12.01.2018 - "Badkappen" gefährden Radfahrer in Göppingen

Eine außergewöhnlich gefährliche Art von Pollern wurde vor kurzem in Göppingen von unserer ADFC-Aktiven Viola entdeckt. Sie schreibt dazu:

"… bei unserem sonntäglichen Spaziergang rund um Göppingen sind wir auf seltsamen Poller gestoßen (Straße Richtung Öde, Nikolaus-Lenau-Str. und Weg Richtung Michael-Kirche).  … Die sog. Poller sind nicht hoch und sollen wohl Autos am Durchfahren hindern, was man an einem Poller auch sieht. Allerdings finde ich die Dinger echt gefährlich in der Dunkelheit sieht das kein Radfahrer, schon gar nicht, wenn man den steilen Weg von der Kirche kommt. Da können wir warten bis der erste Unfall kommt, zudem gibt es keinerlei Warnhinweise darauf."

Unsere Erkundigungen beim Ordnungsamt der Stadt Göppingen brachte etwas Klarheit zum Sinn oder Unsinn dieser Knochenbrecher. Die Poller sind auf dem Privatgrund des Christophsbads und fallen nicht in die Zuständigkeit der Stadt. Die Stadt geht aber auf das Christophsbad zu, um einen Termin zu vereinbaren und um eine bessere Lösung anzustreben. Die Stadt ging bei den Genehmigungszeichnungen davon aus, dass es sich um Klapppfosten handelt. Die Poller sollen die Durchfahrt von Müllfahrzeugen ermöglichen und den Individualverkehr verhindern.

Der ADFC Göppingen wird darauf drängen, dass diese offensichtliche Gefährdung von Radfahrenden auf einem offiziellen Radweg (siehe Foto) aber auch von Spaziergängern und Läufern so schnell wie möglich durch gefahrlose Alternativen ersetzt werden. Denn diese Variante übertrifft in ihrer Gefährlichkeit sogar die berühmt-berüchtigten "Radlerspieße" - genannt Umlaufsperren - auf dem Donzdorfer Lautertalradweg.

Bis dahin gilt für alle Nutzer dieses Weges die doppelte Vorsicht.

Dirk Messer (ADFC Göppingen)

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