Mehr Platz fürs Fahrrad

„Schwimmnudel-Radtour“ zeigt den notwendigen Sicherheitsabstand beim Überholen

Nach der Wahl geht es um „Mehr Platz fürs Fahrrad“, das haben fast alle Parteien versprochen. Mit einer plakativen Aktion zeigte der ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg am Montag, 27. Mai 2019, was das im fließenden Verkehr unter anderem konkret bedeutet: 1,5 Meter Seitenabstand für mehr Sicherheit. Mit bunten Schwimmnudeln auf dem Gepäckträger wurde der notwendige Mindestabstand demonstriert.

Radfahrende fühlen sich durch das Überholen von Kraftfahrzeugen mit zu geringem Seitenabstand häufig bedrängt und gefährdet. 1,5 Meter ist nach aktueller Rechtsprechung der notwendige Seitenabstand, wenn Autos Fahrräder überholen wollen. Der ADFC macht sich dafür stark, dass dies auch bei einer Aktualisierung der Straßenverkehrsordnung so festgeschrieben wird.

Der Vorschlag lautet: „Wer ein Kraftfahrzeug führt und vorhat, ein Fahrrad zu überholen, muss ganz oder teilweise den benachbarten Fahrstreifen benutzen, gegebenenfalls die Gegenfahrbahn, und einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern einhalten. Dabei dürfen Radfahrende, die in die entgegengesetzte Richtung fahren, nicht gefährdet oder behindert werden, auch wenn sie auf dem Seitenstreifen fahren.“

Befahren wurden unter anderem besonders unangenehme Engstellen, wie die Unterführung Kirchheimer Weg, die B 3 an der Haltestelle Kußmaulstraße und das nördliche Neckarufer, wo es keine Radwege gibt. Abschließend begab sich die Gruppe mit Rädern und Schwimmnudeln zum Heidelberger Rathaus, wo Ergebnis der Kommunalwahl verkündet wurde, um alte und neue Mitglieder des Gemeinderates auf das Anliegen aufmerksam zu machen und „mehr Platz fürs Rad“ einzufordern.

(siehe auch RNZ vom 12.6.2019)


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