ADFC Jugend-Fahrrad-Festival 2017

Rekordteilnahme und High-Speed-Erlebnisse

Zum Abschluss des vierten adfc-jugend-fahrrad-festivals forderten radbegeisterte Jugendliche Politik und Verwaltung auf, sich stärker für den Radverkehr zu engagieren. Vom 28. bis 30. Juli trafen sich die 120 jungen Menschen in der Jugendherberge Mannheim. Sie waren zuvor aus Heidelberg, Bremen, Hamburg, Rodgau, dem Main-Taunus-Kreis, Jena und Dortmund zu mehrtägigen Radreisen aufgebrochen. Kirsten Meier vom ADFC Bremen hatte als Tourenleiterin 16 Teilnehmer sicher an den Rhein geführt. „In Mannheim sind wir dann ‚Kolonne gefahren‘ und haben die Fahrbahn benutzt. Das war, was den Eindruck von den Radwegen angeht, auch ganz gut so.“ Zumal Radwegweiser in der Stadt aus sie eher mangelhaft wirkten. „Da haben wir uns auf unseren GPS-Track verlassen.“ Solche Praxiseindrücke flossen auch in die Diskussionen ein: „Im Workshop Radverkehr war unser Hauptthema die fehlende Rücksichtnahme und das enge Überholen gerade von Autofahrern“, sagte Kirsten Meier.

In 19 Workshops untersuchte der ADFC-Nachwuchs unter anderem das Mountainbike- und Wegerecht im Wald, fotografierte Kampagnenfotos zur Aktion „Fahrradland Deutschland jetzt“, drehte Kurzfilme, navigierte per GPS durch die Stadt und überlegte, wie er selbst eine Radtour mit Freunden organisieren könnte. Highlights waren auch eine Trainingseinheit auf der Rudi-Altig-Radrennbahn, Kunstradfahren und ein Mountainbike-Fahrtraining. Eva Wettach vom ADFC Heidelberg hatte für das Festival zahlreiche Referenten und Unterstützer gefunden, so wurde das JuFaFe von der Stadt Mannheim und dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg finanziell gefördert sowie von der Klaus-Tschira-Stiftung und der SparkassenVersicherung gesponsert.

„Unser gemeinsamer Nenner ist das Fahrradfahren und das wir uns nicht damit abfinden, wenn das in unserem Land nicht so gut funktioniert“, sagt Fabian Grawer vom ADFC Dortmund. Ein Ansatzpunkt sind für ihn die Radfahrkurse in den Schulen. „Da haben wir die verschiedenen Modelle diskutiert, wie in der vierten Klasse das Thema Fahrrad behandelt wird. Wir haben in Dortmund gute Erfahrungen mit einem Blockmodell gemacht, bei dem konzentriert an fünf Tagen am Stück unterrichtet wird.“ In Mannheim verteilt sich der Unterricht auf eine Periode von 90 Tagen. Da bleibe zu viel Zeit zum Vergessen.

Organisator Michael Fröhlich vom ADFC-Heidelberg hatte das Festival erstmals auch für Einzelreisende geöffnet. „Wir konnten so auch Teilnehmer gewinnen, die bisher keine ADFC-Jugendgruppe vor Ort haben. Von Mannheim geht sicher das Signal aus, dass wir mit den bundesweit rund 11.000 jugendlichen ADFC-Mitglieder durchaus rechnen können. Vorausgesetzt wir machen da ein passendes Angebot.“ Auf dem Festival bildeten sich schnell neue Freundschaften und Ideen für zukünftige gemeinsame Events. Wie gut die Zusammenarbeit funktioniert, zeigte auch das Team, das am zentralen Wasserturm Fahrräder gegen eine Spende putzte. Die Einnahmen von mehr als 250 Euro spendet der ADFC dem Fahrradprojekt „World Bicycle Relief“ das Jugendliche in Afrika mit Fahrrädern unterstützt.

Pressekontakt:

ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg
Ansprechpartner: Michael Fröhlich
Kurfürsten-Anlage 62
69115 Heidelberg
Tel.: 06221/6554104
E-Mail: jufafe2017@adfc.de
Blog: www.adfc-jugend.blogspot.de
Homepage: www.adfc-bw.de/heidelberg
 


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