Sommerfreizeit „Alles rund ums Rad“

Nachdem wir schweren Herzens in diesem Jahr nach 18 erfolgreichen Sommerfreizeiten die „Große Sommertour“ absagen mussten, haben wir uns entschieden, zwei Freizeiten zum Thema „Alles rund ums Rad“ für Kinder und Jugendliche zu organisieren.

Wir geben dir einen Einblick in die Technik des Fahrrads, du kannst unter Anleitung Rennräder und Mountainbikes ausprobieren, du lernst, wie du selbst dein Rad reparieren kannst und verschiedene tolle Ausflüge zum Thema Rad und Radverkehr sind auch eingeplant.

An den ersten beiden Tagen stehen ein Werkstattkurs und eine Radtour zum Technoseum Mannheim auf dem Programm, an den weiteren Tagen ein Rennrad- und Mountainbike-Probetraining, eine Urlaubsradtour unter dem Motto „Sehnsucht nach Italien − auf den Spuren von Eis und Pizza“ sowie eine Werksbesichtigung bei der Heidelberger Edel-Fahrradschmiede Coboc (angefragt) oder alternativ ein Besuch im NSU-Zweiradmuseum in Neckarsulm.

Die erste Sommerfreizeit findet vom 3. bis zum 7. August 2020 (fünf Tage) statt, die zweite vom 7. bis zum 10. September 2020 (vier Tage). Teilnehmen können Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 15 Jahren. Treffpunkt ist jeden Morgen das Zentrum für umweltbewusste Mobilität (ZuM), Kurfürsten-Anlage 62, 69115 Heidelberg, gegenüber vom Hauptbahnhof. Hier kommen wir auch nachmittags wieder an.

Es besteht ein Hygienekonzept, das sich an den Vorgaben des baden-württembergischen Sozialministeriums orientiert.

Die Teilnahmegebühr für die fünftägige Freizeit beträgt 120 Euro für Nichtmitglieder, Mitglieder zahlen 100 Euro. Die viertätige Freizeit kostet 100 Euro für Nichtmitglieder, 85 Euro für Mitglieder. Anmeldung bis zum 30.7. bzw. 18.8. (spätere Anmeldungen erhalten urlaubsbedingt eine Bestätigung bzw. Absage erst am 2.9.) per E-Mail an jugend-hd(..at..)adfc-bw.de.

„Gut gegen Lagerkoller“

ADFC: Fahrrad als Rückgrat des resilienten Verkehrssystems ernst nehmen

Mitten in der Corona-Krise erlebt das Fahrrad ungeahnte Wertschätzung. Bundesgesundheitsminister Spahn, Bundesarbeitsminister Heil und renommierte Virologen empfehlen das Radfahren als gesündeste Alternative für notwendige Alltagsfahrten. Der ADFC freut sich über den politischen Schub, weist aber darauf hin, dass die Radwegenetze und das Verkehrsklima in Deutschland noch nicht für starken und sicheren Radverkehr ausgelegt sind.

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Deutschland merkt gerade, wie sehr es in schlechten Zeiten auf das Fahrrad angewiesen ist – und wie sehr dieses Verkehrsmittel in den letzten Jahrzehnten vernachlässigt wurde. Viele, die jetzt zum ersten Mal auf das Rad umsteigen merken, dass man in kaum einer deutschen Stadt wirklich sicher und komfortabel Radfahren kann. Wir wünschen uns, dass nach der Corona-Welle die Bedeutung des Radverkehrs für ein krisenfestes Verkehrssystem noch einmal neu diskutiert wird - und der notwendige Ausbau der Radwegenetze endlich mit dem nötigen Druck vorangetrieben wird!“

Alltagsradfahren ja, Radreisen nein

Der ADFC appelliert an die Bundesregierung, das Radfahren auf Alltagswegen unter allen Umständen weiterhin zu erlauben. Stork: „Viele Menschen in systemrelevanten Berufen sind auf das Rad angewiesen. Außerdem brauchen die Menschen Fortbewegungsmittel, um zur Apotheke oder zum Einkaufen zu kommen.“ Deshalb müssen auch Fahrradwerkstätten für Notfälle offen bleiben, so die Forderung des ADFC. Radreisen hingegen verbieten sich schon jetzt, weil Übernachtungsangebote laut Empfehlung der Bundesregierung nicht mehr zu touristischen Zwecken genutzt werden sollen. Der ADFC rät daher konsequent von Radreisen ab.

Gut gegen Lagerkoller

Der ADFC setzt sich auch dafür ein, das verantwortungsvolle Freizeitradfahren im Wohnumfeld nicht zu unterbinden. Stork: „Radfahren ist eine gute Möglichkeit, mal rauszukommen, sich zu bewegen, frische Luft zu tanken – und den Lagerkoller, den jetzt schon viele haben, zu überwinden. Natürlich alleine, oder nur mit denen, mit denen man ohnehin zusammen ist. Auch diese Form der Gesundheitsprävention sollte so lange irgend möglich erlaubt bleiben.“

Städte sollen kreativ werden

Der ADFC appelliert auch an die Kommunen, jetzt kreativ zu werden und den Menschen den Umstieg auf das Rad zu erleichtern. Die kolumbianische Hauptstadt Bogotá beispielsweise widmet hunderte Kilometer Autospuren in temporäre Radspuren um und schafft dadurch attraktive Räume zum Radfahren. Stork: „Auch Berlin hatte eine sehr gute Idee: Die städtischen Leihräder sind jetzt mehrfach am Tag 30 Minuten gratis nutzbar. Solche Initiativen können die Menschen wirklich zum Umstieg auf das Rad motivieren!“

Ein Drittel der Umsteiger könnte dem Rad treu bleiben

Der ADFC schätzt, dass bis zu einem Drittel der Menschen, die während der Corona-Krise notgedrungen auf das Rad umsteigen, auch danach dem Rad treu bleiben könnten. Stork: „Das hat großes Potenzial, neue Mobilitätsroutinen zu etablieren und die Städte von unnötigen Autofahrten zu entlasten. Das sollte genug Ansporn sein, das Engagement für fahrradfreundliche Städte und Regionen jetzt noch einmal kräftig anzukurbeln.“

Auch interessant:

"SPIEGEL": Corona-Krise: Warum Fahrradfahren gleich doppelt schützt https://www.spiegel.de/auto/corona-krise-warum-fahrradfahren-gleich-doppelt-schuetzt-a-46196d09-4aa4-4041-97e3-1fd1ff094c3f

Pressedienst Fahrrad: Mit dem Velo gegen das Virus https://www.pd-f.de/2020/03/24/mit-dem-velo-gegen-das-virus_14705


 

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