01.08.2017 - Land plant Radschnellverbindung bis vor die Tore des Stauferkreises

Die RadSTRATEGIE Baden-Württemberg aus dem Jahr 2016 gibt als Ziel die "Umsetzung von zehn Radschnellverbindungen in Baden-Württemberg bis 2025" vor. Im gleichen Jahr begann durch einen Offenen Brief des ADFC Göppingen zur Situation auf der sogenannten Nordverbindung zwischen Göppingen und Eislingen die Diskussion um einen Radschnellweg im Filstal.

Nur wenige Monate hat es gedauert bis Radschnellverbindungen landesweit im Gespräch sind. Unterstützt wurden die vielen regionalen Vorhaben durch eine Zusage des Landesverkehrsministeriums, Machbarkeitsstudien zu Radschnellverbindungen finanziell zu fördern. Landesverkehrsminister Hermann sagte im Rahmen der Bekanntgabe der neuen Fördermöglichkeit. "Mit einer attraktiven Förderung von Machbarkeitsstudien zu Radschnellverbindungen möchten wir die Planung von Radschnellverbindungen beschleunigen. Mit einer Länge von 5 bis 25 Kilometern sind Radschnellverbindungen geeignet, auch längere Wege auf das Fahrrad zu verlagern. Dies ist insbesondere auch vor dem Hintergrund der rasanten Verbreitung von Pedelecs und E-Bikes zu sehen."

Erstmals will sich auch das Bundesverkehrsministerium künftig direkt an der Finanzierung von Radschnellwegen beteiligen. Im neuen Bundesverkehrswegeplan wurden deshalb für 2017 Zuweisungen zur Förderung von Radschnellverbindungen an die Länder in Aussicht gestellt.

Vor wenige Tagen hat nun das Stuttgarter Verkehrsministerium einen weiteren Meilenstein in der Radverkehrsförderung gesetzt: das Land Baden-Württemberg realisiert selbst drei Pilotstrecken. Das heißt, das Land plant und baut drei Radschnellverbindungen und steigt damit auf diesen Strecken auch als Bauherr aktiv in die Umsetzung ein.

Als eine dieser Pilotstrecken wurde die Verbindung von Stuttgart nach Esslingen genannt. Für die Chancen der Realisierung einer durchgängigen Radschnellverbindung vom Fils- über das Neckartal nach Stuttgart war das natürlich eine sehr gute Nachricht. Doch wenige Tage später kam es noch besser. Die Stuttgarter Zeitung berichtete am 27.07.2017 "Der Verkehrsminister hat zehn Kilometer Radschnellweg unterschlagen. Entgegen seinen Verlautbarungen von Winfried Hermann (Grüne) wird die Neckartal-Autobahn für Radler nicht nur bis Esslingen, sondern bis Plochingen geplant."

Den kompletten Artikel aus der Stuttgarter Zeitung gibt es hier

Vor einem Jahr noch war eine schnelle Alltagsradverbindung für Pendler entlang der Filsachse und weiter ins Neckartal nichts weiter als ein Gedankenspiel und jetzt steigt das Land selbst in die Planungen des Abschnittes von Stuttgart nach Plochingen ein. Es kann den radfahrenden Pendlern in Landkreis Göppingen nichts Besseres passieren, als dass nun quasi vor den Toren des Stauferkreises die Schnellverbindung als eine der ersten im Land realisiert wird und damit der Anschluss ins Filstal keine Utopie mehr ist.

Dirk Messer (ADFC Göppingen)

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