14.01.2017 - Zertifizierung zum 200. Geburtstag

Verkehrspolitik Intern

Vor zweihundert Jahren wurde das Fahrrad erfunden. Im Jubiläumsjahr 2017 will der ADFC fahrradfreundliche Unternehmen zertifizieren

Eine Erfindung aus Baden-Württemberg hat vor 200 Jahren die Mobilität revolutioniert: 1817 unternahm Karl Drais die Jungfernfahrt mit seiner „Draisine“. Der 14 Kilometer lange Ausflug von Mannheim nach Schwetzingen gilt als Geburtsstunde des Fahrrads.

Zum 200. Geburtstag gibt es in ganz Deutschland viele Ausstellungen und Veranstaltungen. Im Kreis Göppingen hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) nicht nur Aktionen für Radfahrer im Jubiläumsprogramm, sondern auch für Arbeitgeber.

Firmen aus dem ganzen Landkreis haben letztes Jahr an den Aktionen "Mit dem Rad zur Arbeit" und "Stadtradeln" teilgenommen. Doch mancher Firmenchef erkannte erst während der Teilnahme die eigenen Defizite in Sachen fahrradfreundliches Unternehmen.

Um das Radfahren sinnvoll zu fördern, gibt es für Firmen ein bundesweites Zertifizierungsverfahren. Unter die Lupe genommen werden unterschiedliche Bereiche wie zum Beispiel die Infrastruktur des Unternehmens: Gibt es Abstellanlagen und Umkleideräume? Stehen Dienstfahrräder zur Verfügung? Welche sonstigen Potentiale sind vorhanden und was kann verbessert werden?

Die Analyse durch ADFC-Experten erfolgt nach einheitlichem Verfahren, trotzdem sind individuelle Konzepte möglich. Dazu können auch Fahrrad-Aktionstage und Betriebsausflüge gehören, Kooperationen mit Verkehrsbetrieben oder Pedelec-Testwochen.

Als Anreiz winkt das Zertifikat „Fahrradfreundlicher Betrieb“. Die Auszeichnung ist mehr als eine dekorative Urkunde: Fahrradförderung zahlt sich finanziell aus und motiviert die Belegschaft. Das Rad wird Teil des betrieblichen Mobilitätsmanagements, es senkt die Kosten und fördert die Gesundheit der Mitarbeiter.

Der ADFC sieht bei vielen Firmen im Landkreis noch Potential für die Fahrradförderung und beruft sich auf die Worte des Unternehmers Adam Opel: „Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so eng verbunden wie beim Fahrrad“.

Weitere Informationen:

Thomas Gotthardt und Dirk Messer

 

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