und Leichtigkeit des Radverkehrs in Heidelberg zu erhöhen. Breitere Radwege, fahrradfreundlichere Ampelschaltungen, die Entschärfung der Konflikte mit Kraftfahrzeugen und Fußgängern, eine bessere Führung an Baustellen sowie mehr Falschparkerkontrollen auf Radwegen stehen ganz oben auf der Wunschliste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Fahrradklimatest.“

Rhein-Neckar-Kreis

Bei den Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis gab es eine ausreichend große Teilnehmerzahl (>50) für Schwetzingen, Wiesloch, Ketsch und Weinheim. Mit Noten zwischen 3,74 und 4,06 belegen sie mittlere Ränge innerhalb ihrer Größenklasse (<50.000 Einwohner).

Über 120.000 Teilnehmer bundesweit

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und wurde im Herbst 2016 zum siebten Mal durchgeführt. Er wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020 mit rund 150.000 Euro gefördert. Über 120.000 Menschen stimmten bundesweit ab – eine Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem letzten Test im Jahr 2014. Die Zunahme führt der ADFC auf das wachsende Interesse am Thema Fahrrad und Radverkehr zurück.

200 Jahre Fahrrad – 200 Radtouren

Zahlreiche Touren auch in Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis

Anlässlich des Jubiläums „200 Jahre Fahrrad“ bietet der ADFC am 30. April 2017 in Baden-Württemberg 200 Radtouren an. Auch in unserer Region führen, der ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg und Weinheim Ende April mehrere Radtouren durch. Ob Mountainbiker, Tourenradler, Pedelecfahrer oder Genussradler mit Familie, für alle ist etwas dabei.

22. April: Von Weinheim zum Technoseum

Zur Einstimmung in das Thema bietet die Ortsgruppe Weinheim am Samstag, 22. April, eine Radtour zur Ausstellung „Zwei Räder – 200 Jahre“ zum Technomuseum Mannheim an. Gestartet wird um 10 Uhr in Weinheim, Treffpunkt ist der Radparkplatz am Waidsee.

23. April: Familientour von der Tiefburg zur Grube „Anna-Elisabeth“

Am Sonntag, 23. April, startet um 10 Uhr am Treffpunkt Heidelberg-Handschuhsheim, vor der Tiefburg, eine Familientour zum historischen Besucherbergwerk „Grube Anna-Elisabeth“ in Schriesheim. Anmeldung erforderlich bei Matthias Gütter, Telefon 0162 7740189.

29. April: Weinheimer Weststadt

Eine Kennenlerntour der Weinheimer Weststadt für Familien und Erwachsene wird in Weinheim am Samstag, 29. April, angeboten. Der Start ist um 15 Uhr am Rolf-Engelbrecht-Haus, Breslauer Straße 40.

30. April: 1.000 Höhenmeter rund um Heidelberg

Besonders sportliche Rad- bzw. Mountainbike-Fahrer können auf einer ca. 120 Kilometer langen Tour mit ca. 1.000 Höhenmetern in einer großen Schleife die Stadtgrenze von Heidelberg umrunden. Gestartet wird am Sonntag, 30. April, um 7 Uhr am ZuM in Heidelberg, Kurfürsten-Anlage 62. In Absprache mit dem Tourenleiter Bernhard Pirch-Rieseberg (bernhard.pirch-rieseberg(..at..)adfc-bw.de) können auch Teilstrecken mitgefahren werden.

30. April: Rundtour durch das Angelbachtal

Ebenfalls am Sonntag, 30. April starten die Tourenradler vom Bahnhof Wiesloch-Walldorf um 10 Uhr zu einer ca. 30 Kilometer langen Rundtour durch das Angelbachtal. Die Einkehr ist in der Besenwirtschaft „Ihle“ in Rauenberg vorgesehen. Eine Anmeldung per E-Mail an heidelberg(..at..)adfc-bw.de oder telefonisch unter 0171 9257265 ist erforderlich.

30. April: Rundtour Bad Wimpfen

Am Bahnhof Sinsheim treffen sich am Sonntag, 30. April, um 10.30 Uhr Pedelecfahrer oder Tourenradler zu einer Rundtour über das historische Bad Wimpfen, Bad Rappenau und Reihen. Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 26. April bei Tourenleiter Gerd Prollingheuer, Telefon 07261 12281. Es können in Absprache mit dem Tourenleiter Pedelecs gegen geringe Gebühr geliehen werden.

Wenn nicht anders vermerkt, ist eine Anmeldung für die Touren nicht erforderlich.


Gut geschützt auf dem Rad

Der ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg bietet einmal monatlich – an jedem dritten Mittwoch von 14.30 bis 18 Uhr − vor dem Zentrum für umweltbewusste Mobilität (ZuM) in der Kurfürsten-Anlage 62 in Heidelberg − eine neutrale Helmberatung an. Die nächste Beratung in diesem Jahr findet am Mittwoch, 19. April, statt.

Welcher Fahrradhelm ist für mich der richtige und wo bekomme ich ihn, wie muss er richtig sitzen und wie kann ich ihn gut einstellen, damit er mir bei einem Unfall optimalen Schutz bietet? Das sind Fragen, die sich Radfahrinnen und Radfahrer immer wieder stellen, wenn sie einen Fahrradhelm kaufen wollen.

Damit ein Fahrradhelm optimale Sicherheit bei einem Fahrradunfall bietet, muss er auch optimal angepasst sein. Da unterschiedliche Helme durch verschiedenartige Gurtsysteme und Formen nicht jedem Radfahrer passen, sind Kunden oft gezwungen, mehrere Fachgeschäfte aufzusuchen, um die Modelle von verschiedenen Herstellern anzuprobieren und den optimal sitzenden Fahrradhelm für sich zu finden. Das Sprichwort „Für jeden Topf gibt es einen passenden Deckel“ lässt sich frei auf Fahrradhelme übertragen: „Nicht jeder Helm passt auf jeden Kopf“.

Der ADFC bietet die Möglichkeit, unter fast 110 Helmen – vom Kleinkind-, Kinder-, Jugend-, Erwachsenenhelm und Helmen aus dem Sportbereich − den passenden herauszufinden, dazu erhalten die Interessenten eine Händlerliste, auf der der optimal sitzende Helm vermerkt wird.

Die weiteren Termine 2017, jeweils 14.30 bis 18 Uhr:

Mittwoch, 17. Mai
Mittwoch, 14. Juni
Mittwoch, 16. August
Mittwoch, 20. September
Mittwoch, 18. Oktober


„Das hat mein Fahrrad zu erzählen“

ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg lädt Schülerinnen und Schüler der Klassen 4 bis 6 zu Schreibwettbewerb ein

In diesem Jahr begehen wir den 200. Geburtstag des Fahrrades, 1817 unternahm Karl Freiherr von Drais zwischen Mannheim und Schwetzingen die erste Fahrt auf seiner Laufmaschine, der Urmutter des Fahrrades, wie wir es heute kennen. Dieses Jubiläum wird in unserer Region groß gefeiert.


Die Abteilung Verkehrspädagogik des ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg zeigt aus Anlass des Jubiläumsjahres die Wanderausstellung „Fahrräder erzählen Geschichten“, die an ca. 20 verschiedenen Orten in Heidelberg und Umgebung zu sehen sein wird. Wir möchten damit auf Geschichten rund um das Fahrrad aufmerksam machen, ob sportlich, technisch oder geschichtlich, jedes Fahrrad hat etwas zu erzählen.


Begleitend zur Ausstellung sind Schülerinnen und Schüler zu einem Schreibwettbewerb eingeladen. Das Thema des Wettbewerbs ist „Das hat mein Fahrrad zu erzählen“. Die Geschichten sollen aus Sicht des Fahrrades geschrieben sein.


Eingereicht werden können Texte von Schülerinnen und Schüler der 4. bis 6. Klasse, per E-Mail an heidelberg(..at..)adfc-bw.de oder per Post an ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg, Kurfürsten-Anlage 62, 69115 Heidelberg. Einsendeschluss ist der 1. Juli 2017. Den besten Geschichten winkt ein Gewinn für die Klassenkasse: Für die Plätze eins bis drei gibt es 100, 75 bzw. 50 Euro.


Jugend-Fahrrad-Festival feiert „200 Jahre Fahrrad“

Vom 28. bis 30. Juli 2017 in Mannheim

Der ADFC veranstaltet zum vierten Mal ein gemeinsames Wochenende für Kinder und Jugendliche von zehn bis achtzehn Jahren aus ganz Deutschland: Das jugend-fahrrad-festival 2017 findet vom 28. bis zum 30. Juli in Mannheim statt.

Das jugend-fahrrad-festival (jufafe) ist ein großes Fest-Wochenende und findet alle zwei Jahre in verschiedenen Städten statt. Während des Festivals gibt es Workshops und Diskussionen, eine Party und am Sonntag eine gemeinsame Fahrradparade. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet dabei eine bunte Mischung aus Musik, Film, Diskussionen sowie z.B. Tipps und Tricks fürs Mountainbiken von Olympiateilnehmerin Ivonne Kraft.

Diesmal feiern wir in Mannheim 200 Jahre Fahrrad. Denn das jufafe findet in der Stadt statt, in der Erfinder Karl Drais 1817 erstmals seine Laufmaschine – das Ur-Fahrrad – ausprobierte. Er war mit damals sensationellen 15 Stundenkilometern unterwegs. Da ist der Schirmherr des jugend-fahrrad-festivals deutlich schneller: Rennradprofi André Greipel fährt eine Tour-de-France-Etappe im Durchschnitt mit Tempo 55.

Alle Informationen und die Anmeldung erfolgen über www.adfc-jugend.blogspot.de. Hier können die Teilnehmer auch ihre Anreise mit anderen Gruppen zusammen planen.

Das Festival findet in Zusammenarbeit mit der Stadt Mannheim statt. Es wird unterstützt durch die Initiative „200 Jahre Fahrrad“ des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg, die Klaus-Tschira-Stiftung und die SV SparkassenVersicherung.


Radlernkurs für Erwachsene

Für Anfänger und Wiedereinsteiger

Für alle, die noch nicht Rad fahren können und solche, die sich unsicher auf dem Rad fühlen, bietet der ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg wieder einen Radlernkurs an. Der umfasst vier Samstage à 2,5 Stunden und einen Ausflug. Die Termine in diesem Jahr: 29. April, 6., 13. und 20. Mai, jeweils von 10 Uhr bis 12.30 Uhr auf dem Hof der Gregor-Mendel-Realschule (Harbigweg 24, 69124 Heidelberg).


Geübt wird in kleinen Schritten mit Erwachsenenroller und kleinem Lern-Rad, bevor auf das große Rad umgestiegen wird. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, ein eigenes Fahrrad mitzubringen.


Die Kursgebühr beträgt 108 Euro, für ADFC-Mitglieder 93 Euro. Auf Antrag ist Ermäßigung möglich.


Anmeldung und Rückfragen: telefonisch unter 06221/23910, per E-Mail an radlernkurs-hd(..at..)adfc-bw.de oder persönlich im Zentrum für umweltfreundliche Mobilität (ZuM) in der Kurfürsten-Anlage 62 gegenüber vom Heidelberger Hauptbahnhof.


Letzte Etappe Mont Ventoux

Rennradkrimi und Weinprobe im ZuM am 9. Dezember 2016 um 20 Uhr

Gerhard Drokur, Rennradler und Autor, liest am Freitag, 9. Dezember 2016, um 20 Uhr im ZuM, Kurfürsten-Anlage 62, Heidelberg, aus seinem Rennrad-Krimi „Letzte Etappe Mont Ventoux“. Dazu gibt es eine Verkostung von Weinen aus der Region Mont Ventoux, kredenzt von „Feine Weine in der Weststadt“. Eintritt: 8 Euro für ADFC-Mitglieder, 10 Euro für Nicht-Mitglieder.

Der Heidelberger Gerhard Drokur (*1953) ist seit 1974 begeisterter Rennradler. Nach Radtourenführern für Freunde schneller Räder − „Die schönsten Rennradtouren am Mont Ventoux“ (2010), „Rennradtouren − Raus aus Heidelberg“ (2012) und „Trans-Deutschland – 10 Rennradtouren quer durch Deutschland“ (2014) hat Drokur 2015 seinen ersten Krimi veröffentlicht.

Natürlich geht es auch im Krimi ums Radfahren: Gerald Kurz, Controller im Elite-Uniklinikum Heidelberg, kommt bei der Prüfung überhöhter Reisekosten in der Sportmedizin zwei Medizinern auf die Schliche, die einen Rennstall mit Doping unterstützen. Um Genaueres zu erfahren und die beiden zu überführen, fährt er mit dem Rennrad nach Besançon und wird dort fündig, aber entdeckt.

Mithilfe einer gefälschten Akte wollen ihn die beiden Mediziner in die Psychiatrie einweisen, jedoch gelingt es Gerald gerade noch rechtzeitig zu fliehen. Es ist eine Flucht nach vorne, die er alleine mit dem Rennrad zum Mont Ventoux unternimmt. In einer dramatischen Verfolgungsjagd entscheidet sich alles.

Für seinen ersten Rennradkrimi ist der Autor die Strecke seines Protagonisten abgefahren und verknüpft darin seine geografischen Kenntnisse mit seiner Leidenschaft fürs Rennradfahren. Die Leserinnen und Leser sind eingeladen, dem Protagonisten auf seinem Weg in die Provence zu folgen. Detaillierte Wegbeschreibungen und GPX-Tracks zum Download gibt es auf www.derkleinebuchverlag.de.

Mit dem Rad nach Rom

Reisebericht im ZuM am 1. Dezember 2016 um 19.30 Uhr

Drei Kirchheimer Freunde − Georg Grädler, Werner Mechler und Roland Damm – beschließen im Ruhestand mit dem Rad nach Rom zu fahren. Sie starten im Sommer dieses Jahres in Lindau und legen 1.000 Kilometer in drei Wochen zurück.

Über ihre kombinierte Pilger- und Urlaubsreise berichten die drei Freunde bei einem Vortrag mit anschließender Gesprächsrunde am Donnerstag, 1. Dezember 2016, um 19.30 Uhr im ZuM, Kurfürsten-Anlage 62, Heidelberg.

Eintritt: 5 Euro für ADFC-Mitglieder, 7 Euro für Nicht-Mitglieder.

Sofienstraße: Lösung mit Mängeln

Stellungnahme des ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg zur Radverkehrsführung Sofienstraße zwischen Plöck und Theodor-Heuss-Brücke

Der ADFC Heidelberg/Rhein-Neckar begrüßt es, dass die Fahrradspur auf der Sofienstraße zwischen der Einmündung der Plöck und der Zufahrt zur Tiefgarage P4 DarmstädterHofCentrum von der bisherigen (nicht zulässigen) Breite auf das vorgeschriebene Mindestmaß verbreitert wurde.

Ab der Tiefgaragenzufahrt in Richtung Brücke wäre eine Verbreiterung der Radspur nur möglich gewesen, wenn die Anzahl der Spuren für den Kraftfahrzeugverkehr verringert worden wäre, deshalb hat die Stadt Heidelberg hier auf eine Radverkehrsanlage verzichtet.

In Höhe des DarmstädterHofCentrums (DHC) hat die Stadtverwaltung Fahrradsymbole auf der Fahrbahn angebracht. Die Interessengemeinschaft Radverkehr, der auch der ADFC angehört, hatte Fahrradsymbole auf der rechten der beiden Geradeausspuren bis zur Einmündung des Neckarstadens als sogenannte „Shared Lane“ (gemeinsame Spur) vorgeschlagen. Diese sind im weiteren Verlauf in Richtung Theodor-Heuss-Brücke bedauerlicherweise nicht markiert worden. Damit ist trotz vieler Gespräche mit den zuständigen Stellen der Stadt eine Variante umgesetzt worden, die Konflikte von Autofahrern mit Radfahrern heraufbeschwört.

Die Radfahrer müssen sich jetzt ohne Führung Richtung Kreuzung bewegen, wenn sie nicht auf dem schmalen Bordsteinradweg fahren wollen, auf dem sich in Spitzenzeiten oft der Radverkehr staut. Ob mit oder ohne Fahrradsymbol: Die Benutzung der Fahrspur durch Radfahrer ist völlig korrekt, da keine Benutzungspflicht für den Bordsteinradweg besteht. Mit Fahrradsymbolen wäre das auch für Autofahrer besser ersichtlich.

Fahrrad trifft Römer

ADFC-Herbstfreizeit vom 2. bis zum 4. November

Vom 2. bis zum 4. November findet die ADFC-Herbstfreizeit unter dem Motto „Fahrrad trifft Römer“ statt. Wie und wo lebten die Römer vor 2.000 Jahren bei uns? Auf unserer Herbstfreizeit radeln wir auf den Spuren der Römer in und um Heidelberg. Dabei beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen Aspekten der römischen Geschichte und dem Leben der Römer in der Region. Auf Touren von rund 30 Kilometern pro Tag wird auch immer mal wieder Zeit für ein gemütliches Picknick sein.

Wir treffen uns jeweils um 9.30 Uhr am ZuM − Zentrum für umweltbewusste Mobilität in der Kurfürsten-Anlage 62.

Am ersten Tag ist ein Besuch des Kurpfälzischen Museums in Heidelberg mit Führung durch die Archäologische Abteilung vorgesehen. Danach ist eine kleine Fahrrad-Rallye durch Heidelberg angedacht, insbesondere in die Gebiete, wo die Römer ihre Spuren hinterlassen haben.

Am zweiten Tag geht es mit dem Rad nach Speyer zum Historischen Museum der Pfalz, wo wir ebenfalls eine Führung zum Thema Römer bekommen. Die Führung beginnt um 13 Uhr und wird etwa zwei Stunden dauern. Zurück geht es voraussichtlich mit der Bahn.

Am dritten und letzten Tag radeln wir nach Ladenburg zum Lobdengau-Museum, wo für 11.30 Uhr eine Führung gebucht ist. Hier darf man gern auch mal selbst Römer spielen und Ausrüstungsgegenstände ausprobieren. Die Führung wird zwei bis drei Stunden dauern, anschließend radeln wir wieder zurück.

Die Teilnahmegebühr beträgt 45 Euro, für ADFC-Mitglieder 40 Euro. Anmeldung bis zum 27. Oktober 2016 unter jugend-hd(..at..)adfc-bw.de.

Stellungnahme des ADFC Heidelberg / Rhein-Neckar zum Artikel „Das Verkehrschaos ist da“ (Rhein-Neckar-Zeitung vom 13. Juli 2014)

Nicht die Radfahrer sind das Problem!

 

Bekanntermaßen trägt jede und jeder, der in der Stadt das Fahrrad statt des Autos nimmt, zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs bei. Rund jeder dritte innerstädtische Weg wird in Heidelberg mit dem Fahrrad zurückgelegt. Man möge sich vorstellen, was es bedeutet, wenn auch für diese Wege das Auto genommen würde.

 

Bei Baustellen, die mit Einschränkungen für den Autoverkehr einhergehen, werden noch mehr Menschen die Vorzüge des Fahrrades nutzen. Das Fahrrad als platzsparendes Verkehrsmittel kann hier das Problem der eingeschränkten Verkehrsflächen verringern und ermöglicht es, dass trotzdem alle ihre Ziele erreichen.

 

Die Stadtverwaltung sollte dem Radverkehr deshalb gerade auch bei Baumaßnahmen besondere Beachtung schenken: Radfahrer sind sehr umwegempfindlich. Enthalten Umleitungsstrecken zudem Steigungen − wie die Umleitung für die Sofienstraße über die Brückenrampe − werden sie nur äußerst ungern angenommen. Solange die Autofahrer weiterhin geradeaus Richtung Theodor-Heuss-Brücke fahren können, wird die Umleitung des Radverkehrs nur geringe Akzeptanz finden.

 

Es ist weiterhin möglich und erlaubt, mit dem Rad durch die Sofienstraße bis zur Brücke zu fahren, das hat das städtische Verkehrsmanagement gegenüber dem ADFC bestätigt. Die Umleitungsempfehlung gilt für Radfahrende, die sich im Baustellenbereich unsicher fühlen.

 

Sobald die Sofienstraße wegen der Bauarbeiten komplett gesperrt werden muss, ist die die angebotene Umleitung für Radfahrer durch Neugasse, Hauptstraße und Fahrtgasse zum Neckar eine akzeptable Lösung. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird dem Radverkehr in der Sofienstraße mehr Platz zur Verfügung stehen, auch wenn für den letzten Abschnitt zwischen Tiefgarageneinfahrt und Brücke bisher eine ganz zufriedenstellende Lösung noch nicht in Sicht ist.

 

Noch eine Anmerkung zur zeitgleichen Baumaßnahme am Südbrückenkopf der Ernst-Walz-Brücke: Die Verkehrsfläche für den Radverkehr ist hier so verengt worden, dass es zu massiven Radfahrerstaus kommt, weil Radfahrer mit Ziel Hauptbahnhof und diejenigen, die die Mittermaierstraße überqueren wollen, sich nicht entflechten können. Hier sollte nachgebessert werden. Es wäre sicher auch sinnvoll gewesen, die Bauarbeiten erst nach dem Ende der Vorlesungszeit (30. Juli) durchzuführen.


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