Umsetzung RadNETZ BW im Landkreis Göppingen

Verkehrspolitik

Das Landeskabinett hat im Januar 2016 die RadSTRATEGIE Baden-Württemberg beschlossen. Teil dieser Strategie zur Förderung des Radverkehrs ist das RadNETZ Baden-Württemberg. Das RadNETZ verbindet auf definierten Achsen die wichtigsten Zentren im Land durch alltagstaugliche Radverbindungen.

Der optimale Ausbau dieser Verbindungen soll bis zum Jahr 2025 auf 75 % des Netzes auf "Zielnetz-Niveau" erreicht werden. Bis dahin soll das RadNETZ auf mindestens "Startnetz-Standard" verbessert und durchgängig beschildert werden. Diese Strecken erreichen die Mindestanforderungen, erreichen aber noch nicht alle Anforderungen an komfortable Radverkehrsanlagen, sind aber bereits sicher befahrbar. Der Land Baden-Württemberg übernimmt dabei übrigens die Kosten für die Erstausschilderung und auch für die dauerhafte Wartung der Beschilderung. Voraussetzung dafür ist aber, dass die einzelnen Baulastträger (Gemeinden, Landkreise, Land und Bund) bauliche Missstände bei den Radverkehrsanlagen beseitigen.

Das RadNETZ Baden-Württemberg ist im Landkreis Göppingen vor allem im Filstal auf der Achse Stuttgart – Ulm von Bedeutung. Im Landkreis werden deshalb in den kommenden Monaten in verschiedenen Verkehrsschauen die bekannten Mängel gesichtet und Lösungen erarbeitet. Begonnen wird dabei mit einer Verkehrsschau des Landkreises am 22. Mai im Unteren Filstal - in Ebersbach und Uhingen und im Herbst im Mittleren Filstal zwischen Kuchen und Salach. Eislingen, Göppingen und Geislingen wiederum werden in eigenen Verkehrsschauen behandelt.

Das RadNETZ hat übrigens keinen direkten Zusammenhang mit der geplanten Radschnellverbindung zwischen Reichenbach und Geislingen. Die Arbeiten zur Findung der optimalen Trassenführung und damit die Basis für die in Arbeit befindliche Machbarkeitsstudie sind zurzeit ebenfalls im Gange. Sollte diese wichtige schnelle Radverbindung im Filstal realisiert werden, dann wird diese natürlich weitestgehend deckungsgleich mit dem künftigen Zielnetz des RadNETZ Baden-Württemberg sein, denn eine parallele überregionale Unterhaltung zweier Radverbindungen ist weder gewünscht noch sinnvoll.

Dirk Messer (ADFC Göppingen)

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