Zumeldung zur ADFC-PM Umfrage: Jeder Zweite wünscht Neuaufteilung des Stadtraums

Zumeldung zur aktuellen Pressemitteilung des ADFC - Umfrage "Neuaufteilung des Stadtraums"
 
"Der ADFC Baden-Württemberg freut sich insbesondere über die Tatsache, dass in Baden-Württemberg der Wunsch, dem Autoverkehr Fläche wegzunehmen, noch größer scheint als in anderen Bundesländern", so die ADFC Landesvorsitzende, Dr. Gudrun Zühlke. Ein Großteil der Menschen wünscht sich mehr Platz für aktive Mobilität und attraktive Aufenthaltsorte. Gefragt, woher der gewünschte Platz genommen werden soll, antworten die meisten (49,8 Prozent) „vom Autoverkehr“. In Baden-Württemberg war dieser Anteil mit 59,2% sogar nahezu 10% höher.
 
 
In Baden-Württemberg sind in folgenden Städten bisher Aktivitäten zur Aktion PARK(ing) Day geplant:

  • In Karlsruhe organisiert der ADFC mit einem Bündnis von Umwelt- und Verkehrsverbänden zusammen bereits zum vierten Mal den Parking Day an drei größeren Plätzen. Zwischen 10 und 20 Uhr kann man in der Innenstadt erleben, wie es sich anfühlt, wenn öffentlicher Raum, der sonst nur als Parkfläche für Autos gedacht ist, von den Menschen selbst genutzt wird. Der ADFC ist u. a. auch mit einem Lastenrad präsent.
  • In Mannheim organisiert der ADFC am 15.09. von 12 bis 18 Uhr mit anderen Verbänden ebenfalls einige Aktionen in der Innenstadt. Der Mannheimer Morgen wird zeitnah über die Aktionen und Orte berichten.
  • In Ulm findet am Samstag 16.09. von 10 bis 15 Uhr der 1. Ulmer Green Parking Day rund um die Ulmer Innenstadt unter dem Motto „Ohne-Auto-mobil“ statt. Rund um die Innenstadt widmet der ADFC und die lokale agenda ulm 21 und ihre Partner rund 35 Stellplätze um und bespielen diese mit witzigen, unterhaltsamen und kurzweiligen Aktivitäten.




P R E S S E M I T T E I L U N G DES ADFC-BUNDESVERBANDS

Mehr Platz für Begegnungen, weniger für Autos

GfK-Umfrage: Jeder Zweite wünscht Neuaufteilung des Stadtraums

Berlin, 11. September 2017
020/17
 
Im Vorfeld des „Internationalen PARK(ing) Day“ hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Die Hälfte aller Bundesbürger wünscht sich eine andere Aufteilung des öffentlichen Raumes. 87 Prozent von ihnen wollen mehr Platz für Begegnungen, Rad- und Fußverkehr, 50 Prozent wollen diese Veränderung zulasten des Autoverkehrs. Der ADFC sieht das als Bestätigung, dass die Verkehrswende von breiten Bevölkerungsschichten gewollt ist.
 
ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Großbaustelle der nächsten Bundesregierung ist die Verkehrswende. Nur wenn es gelingt, den größten Teil des Stadtverkehrs auf Fuß, Rad und ÖPNV zu verlagern, bleiben Menschen und Waren mobil und Städte lebenswert. Beim Parking Day zeigen Bürgerinnen und Bürger an immer mehr Orten, wie sie leben wollen: Mit mehr Platz zum Verweilen, zum Spielen, Schlendern und für das Radfahren. Und mit weniger Dominanz des Autos. Jetzt haben wir auch die Zahlen zu diesem Bedürfnis. Politiker, die gewählt werden wollen, sollten das ernst nehmen!“
 
Großteil will, dass der Autoverkehr Platz abgibt

Nur 10 Prozent der Bundesbürger sprechen sich für mehr Parkplätze und Kfz-Fahrbahnen aus. Bei den weiblichen Befragten liegt der Wert sogar nur bei 8 Prozent. Ein Großteil der Menschen (87 Prozent der „Veränderer“ bzw. 42 Prozent der Gesamtbevölkerung) wünscht sich mehr Platz für aktive Mobilität und attraktive Aufenthaltsorte. Gefragt, woher der gewünschte Platz genommen werden soll, antworten die meisten (49,8 Prozent) „vom Autoverkehr“. Bei den Frauen ist der Ausschlag noch deutlicher (55,2 Prozent).
 
Bundesweite Aktionen zum PARK(ing) Day
Am kommenden Freitag (15.9.) verwandeln Engagierte in ganz Deutschland Auto-Parkplätze für ein paar Stunden in etwas, das ihnen besser gefällt. Sitzecken, Cafés, Mini-Gärten, Spielplätze und temporäre Radspuren. Der ADFC ist in vielen Städten dabei und wirbt für sein Motto zur Bundestagswahl „Fahrradland Deutschland. Jetzt!“ – unter anderem in Aachen, Bamberg, Berlin, Frankfurt, Karlsruhe, Köln, Magdeburg, Mainz, Münster, Ulm, Wiesbaden. Der ADFC fordert Vorrang für Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV vor dem Autoverkehr, deutlich höhere Finanzmittel des Bundes, Verbesserungen bei der Verkehrssicherheit sowie verbindliche Qualitätsstandards für Radwege. Alle Forderungen gibt es auf www.radlandjetzt.de.
 
Über die Umfrage
Die repräsentative Umfrage „Platz für Begegnungen“ wurde vom Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag des ADFC im August 2017 im Rahmen einer Mehrthemenuntersuchung durchgeführt. Befragt wurden 1.090 Bundesbürger ab 14 Jahren in persönlichen Interviews. Die kompletten Studienergebnisse gibt es in unserem Pressebereich.
 
Hinweise für Redaktionen
Infografiken zu den Umfrage-Ergebnissen sowie ein Themenfoto „Parking Day“ gibt es in unserem Pressebereich. Unsere Pressemitteilung mit allen Hintergrundmaterialien finden Sie ebenfalls online.


© ADFC BW 2017

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