Internationaler Park(ing) Day 2020

Verkehrspolitik

Der ADFC zeigt mit bunten Aktionen beim Internatonalen Park(ing)Day Alternativen zu stehendem Blech auf.

Park(ing) Day in Baden-Baden

Anlässlich des weltweiten Aktionstages am dritten Freitag im September beteiligte sich auch der ADFC in Baden-Baden mit einer Parklandschaft in der Lange Straße. Dabei werden Parkplätze für Autos umgewandelt in Parks und in Plätze für die Bevölkerung. Die Grünflächen sind einfach attraktiver als Abstellflächen für Fahrzeuge.


Was ist einer Kurstadt angemessen?

Dem initiierenden Ralph Neininger geht es nicht nur um diese speziellen Parkplätze. Vielmehr möchte er bei Bevölkerung und Politikern den Blick fürs große Ganze schärfen: Mit der knappen Ressource Platz in Innenstädten soll bewusst umgegangen werden. Weniger Nutzung für totes Blech, mehr Aufenthaltsfläche für Menschen. Dabei könnten gerade auch bei Neubauten Autos in Garagen elegant versteckt werden. Denn oberirdische Parkplätze einschließlich der Zufahrten sind für attraktive Gestaltungen verloren.

Es war schon überraschend, dass sich mehrere Passanten beschwerten, weil die Aktion von kurzer Dauer war, mit der die Veranstalter nur ein Zeichen setzen wollten. Der ADFC dankt der Baumschule Lorberg für die die kostenlose Unterstützung der Aktion.

Park(ing) Day in Rastatt

In der Oberen Kaiserstraße „besetzten“ Mitglieder des ADFC am Freitag von 14 bis 19 Uhr Parkplätze entlang der Straße und auf dem inneren Parkbereich.

Diesmal wurden - wie schon 2019 - auch in Rastatt Parkplätze kurzzeitig zum Begegnungs- und Fahrradparkplatz oder Pop-Up-Radweg. Selbstverständlich unter Einhaltung der geltenden Abstandregeln zeigten die Initiatoren, wie groß der Flächenverbrauch durch parkende Autos ist und wie dieser Raum sinnvoll anders genutzt werden kann. Vor dem Hintergrund, dass auf einem Autoparkplatz locker zehn Fahrräder geparkt werden können, wird schnell klar, welche Vorteile eine fahrradfreundliche Stadt bietet.

Diesmal bauten die ADFC-Aktiven zusätzlich einen Pop-Up Radweg in der oberen Kaiserstraße auf. Der Platz ist seit seiner Umgestaltung immer wieder in der öffentlichen Diskussion. Sei es weil die dort aufgestellten Sandsteinquader von Autofahrern immer wieder an- oder umgefahren und damit beschädigt werden, oder weil der Brunnen am Eingang insbesondere von Kindern trotz Autoverkehr so gut angenommen wurde, dass er inzwischen fürs Plantschen wieder gesperrt wurde.

Trotz vieler Parkangebote in Rastatts Zentrum wie in den Parkhäusern der Badener Halle, der Sparkasse, der Schlossgalerie, beim Röther Park und des großen Parkplatzes am Festplatz, verbringen Autofahrer viel Zeit mit der Parkplatzsuche rund um die obere Kaiserstraße. Der Grund häufig: Selbst kurze Wege zu Fuß vom Parkhaus in die Einkaufszone werden gemieden. Allein die Parkplatzsuche verursacht fast ein Drittel des Verkehrs in Innenstädten und verbraucht pro Fahrzeug jährlich Kraftstoff im Wert von 330 Euro.

Mit der Aktion wurde für ein paar Stunden statt zugeparkter Fläche lebenswerter und von Radfahrern und Fußgängern gerne genutzter Raum geschaffen.

Mehr zum Thema


© ADFC BW 2020

Lokal-Nachrichten:

Wir laden herzlich zur ADFC-Mitgliederversammlung 2020 ein.
Wann: Montag, 2. November 2020 um 19:00 Uhr
Wo: Friedrichshafen, Olgastraße 20,…

[mehr]

Bei dieser Wahl geht es auch um die zukünftige Radverkehrspolitik. Kandidaten kommen hier zu Wort.

[mehr]

Zwischenstand zur Umfrage: Fahrradklima-Test knackt alle Rekorde.
Der aktuelle Fahrradboom zeigt sich auch beim ADFC-Fahrradklima-Test 2020. Die…

[mehr]

Zum Teil kann man ihn schon erkennen: Den neuen Geh-/Radweg entlang der K1834 zwischen der Schweißbrücke und dem Abzweig Schotterwerk.

[mehr]

Mehrheitliche Zustimmung für die Radschnellverbindung von Mannheim nach Heidelberg gab es am 15. Oktober im Mannheimer Gemeinderatsausschuss für…

[mehr]