Schnellwege auf dem Abstellgleis

Nachdem der Schnellweg Offenburg–Lahr mangels Interesse der tangierten Gemeinden Hohberg und Friesenheim auf Eis gelegt wurde und Offenburg–Gengenbach wegen zu geringer Nutzerzahlen von Stuttgart nicht akzeptiert wird kommt Offenburg–Kehl ins Spiel. Dies vor allem weil Kehl–Strasbourg mit hoher Frequenz punkten kann und Strasbourg schon bis zum Rhein vorgelegt hat. Die Machbarkeitsstudie ist in Arbeit. Zum Aus für den Schnellweg Og-Gengenbach unser Kommentar zu dem Bericht in der Badischen Zeitung: „An der nördlichen Ortseinfahrt von Gengenbach wurde vom Straßenbauamt eine vorher gerade Radwegführung so verschwenkt, dass dem straßenbegleitenden Radverkehr die Vorfahrt genommen wurde. Und diese Schikane wurde auf einer Vorrangroute im RadNETZ, entgegen aller Musterlösungen erst vor 2 Jahren gebaut. Da braucht man sich dann nicht zu wundern wenn Stuttgart hier keine hohe Priorität sieht. Im Übrigen könnte OG mal seine Hausaufgaben machen und die Situation rund um den Bahnhof klären. Ein Unding mit dem Rad vom Nordausgang in die Innenstadt zu kommen! Nach 16 Jahren Untätigkeit freuen wir uns auf einen neuen OB!“


Radschnellwege, Machbarkeitsstudie

18.10.2017 Technisches Rathaus Offenburg

Von 17 Trassen aus der Potenzialanalyse haben es 4 in die Machbarkeitsstudie geschafft, 2 davon liegen im Ortenaukreis. Es wird hier nur das Gebiet des Regierungsbezirks betrachtet; Ziel ist, 10 Schnellwege in BaWü zu verwirklichen. In der Steuerungsgruppe, zu der erstmals auch der ADFC eingeladen war, wurden die Trassen Offenburg-Lahr und Offenburg-Gengenbach diskutiert. Die Lahrer Trasse wird entlang der B3 auf vorhandenen und zu optimierenden Wegen gesehen und die Gengenbacher am Kinzigdamm. Viele Details wurden erörtert, in der Hauptsache die Anschlüsse in Offenburg und Lahr an das örtliche Netz.

Wir haben für die Trasse OG-Lahr entlang der B3 das Problem der Blendung aufgrund des tiefer liegenden Radweges angesprochen. Ein Unfall und darauf erschienene Leserbriefe und Kommentare verdeutlichen die Situation im nachhinein. Ein weiterer Vorschlag von uns betrifft die Führung durch Niederschopfheim. Wir regten an die Hauptstraße durch den Ort als Fahrradstraße auszuweisen, die Planung sieht vor an der B3 zu bleiben.

Die nächsten Schritte sind Kosten/Nutzen-Analyse, Priorisierung, Beteiligungskonzept. Termin 7. Februar 2018.


Radschnellwege, Potenzialanalyse

2017-1-25 Landratsamt

In den Bundesverkehrswegeplan 2030 sind im Mai 2016 Radschnellwege als neue Kategorie aufgenommen worden. Der Regionalverband Südl. Oberrhein hat frühzeitig eine Potenzialanalyse in Auftrag gegeben deren Ergebnis heute vorgestellt wurde. Hier kann man die Präsentation herunterladen. Im Anschluss hat das Gremium einstimmig die zweite von insgesamt vier vorbereitenden Stufen beschlossen, eine Machbarkeitsstudie für vier Radbahnen. Zwei davon im Ortenaukreis: Offenburg Lahr und Offenburg Gengenbach.

Die Betrachtung einer von uns angeregten Trasse Seelbach-Lahr-Allmannsweier blieb außen vor. Angeblich wegen zu wenig Potenzial, nach Hochrechnungen sind weniger als 2000 Fahrradpendler/Tag zu erwarten, das ist die Mindestmenge um für eine Förderung in Betracht zu kommen. Ein niedrigerer Ausbaustandard wäre natürlich möglich, das fällt aber nicht in diese Betrachtung.

Weder die Lahrer noch die Seelbacher Gremienvertreter hatten die Zahlen hinterfragt, drei Lahrer blieben dem Tagesordnungspunkt gänzlich fern. Vertreter aus Lahr und dem Schuttertal im Gremium Regionalverband sind:

  • Theo Benz, CDU, war anwesend, hat nichts gesagt
  • Wolfgang G. Müller, SPD, abwesend
  • Eberhard Roth, FWV, beim Tagesordnungspunkt abwesend
  • Carsten Gabbert, GRÜNE, anwesend, hat auch nichts gesagt
  • Lukas Oßwald, LINKE, abwesend

Immerhin hat der Seelbacher Gemeinderat das Thema Radschnellweg im Zusammenhang mit der neuerlichen Priorisierung einer zweiten Schuttertalstraße diskutiert und in seiner Stellungnahme zum BVWP 2030 eingefordert: Badische Zeitung


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