Grenzüberschreitende Forderung: Mehr Platz fürs Rad

Verkehrspolitik

Über den Rhein nach Frankreich besteht auf der Staustufe Iffezheim ein Verbot für Radfahrer und Fußgänger. Deshalb fordert der ADFC Baden-Baden Bühl Rastatt auch grenzüberschreitend „Mehr Platz fürs Rad“.

Bei der Ansprache kam ein kräftiger Schauer und der Kreisvorsitzende Ralph Neininger meinte: „Sogar dem Himmel ist zum Heulen zu Mute“. Im Jahr 2019 demonstrieren die Radfahrer zum 7. Mal für bessere Bedingungen. Aber internationale Gremien arbeiten noch langsamer als nationale, weil verschiedenste Instanzen eingebunden werden. Auf deutscher Seite sind Kommune, Landkreis, Regierungspräsidium, Land und Bund zu koordinieren, auf französischer Seite kommen ähnliche Pendants dazu.

„Wenn man bedenkt, dass 40 Jahre lang hinter dem Kiosk ein kleiner Trampelpfad bestand, aber schon 3 ½ Jahre nach unserer ersten Demo 2014 der Weg ausgebaut wurde, ist das ein toller Erfolg. Wenn man weiter bedenkt, dass für diese einfache Asphaltierung eines bestehenden Weges innerhalb von Deutschland über 3 Jahre vergehen, erstaunt es nicht, dass internationale Verfahren so lange dauern, mit Berührung der Eisenbahnbrücke Wintersdorf und über einen Fluss und mit höheren naturschutzrechtlichen Ansprüchen. Denn hier muss ein neuer Weg geplant, an die bestehende Infrastruktur sinnvoll angebunden und das alles finanziert werden.

Der ADFC wird und muss also dran bleiben, damit die Verbesserungen weiter verfolgt werden und schließlich Rad- und Fußverkehr über den Rhein sicher und komfortabel möglich wird.

 

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