Zur Ehmetsklinge am 31.7.2018

Keine Abkühlung bei den Hundstagen:
Dienstagsradler lassen Stausee Ehmetsklinge rechts liegen.


Viel Lob gibt es nicht nur bei den Google-Bewertungen für die Ehmetsklinge bei Zaberfeld. "Naturparadies aus dem Bilderbuch, schön ruhig und sehr schön, nahezu perfektes Freizeitangebot" und einiges mehr ist über den 1968 - 1970 zum Hochwasserschutz für das Zabergäu gebauten See zu lesen.
Die Anfahrt unter der wie immer souveränen Tourenleitung von Dieter Haag gestaltet sich für die fünf E-Biker und zwei "motorlosem" Radler am noch angenehmen Sommermorgen über das Neckar- und Baumbachtal in Walheim und den Zabertalradweg über Güglingen, Pfaffenhofen und Zaberfeld angenehm. Die stärkende Vesperpause am Mannwaldweg hinter dem Parkplatz am See war für die sieben Radler sehr willkommen. Denn ein paar Körner braucht es bei stetig steigenden Temperaturen schon, um über die Häfnerhaslacher Straße in Zaberfeld hinauf auf den Rennweg zu kommen, zumal wir auf eine erfrischende Abkühlung im See verzichtet hatten.
Die Bezeichnung Rennweg beziehungsweise Rennsteig ist mit dem Siedlungsgebiet der Kelten identisch. Auch die Römer diente der Renn- oder Rainweg (Rain = Grenze) als Handels- und Transportroute. In Wikipedia ist zu lesen, daß der der Rennweg auch allem militärischen Zwecken diente. Der Begriff Rennweg wurde in  der Ritterzeit von Rennen im Sinne von schnellem Reiten abgeleitet. Im Mittelalter wurden Rennwege im Gegensatz zur offenen Straße meist abseits von Siedlungen, gerne auf Höhenzügen und durch Wälder als Direktverbindungen für kleinere Reitertruppen und Boten angelegt. Rund 220 dieser Wege blieben in Deutschland vor allem in Mittelgebirgsregionen erhalten. Zum Glück für uns Radler!
Sehr schattig, durch das kupierte Gelände kamen wir nach einigen sehr schönen Kilometern oberhalb von Trippstrill aus dem Wald; zu einer rasanten Abfahrt durch die Weinberge hinab nach Bönnigheim. Dorthin hatte unser Geburtstagskind Wolfgang zur Eispause eingeladen. Doch stoppte uns kurz vorher ein formidabler Nagel (siehe Foto) in Dieters eigentlich als unplattbar geltendem Hinterradreifen. Doch mit Werners Schlauch und vereinter Hilfe ging es schnell weiter die restlichen immer heißer werdenden Kilometer gen Marbach zurück.
Dort hatten sich gut 90 Kilometer mit über 700 Höhenmeter aufsummiert.
Wer die schöne Tour nachfahren möchte: GPX-Datei zum Download.
Uwe Rith

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