Auf zur Radparade am Sonntag, 20. September!

Start um 14 Uhr am Uniplatz – Familienfreundliche Tour durch die Stadt

Am Sonntag, 20. September, findet unter dem Motto „Unsere Stadt radelt“ die fünfte Heidelberger Radparade statt. Ursprünglich für den Radkulturtag geplant, der coronabedingt ausfallen musste, wird sie nun nachgeholt. Los geht es um 14 Uhr am Uniplatz. Aktuelle Informationen und die genaue Streckenführung sind unter www.radparade-heidelberg.weebly.com zu finden.

In familiengerechtem Tempo bietet die Strecke Radlerinnen und Radlern die Möglichkeit, neuralgische Verkehrspunkte mit vielen Gleichgesinnten sicher im Pulk zu befahren. Musik, Fahrradklingeln und Tröten sorgen für gute Stimmung und sichern den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine gute Wahrnehmung.

„Verkehrswende ist eine zentrale Frage der Zukunft unserer Städte“

Karl Emer, SPD-Stadtrat: „Der Städtetag hat es vor wenigen Tagen auf den Punkt gebracht: Die Verkehrswende ist kein reines verkehrspolitisches Thema, sondern ist eine zentrale Frage der Zukunft unserer Städte. Das bedeutet vor allem, dass wir beim öffentlichen Raum schauen müssen, wie wir ihn nutzen. Nachdem wir uns − endlich! − vom Leitbild der autogerechten Stadt verabschiedet haben, müssen nun die vorhandenen oft knappen Flächen für die verschiedenen Nutzergruppen nach und nach neu verteilt werden. Ohne Zweifel bietet das Fahrrad eine riesengroße Chance für eine neue Verkehrsraum- und Stadtplanung mit hoher sozialer und ökologischer Qualität. Ich wünsche, dass das Stadtradeln diesem Bewusstsein mehr Raum in der Stadtgesellschaft bereitet.“

„Wir Studierenden radeln!“

Max Klamke vom Studierendenrat an der Universität Heidelberg: „Das Rad ist das bevorzugte Fortbewegungsmittel der Studierenden, wir könnten passend zum Motto auch sagen: Wir Studierenden radeln! Leider gibt es für das Fahren mit dem Rad immer noch Hürden in Heidelberg, sei es speziell auf Universitätsgelände oder im allgemeinen Straßenverkehr − wir brauchen bessere Bedingungen für Radfahrer:innen. Für eine klimagerechte Verkehrswende und die Einbindung der Studierenden in das Stadtleben ist dies unerlässlich.

Auf dem Universitätsgelände, sei es in der Altstadt, in Bergheim, oder im Neuenheimer Feld mangelt es an Radstellplätzen, stattdessen werden Parkflächen für Autos gebaut mit viel zu niedrigen Parkgebühren wie im Neuenheimer Feld, was den Umstieg auf den Umweltverbund (ÖPNV, Fuß- und Radverkehr) eher konterkariert.

Im Rahmen des Masterplans Im Neuenheimer Feld gibt es Planungen, den Radweg am Klausenpfad für ÖPNV bzw. MIV auszubauen. Wir sehen dadurch nicht nur den PH-Ökogarten, sondern auch unserer Universitäre Radreparaturwerkstatt mit Eigenleistungen (kurz: URRmEl) gefährdet. Das URRmEl stellt für viele Studierende eine wertvolle, kostenlose, selbstorganisierte, soziale und damit nachhaltige Infrastruktur dar, in der Suffizienz ganz praktisch wird. Ebenfalls sprechen wir uns gegen eine fünfte Neckarquerung durch das Natura2000-Naturschutzgebiet „Unterer Neckar“ aus. Sei es auch für den Umweltverbund, Rückzugsflächen für (gefährdete) Arten wie Biber und Eisvogel und anliegende Naherholungsflächen für Anwohnende und insbesondere auch für Studierende müssen erhalten bleiben“, so Klamke.

Die Veranstaltung wird organisiert vom Kreisverband des ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg, der GRÜNEN Gemeinderatsfraktion, der Grün-Alternativen Liste, vom RSV Heidelberg e.V., der SPD und dem Studierendenrat der Universität. Unterstützt wird die Radparade von vielen Organisationen und Fahrradgeschäften.


 

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