01.05.2015 - Tälesbahn-Radweg: Herzstück der Geislinger Radwegplanung

Verkehrspolitik

Geislingen/Steige. - Nachdem im Jahr 2000 auf dem Geislinger Abschnitt der Tälesbahn der Bahnverkehr endgültig eingestellt wurde, lag das ehemalige Bahngelände lange Zeit brach. Seit Jahren wird die Trasse zwischen Wiesensteig und Bad Überkingen als Radweg  genutzt. Eine durchgängige Verbindung nach Geislingen fehlte aber bisher.

Inzwischen kann nun auf der ehemaligen Tälesbahntrasse quer durch Geislingen geradelt werden. Auch außerhalb Geislingens bis nach Überkingen wurde ein neuer Radweg angelegt und bereits für den Radverkehr freigegeben. Er verläuft oberhalb der ehemaligen Bahntrasse und der B 466 quer durch die Natur - eine gelungene Trassenführung.

In entgegengesetzter Richtung ist der Tälesbahn-Radweg schon seit einem Jahr bis zum Albwerk befahrbar. Ende Mai soll ein weiteres Teilstück in Richtung Eybach freigegeben werden, das vorerst aber an der Bahnunterführung endet. Der letzte Abschnitt bis zum Geislinger Bahnhof soll dann später folgen, da technische Anlagen auf dem Bahngelände noch abgesichert werden müssen.

Leider werden aus Radlersicht bei der Firma Odello zwei Umlaufsperren angebracht und zusätzlich ein Warnblinklicht, das Radfahrern signalisieren soll, wenn ein Gabelstapler den Radweg kreuzen will. Der ADFC konnte aber erreichen, dass der Abstand zwischen den Sperren sehr großzügig bemessen sein wird. Zudem sollen die Schranken nach Feierabend und am Wochenende geöffnet sein. Bleibt abzuwarten, ob dies auch in der Praxis der Fall sein wird.

Ausgehend vom Tälesbahn-Radweg als Hauptachse soll das Radwegenetz in Geislingen in verschiedene Richtungen weiter ausgebaut werden. So jedenfalls sieht es eine Planung der Stadt in Zusammenarbeit mit dem ADFC vor.

Ulrich Essig (ADFC Göppingen)

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