11.11.23: Sei helle!

Presseinfo

Am frühen Freitagabend war der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Mannheim wieder an der Mannheimer Zufahrt der Konrad-Adenauer-Brücke präsent, um zum Ende der Mannheimer Beleuchtungswochen noch einmal für mehr Sorgfalt im Umgang mit der Fahrradbeleuchtung zu werben.

Eine erfreuliche Feststellung: 222 von 259 Radfahrenden (= 86 %) waren an der Konrad-Adenauer-Brücke innerhalb von 90 min. komplett beleuchtet unterwegs. Viele Radfahrende nutzten das seit 2013 für alle Räder erlaubte Batterielicht. Als Anerkennung erhielten sie vom ADFC wahlweise Äpfel oder Kekse.

Die amtliche Bauartgenehmigung ist für jede Art von Fahrradbeleuchtung Pflicht – auch für Ansteckleuchten mit Batterien oder Akkus. Zugelassene Scheinwerfer und Rückleuchten erkennen Radfahrende an einem Prüfzeichen. Das besteht aus einer Wellenlinie, dem Großbuchstaben K und einer Zahl. „Die Scheinwerfer müssen mindestens eine Beleuchtungsstärke von 10 Lux und eine bestimmte Lichtverteilung aufweisen", erläutert ADFC-Jurist Roland Huhn. „Das Licht ist im Zentrum besonders hell und nimmt nach außen hin ab. Nach oben ist der Lichtstrahl abgeschnitten, damit Entgegenkommende nicht geblendet werden." Dies ist allerdings nur gewährleistet, wenn der Scheinwerfer richtig eingestellt ist – auch darauf wurden Radfahrende bei der Aktion aufmerksam gemacht. Auf keinen Fall darf die Beleuchtung am Rad blinken. Scheinwerfer und Rückleuchten müssen außerdem gegen Staub und Nässe abgedichtet sein und auch auf Holperstrecken in Position bleiben. Eine Kontrollleuchte für den Batteriezustand ist ebenfalls Pflicht.

Der hohe Anteil an Berufspendlern ist ein Grund für die erfreuliche hohe Zahl an beleuchtet Radfahrenden an diesem Abend. Im Gegensatz dazu dürfte in den kommenden Wochen auf dem Schulweg leider die Mehrzahl der Räder wohl wieder unbeleuchtet gefahren werden – mit eingeschalteter Beleuchtung in der Schule anzukommen scheint „uncool“ zu sein.

Nicht zuletzt deshalb war der ADFC Rhein-Neckar in den letzten Wochen u.a. in 9 Mannheimer Schulen unterwegs, um dort mit dem Dunkeltunnel den Kindern am praktischen Beispiel den Unterschied zwischen guter und mangelhafter Beleuchtung vorzuführen.

„Mit moderner, zuverlässiger Fahrradlichtanlage ist die Beleuchtung auch bei Fahrten bei Nässe gesichert" wirbt der ADFC vor allem für witterungsunabhängige Nabendynamos, die selbst bei starkem Regen die volle Energie liefern. Außerdem ist Halogen- oder LED-Beleuchtung deutlich heller und verfügt zumeist über Standlicht, so ist man beim Anhalten viel besser zu erkennen. Genauso wichtig ist allerdings eine solide, möglichst geschützt verlegte Verkabelung, vor allem, wenn die Räder häufig in beengten Massenparkständen abgestellt werden müssen.

Ein technisch einwandfreies Fahrrad ist schließlich wichtig für eine sichere Fahrt durch die Nacht, sei es regelmäßig auf dem Weg zur Arbeit und in die Schule oder eher spontan zum Einkauf oder in der Freizeit.

Mehr Infos zur Fahrradbeleuchtung:
https://www.adfc.de/artikel/fahrradbeleuchtung

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