Mehr Radverkehr statt Fahrverbote!

ADFC-Arbeitshilfe an die Heidelberger Verwaltung übergeben

Der ADFC hält Fahrverbote und staatlich unterstützte Neukäufe von so genannten sauberen Dieseln oder Elektrofahrzeugen nicht für das effektivste Mittel um eine bessere Luft in den Städten und weniger Verkehrschaos zu erreichen.

Um die Sofortmaßnahmen zur Steigerung des Radverkehrs auch in Heidelberg vorzustellen, wurde die Broschüre des ADFC an den Ersten Bürgermeister übergeben und über lokale Umsetzungsmöglichkeiten geredet.

Ein Viertel der Kfz-Fahrten sind kürzer als 2 km, ein weiteres Viertel zwischen 2 und 5 km. Dies sind alles Entfernungen, die die Meisten mit dem Fahrrad zurücklegen könnten.

Um dies zu unterstützen und die Entscheidung zu erleichtern, sollen die Bedingungen für Fuß- und Radverkehr für jeden akzeptabel gemacht werden.

Ohne die Autoindustrie aus ihrer Verantwortung für die legalen und illegalen Tricks nehmen zu wollen wäre eine Entscheidung für Fahrverbote damit überflüssig!

Besser und ausführlicher wird dies alles in der Arbeitshilfe des ADFC erklärt - herunterzuladen unter:

www.adfc.de/17004

Zur aktuellen Diskussion zur Verkehrsberuhigung in der Altstadt wünscht sich der ADFC, dass etwas mehr Gewicht auf die City-Logistic-Variante mit Lastenfahrrädern gesetzt wird. Dabei würden alle Paketdienste etc. ihre Päckchen und Warensendungen zentral an einem Sammelpunkt am Altstadtrand abliefern und ein Lastenrad-Dienstleister würde die angesammelten Waren in die Altstadt fahren.

Als weiteren Punkt zur Verkehrsberuhigung schlagen wir vor, die Fahrradstraßenteile der Plöck bezüglich der Kfz-Zufahrten wie die Fußgängerzone zu behandeln und auch dafür Sonderberechtigungen auszustellen.

Diese und weitere Punkte wurden bei der Übergabe angesprochen.

Aktionsplan:
 

  • Lückenschlussprogramm von Radverkehrsanlagen, damit auch ängstliche potentielle Radfahrer sich trauen ihr Rad vermehrt zu nutzen.
  • -> bei Platzproblemen: Umwidmung von allgemeinen Fahrspuren in Radspuren (wie z.B. Ebert-Anlage)
  • City-Logistic-Variante mit Lastenfahrrädern
  • Plöck bezüglich der Kfz-Zufahrten wie die Fußgängerzone behandeln und auch dafür Sonderberechtigungen auszustellen.
  • Fahrradstraßen und Fahrradschnellwege
  • Benachteiligung von Radfahrern an Ampelkreuzungen beseitigen

Herr Raab und Herr Odszuck haben beim Duchlblättern der Broschüre festgestellt, dass Heidelberg schon auf einem guten Weg ist und einige Punkte schon in Angriff genommen wurden.
Es bleibt aber immer noch viel zu tun!

Weiter Informationen zu Heidelberger Mobilitätsverhältnisse zeigt die Sinus-Fahrradstudie 2015:

http://www.heidelberg.de/site/Heidelberg_ROOT/get/documents_E-1834606651/heidelberg/Objektdatenbank/81/PDF/81_pdf_fahrradstudie_heidelberg_2015.pdf

z.B.: geben als Hinderniss bei der Fahrrad-Nutzung als Verkehrsmittel für die Fahrt zur Arbeit/Schule
21 % an, dass es zu gefährlich sei!

 

siehe auch unsere  Pressemitteilung

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