SWR Fernsehen - 09.04.2017 - Radeln auf der Überholspur

Presseinfo

Am Stau vorbei, mit dem Rad zur Arbeit. Bis 2025 will das Verkehrsministerium Millionen Euro in zehn Radschnellwege investieren. Geldverschwendung, sagt die Opposition.

Das Ziel ist klar: Das Fahrrad soll zum ernstzunehmenden Verkehrsmittel für Pendler werden – und so die Luftverschmutzung in den Ballungsgebieten reduzieren. Analog zu Bundesstraßen sollen Pendler über Radschnellwege in die Städte fahren. Dafür investiert Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) allein in diesem Jahr drei Millionen Euro.

Der Jubel bei vielen Radfahrern ist groß. Doch die Opposition im Landtag schüttelt nur den Kopf. Hans-Ulrich Rülke (FDP) etwa hält wenig von der Idee und will das Geld lieber in die bestehende Verkehrsinfrastruktur investieren. Billig sind die "Autobahnen" für Radler nicht: pro Kilometer können sie bis zu eine Million Euro kosten. Zum Vergleich: ein Kilometer Autobahn kostet etwa zehn Mal so viel. Aber: Wie viele Menschen werden diese Radwege dann auch nutzen?

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