Zum Breitenauer See am 28. Juni

Radtour von Marbach zum Breitenauer See und über Neckarsulm zurück.

Um 9 Uhr trafen wir uns am Rathaus in Marbach. Es standen mehrere Tourvorschläge zur Diskussion. Wir entschieden uns mehrheitlich für eine Fahrt zum Breitenauer See. Wolfram Kess übernahm für den heutigen Tag die Tourleitung. Er sagte uns, dass er nicht den direkten Weg zum Breitenauer See wählen würde, da sonst die Wegstrecke zu kurz und zu wenig Berganstiege zu bewältigen seien. Alle waren gespannt was uns heute noch erwarten würde.
Wir radelten über Steinheim, die Rielingshäuser Straße entlang und bogen links ab  ins Otterbachtal, fuhren vorbei am Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft, entlang des Rohrbaches und hinauf zum Forsthof. Weiter ging die Fahrt durch den Hardtwald nach Kleinaspach. Hier fuhren wir am Hotel Sonnenhof und dem Feriendorf von Andrea Berg, genannt  „sDörfle“, vorbei.  Zu sehen ist eine rustikale Landhaussiedlung mit Kapelle.
Von Kleinaspach (ca. 300 m über NN) über Altersberg radelten wir vorwiegend auf Waldstrecken über Prevorst, es ging ständig bergauf. Zwischen Prevorst und Löwenstein führte uns Wolfram über einen kurzen steilen Anstieg (bis zu 18%), der von Radlern ohne Motorunterstützung alles abverlangte. Beim Keuchen der Radler war die Anstrengung zu spüren – es hörte sich an wie „Pfeifen aus dem letzten Loch“. Kurz danach hatten wir die größte geographische Höhe erreicht (ca. 530 m ü. NN).
Auf der Löwensteiner Platte, dem bekannten Biker Parkplatz machten wir Pause. Wir erlebten hier die Atmosphäre zahlreicher Motorradfans mit ihren PS – starken Maschinen.
Wir fuhren steil bergab weiter nach Löwenstein, von da auf einer abfallenden engen Straße direkt zum Breitenauer See. Ein von der Natur verwöhnter Landstrich. Der See malerisch eingebettet in die Landschaft. Für Badegäste ein Paradies. Wegen der kühlen Tagestemperatur heute lagen nur wenige abgehärtete Gäste in Badekleidung am Strand.
Auf dem weiteren Weg Richtung Neckarsulm kamen wir durch Sülzbach. Gegenüber dem Schöntaler Klosterhof in der Eberstädter Straße in Sülzbach befindet sich ein schöner Rastplatz mit Bänken und Schatten spendenden Bäumen (Hercegkut Platz). Hier machten wir unsere  Mittagspause.
Wir radelten weiter - vorbei an Weinsberg mit Blick auf die Burgruine Weibertreu nach Neckarsulm, Heilbronn – Sontheim – Talheim - zur Oettinger Mühle im Schozachtal. Bei Kaffee und Kuchen genossen wir die Entspannung und sammelten Kräfte für die letzte Etappe. Am Himmel machten sich dunkle Wolken breit. Zeit zum Aufbruch.
Nach Ilsfeld – Auenstein - Beilstein erreichten wir Oberstenfeld. Es begann zu regnen, erst ganz leicht dann zunehmend stärker. In Steinheim begann es zu Schütten. In der Bushaltestelle beim Kreisel warteten Gerda, Hannes, Friedrich und ich bis der Regen nachließ. Die anderen  verabschiedeten sich und fuhren Heim. Bis Marbach war der Weg nicht mehr weit. Wir waren nass bis auf die Haut.
Zuhause angekommen kam Freude bei mir auf – ich habe wieder eine anspruchsvolle Tour geschafft. Von einem Regenschauer lassen wir uns das Radeln nicht verdrießen.
Gefahrene Radstrecke ca. 104 km,  Anstiege ca. 810 m
Tourleiter:  Wolfram Kess
Bericht: Helmut Püschel

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