Fahrradputzen für einen guten Zweck

Jugendliche putzen Fahrräder für einen guten Zweck.

© picture alliance / Kay Tkatzik/www.pd-f.de/dpa-tmn

Mannheim-Innenstadt - Am Samstag von 14:30 bis 16:30 Uhr putzen Teilnehmer aus ganz Deutschland Dein Fahrrad vor dem Glasquader des Rosengartens für einen guten Zweck:

Das alle zwei Jahre stattfindende Festival des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs ADFC soll Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren zusammenbringen, die die Leidenschaft für „das Fahrrad“ teilen. Es findet dies Jahr anlässlich des „200 Jahre Fahrrad“-Jubiläums in Mannheim statt.  

Geboten wird den 150 Jungen und Mädchen eine bunte Mischung als Workshops und Diskussion, Aktionen und Spaß. Für Sonntag ist eine große Radparade vorgesehen. 

Mit der Reinigungsaktion zugunsten von „World Bicycle Relief“ soll gezeigt werden, was ein Fahrrad bedeuten kann: Es ermöglicht Freiheit, Bildung und Zukunft für Jugendliche in Afrika, Lateinamerika und Asien, die ein solches Fortbewegungsmittel von World Bicycle Relief gestellt bekommen. 

Die Jugendlichen von „jufafe“ zeigen mit ihrer Aktion, dass sie nicht nur Spaß am Radfahren haben, sondern auch soziale und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. 

Ermöglicht wird das Festival von der städtischen Geschäftsstelle Radjubiläum „Monnem Bike“ und außerdem gefördert von der Initiative „200 Jahre Fahrrad“ des Verkehrsministerium Baden-Württemberg, der Klaus Tschira Stiftung und der SV SparkassenVersicherung.


„Stadt – Land – Rad“: Die Sieger stehen fest

Kindern den Spaß am Radfahren näher bringen, das eigene Land besser kennenlernen sowie den Umgang mit Navigationstechnik spielerisch vermitteln, das sind die Schwerpunkte des Schülerwettbewerbs „Stadt – Land− Rad“ (www.stadt-land-rad.org)

.Die Gewinner des Jahres 2017 stehen fest: Den ersten Platz belegte die Klasse 5b des Gymnasiums Walldorf, den zweiten Platz die Klasse 6c des Heidelberger Hölderlin-Gymnasiums (Sieger des Vorjahres) und den dritten Platz die Klasse 5a des Gymnasiums Walldorf. Die Preise wurden am 20. Juli2017 übergeben.

Am Donnerstag den 20. Juli fand die Übergabe des ersten Preises – eine Erlebnisradtour in das Tipicamp in Neckargerach – durch Projektleiter Michael Fröhlich vom ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg im Gymnasium Walldorf statt.

So funktioniert „Stadt – Land – Rad“ Zielgruppe sind die 5. und 6. Klassen in Baden-Württemberg. Das Projekt lief vom 29. Mai bis zum 14. Juni 2017, 18 Klassen aus Baden-Württemberg nahmen teil (aus Heidelberg, Mannheim, Göppingen, Ostfildern, Ludwigsburg, Hockenheim, Mengen, Sigmaringen und Walldorf).

Jede Klasse bildet ein Team und tritt dann gegen die anderen Klassen in einem Wettstreit um die meisten Kilometer an. Jedes Kind erhält im Vorfeld ein GPS Gerät oder eine App für das eigene Smartphone und zeichnet damit so viele zurückgelegte Kilometer wie möglich auf. Diese Strecken werden dann auf der eigenen Internetseite hochgeladen und gesammelt. Jede/r Schüler/in ist so ein gleichwertiges Mitglied seines Teams.

Mit den gemeinsam gesammelten Kilometern begeben sich die SchülerInnen auf eine virtuelle Deutschlandreise durch verschiedene Städte. Zu jeder vorher festgelegten Stadt oder Region gibt es immer eine kurze Geschichte und ein kleines Quiz, welches gelöst werden muss bevor zur nächsten Station weiter "geradelt" werden kann.

Ziel des Projekts ist es, dass sich Kinder mehr bewegen und Lust am Radfahren bekommen. Durch die virtuelle Deutschlandreise lernen die Schüler viel Neues über ihr Heimatland und sammeln praktische Erfahrungen im Umgang mit dem GPS-Gerät, der passenden Software und einer App.

„Stadt – Land − Rad“ wird gefördert durch die Stiftung „Sport in der Schule“ Baden-Wüttemberg. Der ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg hat gemeinsam mit Partnern das Projekt entwickelt und die Stadt Heidelberg übernahm die Anschubfinanzierung.

Leonie und Erik: „Wir sind jeden Morgen von St. Leon-Rot mit einer Gruppe von 8 bis 10 Schülern zur Schule gefahren und konnten dabei superquatschen.“

Leas: „Ich bin in den Pfingstferien mit meinen Eltern um den Bodensee geradelt − das war toll und ich konnte die Kilometer für die Klasse sammeln.“

Myra: „Ich hatte vorher noch nie ein GPS-Gerät in der Hand − heute weiß ich, wie die Technik funktioniert.“

Philipp: „Ich wohne in Malsch und bin zweimal die Woche die zwölf Kilometer alleine mit dem Rad gefahren − da war ich vom Shuttledienst unabhängig.“

Merit: „Wir sind heute viel mehr eine Klasse als zuvor − der Zusammenhalt ist viel besser, wir sind eine tolle Klasse.“

Oliver: „Für viele von uns ist das Fahrrad zum Hobby geworden, früher mit dem Rad zur Schule fahren und heute überall hin.“

ADFC-Projektleiter Michael Fröhlich: „Ich finde es super, dass die Kinder genau das gemacht haben, was wir uns gewünscht haben.“

Klassenlehrerin Karolina Plotzki: „Der zusätzliche Aufwand war da, aber er hat sich gelohnt!“

Besonders interessant fanden die Kinder die Orte in der Nachbarschaft, Geschichten vom Heidelberger Brückenaffen oder von Karl Drais und seiner ersten Tour mit dem Laufrad in Mannheim.


Land will Radschnellverbindung Heidelberg – Mannheim vorantreiben

Das Land Baden-Württemberg plant und baut drei Radschnellverbindungen als Leuchtturmprojekte und steigt damit auf ausgewählten Strecken auch als Bauherr aktiv in die Umsetzung ein. Bereits jetzt unterstützt das Land regionale Projekte, übernimmt nun aber zusätzlich die Baulastträgerschaft für die Radschnellverbindungen Heidelberg - Mannheim, Heilbronn - Neckarsulm - Bad Wimpfen und Esslingen - Stuttgart.

Dazu sagte Verkehrsminister Winfried Hermann am 17. Juli 2017: „Mit den drei Leuchtturmprojekten übernimmt das Land die Verantwortung für die Umsetzung der Strecken und dokumentiert damit die Bedeutung der Radschnellverbindungen für eine neue Radkultur in Baden-Württemberg. Es werden viel mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen, wenn die zur Verfügung stehende Infrastruktur für RadfahrerInnen durch leistungsfähige, schnelle und direkte Verbindungen attraktiver wird.“

Dazu der Neckargemünder Verkehrsexperte Hermino Katzenstein MdL (Wahlkreis Sinsheim), Sprecher für Radverkehr der Fraktion der Grünen im Landtag: „Radschnellwege sind ein attraktives Angebot für Leute, die schnell zur Arbeit oder zur Uni fahren müssen, aber aufs Auto verzichten wollen. Als Verkehrspolitiker und Vorstandsmitglied des ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg setze ich mich seit Jahren für den Radverkehr in der Region ein. Umso mehr freue ich mich, dass das Land die Verantwortung für die Pilotstrecke Heidelberg-Mannheim übernimmt. Das ist ein Meilenstein und der Durchbruch für diese wichtige Maßnahme zur Förderung des Radverkehrs. Wenn die bevorzugte Trasse feststeht, kann nun dank der Unterstützung des Landes zügig mit der konkreten Planung begonnen werden. Im Jubiläumsjahr 200 Jahre Fahrrad ist das eine besonders erfreuliche Nachricht, Karl von Drais wäre begeistert!“

Bis 2025 sollen gemäß RadSTRATEGIE in Baden-Württemberg insgesamt zehn Radschnellverbindungen realisiert werden. Auch im Koalitionsvertrag ist das Thema verankert. Derzeit werden im Rahmen einer laufenden Potentialanalyse landesweit die Potentiale für Radschnellverbindungen ermittelt. Ziel ist es, die Infrastruktur für RadfahrerInnen zu verbessern und PendlerInnen das Umsteigen auf das Fahrrad oder Pedelec schmackhaft zu machen.

Radschnellverbindungen bieten eine attraktive Möglichkeit, auch längere Strecken zügig und sicher mit dem Fahrrad zurückzulegen. Sie werden im Zuge wichtiger Alltagspendlerachsen eingesetzt, um Verkehrsverlagerungen zugunsten des Radverkehrs zu erreichen und so die Hauptverkehrsachsen auf Straße und Schiene zu entlasten. Charakteristisch für Radschnellverbindungen ist eine möglichst bevorrechtigte oder kreuzungsfreie Führung, damit verringerte Wartezeiten und erhöhte Reisegeschwindigkeiten sowie eine auf große Radverkehrsmengen ausgelegten Breite. Bislang wurden Radschnellverbindungen v.a. in den Niederlanden, Dänemark und in London umgesetzt.


ADFC-Sommerfreizeit: Noch Plätze frei

Vom 28. Juli bis zum 4. August führt der ADFC-Rhein-Neckar/Heidelberg seine diesjährige Sommerfreizeit für Kinder und Jugendliche durch. Für Schnellentschlossene sind noch einige Plätze frei.

Gestartet wird die Sommertour auf dem Jugend-Fahrrad-Festival, das vom 28. bis 30. Zum Juli 2017 in Mannheim stattfindet. Jeder, der an der Sommertour teilnimmt, nimmt automatisch auch am Jugend-Fahrrad-Festival teil.

Es wird zwei Gruppen geben (jeweils 16 TeilnehmerInnen), die getrennt starten. Es geht von Mannheim aus über Neustadt, Karlsruhe und Pforzheim nach Stuttgart, wo die diesjährige Tour ihr Ende findet. Die ältere Gruppe umfasst das Alter von 11-16 Jahren und die jüngere 8-12 Jahre.

Teilnahmegebühr: 300 Euro, ADFC-Mitglieder 280 Euro

Kontakt: ADFC-Jugend, Telefon 06221 6554101, E-Mail: jugend-hd(..at..)adfc-bw.de


Landstraße statt Autobahn

Pressemitteilung vom 25.07.2017

Nachdem die Stadt Heidelberg die Demonstration „200 Jahre Fahrrad – Radschnellweg Rhein-Neckar jetzt“ verboten und sowohl das Verwaltungsgericht Karlsruhe als auch der Verwaltungsgerichtshof Mannheim dies bestätigten, mussten die Organisatoren die Demonstration absagen. Trotzdem kamen am Sonntag Morgen unter dem Motto „Schade – schön wär´s gewesen“ ca. 150 Radfahrer*innen, ob Radsportler*innen, Alltags- oder Freizeitradler*innen zu den veröffentlichten Startpunkten. Einige kamen, weil sie vom Verbot nichts erfahren hatten, andere folgten der Einladung der Organisatoren gemeinsam auf eine Radtour „über die Dörfer“ zu gehen.

Zwei Polizeistreifenwagen zur Durchsetzung des Demonstrationsverbots begleiteten die Gruppe. Überraschend brachen sie nach ca. 9 km mitten auf der Landstraße die Absicherung ab, doch blieben sie in permanenter Sichtweite zu den Radlern. Hatte man Angst, dass die Radfahrer*innen doch auf die Autobahn fahren?

Dem Spaß an der Tour tat dies keinen Abbruch. Nach ca. 21 km und einer netten Radtour auf nicht immer angenehmen Straßen mit vielen Umfahrungen und über zahlreiche Kreuzungen und Kreisel, an denen Radler sonst immer Nachrang nach den Autos haben, konnten die Teilnehmer hautnah die Dringlichkeit des Radschnellwegs zwischen Heidelberg und Mannheim erleben. Auch wenn es keine Demonstration mit mehreren Tausend Radlern auf der Autobahn war, wie ursprünglich geplant, setzten die Teilnehmer doch ein Zeichen für diesen Radschnellweg.

Am Technoseum angekommen, konnten sich die Teilnehmer noch an der Ausstellung „2 Räder – 200 Jahre“ zur Geschichte des Fahrrades erfreuen, die am gleichen Tag abends ihre Tore schloss.

Die Radtour, wie auch vorher die Demonstration wurde von den ADFC Kreisverbänden der Metropolregion Rhein-Neckar, Bündnis 90/Die Grünen Heidelberg, Ökostadt Rhein-Neckar e.V., Radsportverein Heidelberg, Rhein-Neckar-Kreis, SPD KV Heidelberg, Sportkreis Heidelberg, Stadt Mannheim (vertreten durch das Büro "200 Jahre Fahrrad") und dem Studierendenrat der Universität Heidelberg organisiert.


StuRA zu Revision bereit

Nachdem das Verwaltungsgericht Karlsruhe die Beschwerde gegen das Verbot der Demonstration „200 Jahre Fahrrad – Radschnellweg Rhein-Neckar jetzt“ des Studierendenrates zurückgewiesen hat, erwägt der StuRa dagegen Beschwerde einzulegen. Ein Gespräch mit dem Rechtsanwalt morgen früh wird über den nächsten Schritt entscheiden.

Das Gericht ist allein der Argumentation der Verwaltung gefolgt. Zum Beispiel spielte es überhaupt keine Rolle, dass durch das Sonntagsfahrverbot die Hauptverursacher von schweren Auffahrunfälle an Stauenden, nämlich die LKWs, gar nicht auf der Straße sind.

Die öffentliche Wahrnehmung wird auf der Fahrt über die Dörfer deutlich geringer sein, weil von viel weniger Teilnehmern auszugehen ist und dadurch die mediale Verwertung wesentlich geringer sein wird.

Das Argument der Blow-ups ist sogar regelrecht lächerlich. Wenn deshalb die Autobahn noch nicht mal für Autos gesperrt wird, können diese Hitzeschäden den deutlich langsamer fahrenden Radfahrern nicht zu einer Gefahr werden, die ein Befahren unmöglich macht.

Überdies haben die Veranstalter sehr wohl einen Alternativvorschlag unterbreitet. Sie erklärten sich bereit, die Baustelle über die Landstraße zu umfahren. Dies wurde jedoch von Seiten des Regierungspräsidiums abgelehnt.

Die Organisatoren gehen davon aus, dass das Oberverwaltungsgericht als nächste Instanz diese Argumente stärker berücksichtigen wird und bereiten weiter alles vor.

Die Demonstration wurde vom Studierendenrat der Universität Heidelberg angemeldet und vor Gericht erstritten. Unterstützt und/oder organisiert wird sie außerdem von ADFC Kreisverbänden der Metropolregion Rhein-Neckar, Bündnis 90/ Die Grünen Heidelberg, Ökostadt Rhein-Neckar e.V., Radsportverein Heidelberg, Rhein-Neckar-Kreis (vertreten durch Landrat Stefan Dallinger), SPD KV Heidelberg, Sportkreis Heidelberg, Stadt Mannheim (vertreten durch das Büro "200 Jahre Fahrrad").


Heidelberg: „Vier plus“ im Fahrradklimatest

Lob für Infrastrukturverbesserungen, Mängel bei Sicherheit

Beim heute in Berlin vorgestellten Fahrradklima-Test des ADFC schaffte es Heidelberg auf Platz 7 der fahrradfreundlichsten Städte in seiner Größenklasse (100.000 bis 200.000 Einwohner). Heidelberg erhielt die Gesamtnote 3,61, eine leichte Verbesserung gegenüber der letzten Befragung 2014 mit der Note 3,70 und Platz 11. Mit 666 hat sich die Zahl der TeilnehmerInnen aus Heidelberg gegenüber 2014 verdoppelt.

Heidelberg punktet insbesondere mit geöffneten Einbahnstraßen (Note 2,0), öffentlichen Leihrädern (2,3), der Erreichbarkeit des Stadtzentrums (2,5), der Wegweisung (2,8) sowie der Wahrnehmung „Alle fahren Fahrrad“ (2,4).

Überwiegend negativ bewertet werden die Breite der Radwege und die Ampelschaltungen (beide 4,5), die Konflikte mit dem Kfz-Verkehr (4,4) und Fußgängern (4,1), die mangelnde Falschparkerkontrolle auf Radwegen (4,8), Hindernisse auf Radwegen (4,1) sowie die Führung an Baustellen (4,4). Die Gefahr des Fahrraddiebstahls wird mit 4,5 als hoch eingeschätzt. Auch die Berichterstattung in den Medien wird kritisch gesehen (4,1).

„Wir freuen uns, dass Heidelberg sich im Fahrradklimatest mit Platz sieben gegenüber 2014 leicht verbessern konnte“, so Bert-Olaf Rieck, Pressesprecher des ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg. „Die Umfrage zeigt, dass kontinuierliche Radverkehrsförderung auch honoriert wird. Dennoch gibt es noch viel zu tun, um Sicherheit und Leichtigkeit des Radverkehrs in Heidelberg zu erhöhen. Breitere Radwege, fahrradfreundlichere Ampelschaltungen, die Entschärfung der Konflikte mit Kraftfahrzeugen und Fußgängern, eine bessere Führung an Baustellen sowie mehr Falschparkerkontrollen auf Radwegen stehen ganz oben auf der Wunschliste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Fahrradklimatest.“

Rhein-Neckar-Kreis

Bei den Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis gab es eine ausreichend große Teilnehmerzahl (>50) für Schwetzingen, Wiesloch, Ketsch und Weinheim. Mit Noten zwischen 3,74 und 4,06 belegen sie mittlere Ränge innerhalb ihrer Größenklasse (<50.000 Einwohner).

Über 120.000 Teilnehmer bundesweit

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und wurde im Herbst 2016 zum siebten Mal durchgeführt. Er wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020 mit rund 150.000 Euro gefördert. Über 120.000 Menschen stimmten bundesweit ab – eine Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem letzten Test im Jahr 2014. Die Zunahme führt der ADFC auf das wachsende Interesse am Thema Fahrrad und Radverkehr zurück.

200 Jahre Fahrrad – 200 Radtouren

Zahlreiche Touren auch in Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis

Anlässlich des Jubiläums „200 Jahre Fahrrad“ bietet der ADFC am 30. April 2017 in Baden-Württemberg 200 Radtouren an. Auch in unserer Region führen, der ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg und Weinheim Ende April mehrere Radtouren durch. Ob Mountainbiker, Tourenradler, Pedelecfahrer oder Genussradler mit Familie, für alle ist etwas dabei.

22. April: Von Weinheim zum Technoseum

Zur Einstimmung in das Thema bietet die Ortsgruppe Weinheim am Samstag, 22. April, eine Radtour zur Ausstellung „Zwei Räder – 200 Jahre“ zum Technomuseum Mannheim an. Gestartet wird um 10 Uhr in Weinheim, Treffpunkt ist der Radparkplatz am Waidsee.

23. April: Familientour von der Tiefburg zur Grube „Anna-Elisabeth“

Am Sonntag, 23. April, startet um 10 Uhr am Treffpunkt Heidelberg-Handschuhsheim, vor der Tiefburg, eine Familientour zum historischen Besucherbergwerk „Grube Anna-Elisabeth“ in Schriesheim. Anmeldung erforderlich bei Matthias Gütter, Telefon 0162 7740189.

29. April: Weinheimer Weststadt

Eine Kennenlerntour der Weinheimer Weststadt für Familien und Erwachsene wird in Weinheim am Samstag, 29. April, angeboten. Der Start ist um 15 Uhr am Rolf-Engelbrecht-Haus, Breslauer Straße 40.

30. April: 1.000 Höhenmeter rund um Heidelberg

Besonders sportliche Rad- bzw. Mountainbike-Fahrer können auf einer ca. 120 Kilometer langen Tour mit ca. 1.000 Höhenmetern in einer großen Schleife die Stadtgrenze von Heidelberg umrunden. Gestartet wird am Sonntag, 30. April, um 7 Uhr am ZuM in Heidelberg, Kurfürsten-Anlage 62. In Absprache mit dem Tourenleiter Bernhard Pirch-Rieseberg (bernhard.pirch-rieseberg(..at..)adfc-bw.de) können auch Teilstrecken mitgefahren werden.

30. April: Rundtour durch das Angelbachtal

Ebenfalls am Sonntag, 30. April starten die Tourenradler vom Bahnhof Wiesloch-Walldorf um 10 Uhr zu einer ca. 30 Kilometer langen Rundtour durch das Angelbachtal. Die Einkehr ist in der Besenwirtschaft „Ihle“ in Rauenberg vorgesehen. Eine Anmeldung per E-Mail an heidelberg(..at..)adfc-bw.de oder telefonisch unter 0171 9257265 ist erforderlich.

30. April: Rundtour Bad Wimpfen

Am Bahnhof Sinsheim treffen sich am Sonntag, 30. April, um 10.30 Uhr Pedelecfahrer oder Tourenradler zu einer Rundtour über das historische Bad Wimpfen, Bad Rappenau und Reihen. Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 26. April bei Tourenleiter Gerd Prollingheuer, Telefon 07261 12281. Es können in Absprache mit dem Tourenleiter Pedelecs gegen geringe Gebühr geliehen werden.

Wenn nicht anders vermerkt, ist eine Anmeldung für die Touren nicht erforderlich.


Gut geschützt auf dem Rad

Der ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg bietet einmal monatlich – an jedem dritten Mittwoch von 14.30 bis 18 Uhr − vor dem Zentrum für umweltbewusste Mobilität (ZuM) in der Kurfürsten-Anlage 62 in Heidelberg − eine neutrale Helmberatung an. Die nächste Beratung in diesem Jahr findet am Mittwoch, 19. April, statt.

Welcher Fahrradhelm ist für mich der richtige und wo bekomme ich ihn, wie muss er richtig sitzen und wie kann ich ihn gut einstellen, damit er mir bei einem Unfall optimalen Schutz bietet? Das sind Fragen, die sich Radfahrinnen und Radfahrer immer wieder stellen, wenn sie einen Fahrradhelm kaufen wollen.

Damit ein Fahrradhelm optimale Sicherheit bei einem Fahrradunfall bietet, muss er auch optimal angepasst sein. Da unterschiedliche Helme durch verschiedenartige Gurtsysteme und Formen nicht jedem Radfahrer passen, sind Kunden oft gezwungen, mehrere Fachgeschäfte aufzusuchen, um die Modelle von verschiedenen Herstellern anzuprobieren und den optimal sitzenden Fahrradhelm für sich zu finden. Das Sprichwort „Für jeden Topf gibt es einen passenden Deckel“ lässt sich frei auf Fahrradhelme übertragen: „Nicht jeder Helm passt auf jeden Kopf“.

Der ADFC bietet die Möglichkeit, unter fast 110 Helmen – vom Kleinkind-, Kinder-, Jugend-, Erwachsenenhelm und Helmen aus dem Sportbereich − den passenden herauszufinden, dazu erhalten die Interessenten eine Händlerliste, auf der der optimal sitzende Helm vermerkt wird.

Die weiteren Termine 2017, jeweils 14.30 bis 18 Uhr:

Mittwoch, 17. Mai
Mittwoch, 14. Juni
Mittwoch, 16. August
Mittwoch, 20. September
Mittwoch, 18. Oktober


„Das hat mein Fahrrad zu erzählen“

ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg lädt Schülerinnen und Schüler der Klassen 4 bis 6 zu Schreibwettbewerb ein

In diesem Jahr begehen wir den 200. Geburtstag des Fahrrades, 1817 unternahm Karl Freiherr von Drais zwischen Mannheim und Schwetzingen die erste Fahrt auf seiner Laufmaschine, der Urmutter des Fahrrades, wie wir es heute kennen. Dieses Jubiläum wird in unserer Region groß gefeiert.


Die Abteilung Verkehrspädagogik des ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg zeigt aus Anlass des Jubiläumsjahres die Wanderausstellung „Fahrräder erzählen Geschichten“, die an ca. 20 verschiedenen Orten in Heidelberg und Umgebung zu sehen sein wird. Wir möchten damit auf Geschichten rund um das Fahrrad aufmerksam machen, ob sportlich, technisch oder geschichtlich, jedes Fahrrad hat etwas zu erzählen.


Begleitend zur Ausstellung sind Schülerinnen und Schüler zu einem Schreibwettbewerb eingeladen. Das Thema des Wettbewerbs ist „Das hat mein Fahrrad zu erzählen“. Die Geschichten sollen aus Sicht des Fahrrades geschrieben sein.


Eingereicht werden können Texte von Schülerinnen und Schüler der 4. bis 6. Klasse, per E-Mail an heidelberg(..at..)adfc-bw.de oder per Post an ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg, Kurfürsten-Anlage 62, 69115 Heidelberg. Einsendeschluss ist der 1. Juli 2017. Den besten Geschichten winkt ein Gewinn für die Klassenkasse: Für die Plätze eins bis drei gibt es 100, 75 bzw. 50 Euro.


Jugend-Fahrrad-Festival feiert „200 Jahre Fahrrad“

Vom 28. bis 30. Juli 2017 in Mannheim

Der ADFC veranstaltet zum vierten Mal ein gemeinsames Wochenende für Kinder und Jugendliche von zehn bis achtzehn Jahren aus ganz Deutschland: Das jugend-fahrrad-festival 2017 findet vom 28. bis zum 30. Juli in Mannheim statt.

Das jugend-fahrrad-festival (jufafe) ist ein großes Fest-Wochenende und findet alle zwei Jahre in verschiedenen Städten statt. Während des Festivals gibt es Workshops und Diskussionen, eine Party und am Sonntag eine gemeinsame Fahrradparade. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet dabei eine bunte Mischung aus Musik, Film, Diskussionen sowie z.B. Tipps und Tricks fürs Mountainbiken von Olympiateilnehmerin Ivonne Kraft.

Diesmal feiern wir in Mannheim 200 Jahre Fahrrad. Denn das jufafe findet in der Stadt statt, in der Erfinder Karl Drais 1817 erstmals seine Laufmaschine – das Ur-Fahrrad – ausprobierte. Er war mit damals sensationellen 15 Stundenkilometern unterwegs. Da ist der Schirmherr des jugend-fahrrad-festivals deutlich schneller: Rennradprofi André Greipel fährt eine Tour-de-France-Etappe im Durchschnitt mit Tempo 55.

Alle Informationen und die Anmeldung erfolgen über www.adfc-jugend.blogspot.de. Hier können die Teilnehmer auch ihre Anreise mit anderen Gruppen zusammen planen.

Das Festival findet in Zusammenarbeit mit der Stadt Mannheim statt. Es wird unterstützt durch die Initiative „200 Jahre Fahrrad“ des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg, die Klaus-Tschira-Stiftung und die SV SparkassenVersicherung.


Radlernkurs für Erwachsene

Für Anfänger und Wiedereinsteiger

Für alle, die noch nicht Rad fahren können und solche, die sich unsicher auf dem Rad fühlen, bietet der ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg wieder einen Radlernkurs an. Der umfasst vier Samstage à 2,5 Stunden und einen Ausflug. Die Termine in diesem Jahr: 29. April, 6., 13. und 20. Mai, jeweils von 10 Uhr bis 12.30 Uhr auf dem Hof der Gregor-Mendel-Realschule (Harbigweg 24, 69124 Heidelberg).


Geübt wird in kleinen Schritten mit Erwachsenenroller und kleinem Lern-Rad, bevor auf das große Rad umgestiegen wird. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, ein eigenes Fahrrad mitzubringen.


Die Kursgebühr beträgt 108 Euro, für ADFC-Mitglieder 93 Euro. Auf Antrag ist Ermäßigung möglich.


Anmeldung und Rückfragen: telefonisch unter 06221/23910, per E-Mail an radlernkurs-hd(..at..)adfc-bw.de oder persönlich im Zentrum für umweltfreundliche Mobilität (ZuM) in der Kurfürsten-Anlage 62 gegenüber vom Heidelberger Hauptbahnhof.


Letzte Etappe Mont Ventoux

Rennradkrimi und Weinprobe im ZuM am 9. Dezember 2016 um 20 Uhr

Gerhard Drokur, Rennradler und Autor, liest am Freitag, 9. Dezember 2016, um 20 Uhr im ZuM, Kurfürsten-Anlage 62, Heidelberg, aus seinem Rennrad-Krimi „Letzte Etappe Mont Ventoux“. Dazu gibt es eine Verkostung von Weinen aus der Region Mont Ventoux, kredenzt von „Feine Weine in der Weststadt“. Eintritt: 8 Euro für ADFC-Mitglieder, 10 Euro für Nicht-Mitglieder.

Der Heidelberger Gerhard Drokur (*1953) ist seit 1974 begeisterter Rennradler. Nach Radtourenführern für Freunde schneller Räder − „Die schönsten Rennradtouren am Mont Ventoux“ (2010), „Rennradtouren − Raus aus Heidelberg“ (2012) und „Trans-Deutschland – 10 Rennradtouren quer durch Deutschland“ (2014) hat Drokur 2015 seinen ersten Krimi veröffentlicht.

Natürlich geht es auch im Krimi ums Radfahren: Gerald Kurz, Controller im Elite-Uniklinikum Heidelberg, kommt bei der Prüfung überhöhter Reisekosten in der Sportmedizin zwei Medizinern auf die Schliche, die einen Rennstall mit Doping unterstützen. Um Genaueres zu erfahren und die beiden zu überführen, fährt er mit dem Rennrad nach Besançon und wird dort fündig, aber entdeckt.

Mithilfe einer gefälschten Akte wollen ihn die beiden Mediziner in die Psychiatrie einweisen, jedoch gelingt es Gerald gerade noch rechtzeitig zu fliehen. Es ist eine Flucht nach vorne, die er alleine mit dem Rennrad zum Mont Ventoux unternimmt. In einer dramatischen Verfolgungsjagd entscheidet sich alles.

Für seinen ersten Rennradkrimi ist der Autor die Strecke seines Protagonisten abgefahren und verknüpft darin seine geografischen Kenntnisse mit seiner Leidenschaft fürs Rennradfahren. Die Leserinnen und Leser sind eingeladen, dem Protagonisten auf seinem Weg in die Provence zu folgen. Detaillierte Wegbeschreibungen und GPX-Tracks zum Download gibt es auf www.derkleinebuchverlag.de.

Mit dem Rad nach Rom

Reisebericht im ZuM am 1. Dezember 2016 um 19.30 Uhr

Drei Kirchheimer Freunde − Georg Grädler, Werner Mechler und Roland Damm – beschließen im Ruhestand mit dem Rad nach Rom zu fahren. Sie starten im Sommer dieses Jahres in Lindau und legen 1.000 Kilometer in drei Wochen zurück.

Über ihre kombinierte Pilger- und Urlaubsreise berichten die drei Freunde bei einem Vortrag mit anschließender Gesprächsrunde am Donnerstag, 1. Dezember 2016, um 19.30 Uhr im ZuM, Kurfürsten-Anlage 62, Heidelberg.

Eintritt: 5 Euro für ADFC-Mitglieder, 7 Euro für Nicht-Mitglieder.

Sofienstraße: Lösung mit Mängeln

Stellungnahme des ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg zur Radverkehrsführung Sofienstraße zwischen Plöck und Theodor-Heuss-Brücke

Der ADFC Heidelberg/Rhein-Neckar begrüßt es, dass die Fahrradspur auf der Sofienstraße zwischen der Einmündung der Plöck und der Zufahrt zur Tiefgarage P4 DarmstädterHofCentrum von der bisherigen (nicht zulässigen) Breite auf das vorgeschriebene Mindestmaß verbreitert wurde.

Ab der Tiefgaragenzufahrt in Richtung Brücke wäre eine Verbreiterung der Radspur nur möglich gewesen, wenn die Anzahl der Spuren für den Kraftfahrzeugverkehr verringert worden wäre, deshalb hat die Stadt Heidelberg hier auf eine Radverkehrsanlage verzichtet.

In Höhe des DarmstädterHofCentrums (DHC) hat die Stadtverwaltung Fahrradsymbole auf der Fahrbahn angebracht. Die Interessengemeinschaft Radverkehr, der auch der ADFC angehört, hatte Fahrradsymbole auf der rechten der beiden Geradeausspuren bis zur Einmündung des Neckarstadens als sogenannte „Shared Lane“ (gemeinsame Spur) vorgeschlagen. Diese sind im weiteren Verlauf in Richtung Theodor-Heuss-Brücke bedauerlicherweise nicht markiert worden. Damit ist trotz vieler Gespräche mit den zuständigen Stellen der Stadt eine Variante umgesetzt worden, die Konflikte von Autofahrern mit Radfahrern heraufbeschwört.

Die Radfahrer müssen sich jetzt ohne Führung Richtung Kreuzung bewegen, wenn sie nicht auf dem schmalen Bordsteinradweg fahren wollen, auf dem sich in Spitzenzeiten oft der Radverkehr staut. Ob mit oder ohne Fahrradsymbol: Die Benutzung der Fahrspur durch Radfahrer ist völlig korrekt, da keine Benutzungspflicht für den Bordsteinradweg besteht. Mit Fahrradsymbolen wäre das auch für Autofahrer besser ersichtlich.

Fahrrad trifft Römer

ADFC-Herbstfreizeit vom 2. bis zum 4. November

Vom 2. bis zum 4. November findet die ADFC-Herbstfreizeit unter dem Motto „Fahrrad trifft Römer“ statt. Wie und wo lebten die Römer vor 2.000 Jahren bei uns? Auf unserer Herbstfreizeit radeln wir auf den Spuren der Römer in und um Heidelberg. Dabei beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen Aspekten der römischen Geschichte und dem Leben der Römer in der Region. Auf Touren von rund 30 Kilometern pro Tag wird auch immer mal wieder Zeit für ein gemütliches Picknick sein.

Wir treffen uns jeweils um 9.30 Uhr am ZuM − Zentrum für umweltbewusste Mobilität in der Kurfürsten-Anlage 62.

Am ersten Tag ist ein Besuch des Kurpfälzischen Museums in Heidelberg mit Führung durch die Archäologische Abteilung vorgesehen. Danach ist eine kleine Fahrrad-Rallye durch Heidelberg angedacht, insbesondere in die Gebiete, wo die Römer ihre Spuren hinterlassen haben.

Am zweiten Tag geht es mit dem Rad nach Speyer zum Historischen Museum der Pfalz, wo wir ebenfalls eine Führung zum Thema Römer bekommen. Die Führung beginnt um 13 Uhr und wird etwa zwei Stunden dauern. Zurück geht es voraussichtlich mit der Bahn.

Am dritten und letzten Tag radeln wir nach Ladenburg zum Lobdengau-Museum, wo für 11.30 Uhr eine Führung gebucht ist. Hier darf man gern auch mal selbst Römer spielen und Ausrüstungsgegenstände ausprobieren. Die Führung wird zwei bis drei Stunden dauern, anschließend radeln wir wieder zurück.

Die Teilnahmegebühr beträgt 45 Euro, für ADFC-Mitglieder 40 Euro. Anmeldung bis zum 27. Oktober 2016 unter jugend-hd(..at..)adfc-bw.de.

Stellungnahme des ADFC Heidelberg / Rhein-Neckar zum Artikel „Das Verkehrschaos ist da“ (Rhein-Neckar-Zeitung vom 13. Juli 2014)

Nicht die Radfahrer sind das Problem!

 

Bekanntermaßen trägt jede und jeder, der in der Stadt das Fahrrad statt des Autos nimmt, zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs bei. Rund jeder dritte innerstädtische Weg wird in Heidelberg mit dem Fahrrad zurückgelegt. Man möge sich vorstellen, was es bedeutet, wenn auch für diese Wege das Auto genommen würde.

 

Bei Baustellen, die mit Einschränkungen für den Autoverkehr einhergehen, werden noch mehr Menschen die Vorzüge des Fahrrades nutzen. Das Fahrrad als platzsparendes Verkehrsmittel kann hier das Problem der eingeschränkten Verkehrsflächen verringern und ermöglicht es, dass trotzdem alle ihre Ziele erreichen.

 

Die Stadtverwaltung sollte dem Radverkehr deshalb gerade auch bei Baumaßnahmen besondere Beachtung schenken: Radfahrer sind sehr umwegempfindlich. Enthalten Umleitungsstrecken zudem Steigungen − wie die Umleitung für die Sofienstraße über die Brückenrampe − werden sie nur äußerst ungern angenommen. Solange die Autofahrer weiterhin geradeaus Richtung Theodor-Heuss-Brücke fahren können, wird die Umleitung des Radverkehrs nur geringe Akzeptanz finden.

 

Es ist weiterhin möglich und erlaubt, mit dem Rad durch die Sofienstraße bis zur Brücke zu fahren, das hat das städtische Verkehrsmanagement gegenüber dem ADFC bestätigt. Die Umleitungsempfehlung gilt für Radfahrende, die sich im Baustellenbereich unsicher fühlen.

 

Sobald die Sofienstraße wegen der Bauarbeiten komplett gesperrt werden muss, ist die die angebotene Umleitung für Radfahrer durch Neugasse, Hauptstraße und Fahrtgasse zum Neckar eine akzeptable Lösung. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird dem Radverkehr in der Sofienstraße mehr Platz zur Verfügung stehen, auch wenn für den letzten Abschnitt zwischen Tiefgarageneinfahrt und Brücke bisher eine ganz zufriedenstellende Lösung noch nicht in Sicht ist.

 

Noch eine Anmerkung zur zeitgleichen Baumaßnahme am Südbrückenkopf der Ernst-Walz-Brücke: Die Verkehrsfläche für den Radverkehr ist hier so verengt worden, dass es zu massiven Radfahrerstaus kommt, weil Radfahrer mit Ziel Hauptbahnhof und diejenigen, die die Mittermaierstraße überqueren wollen, sich nicht entflechten können. Hier sollte nachgebessert werden. Es wäre sicher auch sinnvoll gewesen, die Bauarbeiten erst nach dem Ende der Vorlesungszeit (30. Juli) durchzuführen.


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