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Umsetzung von Radverkehrsmaßnahmen 2019: Fehlanzeige

Presseinfo Verkehrspolitik

ADFC fordert Radverkehrsbeauftragten

Mit dem Beschluss zum integrierten Mobilitätsentwicklungsplan IMEP hat Herrenberg im Frühjahr letzten Jahres auch den neuen Radverkehrsplan auf den Weg gebracht. Zur sofortigen Umsetzung wurden dabei die vom Planungsbüro brenner BERNARD festgelegten 57 Sofortmaßnahmen beschlossen. Diese zielen auf Grundvoraussetzungen für eine gesetzes-konforme Fahrradinfrastruktur ab, die Gefahren von Radfahrern fernhält. Daher wurden diese Maßnahmen mit höchster Priorität belegt. Leider wurde in 2019 keine einzige Maßnahme umgesetzt.

Ein weiteres Beispiel ist die Verbesserung des Fahrradparkens in der Altstadt. Dies hatte sich die Verwaltung für 2019 selbst auf die Fahnen geschrieben. Zusätzliche Parkplätze sind bisher leider nicht entstanden.

Auch die Verwaltung bedauert dieses Ergebnis. Der gute Wille zur Verbesserung des Radverkehrs ist allen Beteiligten gewiss nicht abzusprechen. Aber wenn es zum Schwur kommt, werden die Prioritäten jeweils anders gesetzt.  So hat im letzten Herbst die Verkehrsführung im Alzental das vorrangige Problem dargestellt, wie jeder in der Presse nachvollziehen konnte. Dass beim derzeitigen Aufgabenspektrum im Bereich Mobilität der Radverkehr zu kurz kommt, ist nachvollziehbar. Im Radverkehrsplan wurde daher bereits die Problemlösung erkannt und beschrieben: Die Stadt Herrenberg besetzt die Position eines Radverkehrsbeauftragten. Nur so ist es möglich, dass der Radverkehr den gewünschten Stellenwert erhält. Der ADFC fordert daher umgehend, diesen Teil des Radverkehrsplans im nächsten Haushalt umzusetzen. Nur so wird aus den Planungen in absehbarer Zeit auch Realität.

Der GÄUBOTE berichtete dazu in seiner Ausgabe vom 9. Januar 2020

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