Fahrradfreundlicher Arbeitgeber: ADFC vergibt Siegel an die Universität Hohenheim

Mit dem Rad zur Arbeit Presseinfo

Neue Abstellanlagen, Duschen, Leihfahrräder, ein ehrenamtlicher Fahrradbeauftragter, Selbsthilfe-Werkstatt, Aktion für Beschäftigte: Fahrradkultur wird an der Universität Hohenheim in Stuttgart groß geschrieben. Als erste Hochschule in Baden-Württemberg erhält sie für dieses Engagement das Silber-Zertifikat „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ – eine Initiative des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und der EU.
 
Wer mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, tut etwas für die Gesundheit, für das Klima und erspart sich Staus und eine nervenaufreibende Parkplatzsuche. Allerdings gibt es für Beschäftigte auch Hürden, die den Umstieg aufs Rad erschweren. Im Zuge ihres Mobilitätsplans hat sich die Universität Hohenheim auf die Fahne geschrieben, Schritt für Schritt Verbesserungen zu erzielen, um das Fahrrad für Beschäftigte und Studierende attraktiv zu machen.

Ansporn für weiteres Engagement

„Bei unserer To-do-Liste orientieren wir uns insbesondere an den Kriterien des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs für das Audit ‚Fahrradfreundlicher Arbeitgeber‘. Diese umfassen sowohl Infrastruktur-Maßnahmen und Service-Angebote als auch organisatorische und kommunikative Aspekte. Noch immer gibt es einiges zu tun. Das Siegel des ADFC ist für uns deshalb ein toller Ansporn, weiterzumachen“, freut sich Kanzlerin Dr. Katrin Scheffer, die das Zertifikat am Montag gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Fahrradbeauftragten und dem Mobilitätsmanager der Universität entgegennahm.

Dr. Gudrun Zühlke, Landesvorsitzende des ADFC Baden-Württemberg, lobte bei der Urkundenübergabe die Vorbildfunktion der Universität: „Immer mehr Unternehmen nutzen die Chancen, sich durch eine Förderung der betrieblichen Radkultur und die Teilnahme am ADFC-Audit als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Damit zeigen sie, dass ihnen Mitarbeitergesundheit und Umwelt am Herzen liegen. Im Bereich der Hochschulen ist die Universität Hohenheim in Baden-Württemberg eine Vorreiterin. Hierzu gratulieren wir sehr herzlich!“

400 neue Stellplätze, Duschmöglichkeiten und Pedelec-Testflotte

Ein erster Schritt in Richtung fahrradfreundlicher Campus war die Installation von neuen Abstellanlagen mit rund 400 Stellplätzen verteilt über den Campus. Weitere Abstellanlagen sind in der Planung. „Eine andere Hürde für viele Beschäftigte, die gerne mit dem Rad kommen möchten, waren fehlende Duschmöglichkeiten. Inzwischen ist es gelungen, 47 Duschen an fünf verschiedenen Standorten für Beschäftigte bereitzustellen“, berichtet der ehrenamtliche Fahrradbeauftragte Dr. Volker Schmid, der in einem Arbeitskreis regelmäßig den Austausch mit Beschäftigten und Studierenden sucht.

Leihfahrräder, Selbsthilfe-Werkstatt und Aktionen

Bereits Anfang 2019 haben Stationen mit Leihfahrrädern von RegioRadStuttgart auf dem Universitätsgelände und in der unmittelbaren Nähe ihren Betrieb aufgenommen. Hilfe zur Selbsthilfe, kostenlose Winter-Checks, Montage von Spikes, günstige Leihräder und mehr bietet die ehrenamtliche Fahrradwerkstatt „Hohenheimer Radskeller“. Und zur Vernetzung der Fahrrad-Community tragen Aktionen wie die Teilnahme am Stadtradeln bei. Mit ihren gemeinsam erradelten Kilometern belegten Beschäftigte und Studierende der Universität Hohenheim dabei unter 178 Stuttgarter Teams im vergangenen Jahr Platz 8.
Konkret in Vorbereitung befindet sich aktuell unter anderem eine zentrale Mobilitätsstation auf dem Campus mit Fahrradabstellboxen, Schließfächern, einer Reparatur-Station, Stellplätzen für Carsharing und einer weiteren Station für Leihfahrräder. Darüber hinaus setzt sich die Universität für die zügige Realisierung einer campusweiten Tempo-30-Zone ein.

www.fahrradfreundlicher-arbeitgeber.de/zertifizierung

Foto: Universität Hohenheim

 

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