Reparaturstation soll 2019 eingerichtet werden

Der ADFC stellt Jahr für Jahr verschiedene Veranstaltungen und Aktionen auf die Beine.

Nicht nur Maurer können sprichwörtlich pünktlich sein, auch Waltraud Häfner, 1. Vorsitzende des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) Marbach, eröffnete die Jahreshauptversammlung um Punkt 20 Uhr. Mit 38 Teilnehmern war volles Haus in der FC-Klause bei Wirt Stanko Gnjatic angesagt. 15 Tagesordnungspunkte galt es abzuarbeiten.
Nach einer herzlichen Begrüßung blickte die 1. Vorsitzende zunächst auf ein erfreuliches 2018 zurück. Zahlreiche Radtouren waren wie in den Jahren zuvor stets gut besucht. Ob es sich dabei um die flotten Dienstagsradler, die gemütlichen Cappuccino-Touren oder die sehr beliebten Freitags-Feierabendtouren handelte war einerlei, alle Touren waren gut besucht. Nicht unerwähnt darf die Forellentour Anfang April bleiben, die wiederum sehr begehrt war. Ein Klassiker schlechthin der dieses Jahr am 7. April stattfindet.
Das neue Sportangebot im Herbst, welches 14-tägig in der Haffnerhalle stattfand, fand regen Zuspruch. Somit bietet Waltraud Häfner nicht nur eine 10malige Radlergymnastik zum Jahresanfang an, sondern lädt auch nach der Radsaison zu Sport und Spiele ein.
Verschiedene Veranstaltungen und Aktionen prägten das vergangene Jahr: Der Erste-Hilfe-Kurs für Tourenleiter, die Apfelsaftaktion an der Marbacher Schleuse sowie die Radbörse mit dem ADFC-Infostand. 2019 wird der ADFC Marbach aber leider nicht mehr dabei sein, da Informationen heutzutage größtenteils über das Internet abgerufen werden. Wer eine Codierung für sein Fahrrad anbringen lassen will kann dies in Zukunft in Ludwigsburg per Wunschtermin machen lassen.
Ein schöner Abschluss bildete die Jahresfeier im November mit 50 Teilnehmern.
Waltraud Häfner bedankte sich bei allen Mitradlern sowie Ehrenamtlichen, die sich im ADFC Marbach engagieren.
Bei den anschließenden Vorstandswahlen wurde zunächst beschlossen, den Vorstand um 3 Ehrenamtliche zu erweitern, so dass sich die Vereinsarbeit auf mehreren Schultern verteilt. Waltraud Häfner hat nun ein halbes Dutzend von Aktiven im Vorstand unter sich. Zur Entlastung des seitherigen Pressewarts Markus Mattheis wurde seine Tätigkeit aufgesplittet. So übernimmt nun Cilli Ißler die Sparte der Medien sowie Zeitungsberichte. Walter Trefz ist rund um die Mitgliederbetreuung zuständig sowie den Newsletter-Versand. Das neu gegründete, bundesweite Tourenportal des ADFC betreut und aktualisiert zukünftig Reinhold Häfner. Markus Mattheis bleibt weiterhin zuständig für den Internetauftritt der OG Marbach sowie deren Schriftführer. Martin Eißler als Vize sowie Thomas Sartison als Kassier wurden ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt. Das der ADFC Marbach ein in sich harmonischer Verein ist bestätigen immer wieder die zahlreichen Abstimmungen während der Hauptversammlung, die allesamt ohne Enthaltungen und Gegenstimmen ablaufen.
Seit 2017 möchte die Ortsgruppe eine Fahrradreparaturstation auf Marbacher Gemarkung errichten. Nun ist man frohen Mutes, dass dies 2019 gelingen wird. Denn sowohl der Aufstellungsort als auch das entsprechende Modell sind ausgesucht. Nachdem die Mitglieder dem Kauf zugestimmt haben, kann die Anlage bestellt werden. Aufgestellt auf einem Betonsockel soll sie am Neckarsteg bei der Oehlerkreuzung die Radfahrer bei Pannen und Reparaturen nützlich sein. Kontrovers diskutiert wurde in vorangegangenen Stammtischabenden der Aufstellungsort sowie das immerwährende Thema Vandalismus. Letztendlich wurde das Bahnhofsgelände als ungeeignet empfunden, da die Zukunftspläne der Bahn hier ungewiss sind. Als späteren zweiten Standort aber durchaus denkbar. Blindwütige Zerstörung ist laut dem ADFC Göppingen kein Thema, der schon zahlreiche Reparaturstationen aufgestellt hat und betreut. Diese Erfahrungswerte flossen in Marbach mit ein. Unterstützt wird das Projekt durch die Stadt Marbach, die das Grundstück zur Verfügung stellt sowie die Bodenarbeiten ausführt.
Im Anschluss dankte Vize Martin Eißler im Namen des Vorstandes sowie allen Mitgliedern der 1. Vorsitzenden für ihr großes ehrenamtliches Engagement im ADFC Marbach. Unter Applaus nahm Waltraud Häfner den Blumengruß nebst Präsenten in Empfang.
Beim letzten Tagesordnungspunkt warben Marlis Bohnenkamp und Andreas Sieber um Unterstützer und Nutzer für ein freies Lastenrad in Marbach. Hierbei stellt sich Herr Sieber aber nicht ein dreirädriges Lastenrad wie sein eigenes vor, sondern ein zweirädriges wie beispielsweise ein „Long John“-Lastenrad. Hier ist die Kippgefahr eher gering. Bei dreirädrigen Lastenrädern wird diese oftmals unterschätzt. Die Zuladung bei Lastenrädern variiert zwischen 40 und 100 kg, zum Teil noch höher.
Beide Referenten mussten zahlreiche Fragen seitens der Anwesenden beantworten. Darunter auch diese, wie sich die Durchfahrt bei einer Umlaufsperre, umgangssprachlich Drängelgitter, verhält. Das es hier durchaus knapp zugehen kann daraus machte Herr Sieber kein Geheimnis. Das nur ein motorunterstütztes Lastenrad für Marbach in Frage kommt ist schon allein der Topografie Marbachs geschuldet. Herr Sieber hofft, dass es noch im Jahr 2019 mit dem kostenlosen Lastenrad für alle Marbacher klappt.
Markus Mattheis/Schriftführer ADFC OG Marbach

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