Fast 500 Radlerinnen und Radler bei der 5. Heidelberger Radparade

Familienfreundliche Tour führte über 15 Kilometer durch die Stadt – Im Anschluss fand erstmals die „Kidical Mass“ statt

Unter dem Motto „Unsere Stadt radelt“ fand am Sonntag, 20. September 2020, die fünfte Heidelberger Radparade statt. Fast 500 Menschen folgten dem Aufruf der Veranstalter zu einer fröhlichen Rundtour durch die Stadt, bei der auch Strecken befahren werden konnten, die Radlern sonst versperrt sind, wie der Schlossbergtunnel und die B 37 (Autobahnstutzen der A 656) bis zur Anschlussstelle Wieblingen.

Auf den Weg geschickt wurden die Radlerinnen und Radler von Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, der selbst an der Tour teilnahm. Zuvor ging Bernhard Pirch-Rieseberg vom ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg auf die Ziele der Veranstaltung ein. „Unabdingbar für eine hohe Akzeptanz des Fahrrades ist eine gute bis sehr gute Infrastruktur: ein durchgehendes Netz besteht aus sicheren Radwegen, Fahrradstraßen, verkehrsberuhigten oder geschwindigkeitsreduzierten Nebenstraßen, ergänzt von gut befahrbaren Feld- und Waldwegen im Außenbereich“ so Pirch-Rieseberg. Als beispielhaft benannte er die jüngst fertiggestellte Fahrradstraße Gaisbergstraße, der aber noch viele weitere derartige Projekte folgen müssten, um das Radfahren sicherer und attraktiver zu machen.

Die Veranstaltung wurde organisiert vom Kreisverband des ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg, der GRÜNEN Gemeinderatsfraktion, der Grün-Alternativen Liste, vom RSV Heidelberg e.V., der SPD und dem Studierendenrat der Universität. Unterstützt wurde die Radparade von vielen Organisationen und Fahrradgeschäften.

Direkt im Anschluss fand eine weitere Fahrraddemonstration mit rund 200 Teilnehmer*innen statt. Unter dem Motto „Platz da für die nächste Generation“ gab es erstmals in Heidelberg die Familien-Fahrrad-Demo „Kidical Mass“. Auf einer abgesperrten Strecke von rund fünf Kilometern konnten Kinder mit Freunden, Eltern, Oma und Opa auf dem Fahrrad die Stadt erobern. Die Kidical Mass setzt sich für kinderfreundliche und lebenswertere Städte ein. „Wir wollen, dass sich auch Kinder sicher und selbständig mit dem Fahrrad in unseren Städten bewegen können“, so die Organisatoren.


 

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