Praxisseminar Smart Cycling

Tipps für entspannteres Rad fahren in der Stadt und auf dem Land

Über den Kurs

Seid ihr schon mal dicht von Autofahrenden überholt worden? Seid ihr schon mal beinahe mit anderen Radfahrenden kollidiert? Seid ihr schon mal beim geradeaus fahren von Rechtsabbiegenden geschnitten worden? Nur im Verband oder in Fahrradstraßen dürfen Radfahrende nebeneinander fahren?

Wenn ihr mindestens eine der Fragen mit Ja beantwortet habt dann lohnt sich ein Blick in unser Praxisseminar mit Tipps für Alltagsradler zum entspannteren Fahren in der Stadt und auf dem Land.

Der neunstündige Kurs vermittelt kurzweilig in drei Stunden Theorie und sechs Stunden Praxis das A&O des sicheren Radfahrens. Viele Einzelübungen an Kreuzungen, Radverkehrsanlagen und auf der Fahrbahn demonstrieren, wie man mit teilweise verblüffend einfachen Anpassungen der Fahrweise erstaunliche Erfolge erzielt.

Das Resultat ist eine entspanntere Fahrweise  und die Erkenntnis, wo die wirklichen Gefahren lauern. Denn nicht immer kann man sich drauf verlassen, dass ein Radweg sicher ist. Auch das trockene Thema Rechtswissen wird mit Videos und Praxiserfahrungen nebenbei und gar nicht trocken erweitert.

 

Format

Normalerweise sind die Kurse auf drei Mal drei Stunden verteilt, die bei uns in der Regel Montag bis Freitag nach der Arbeit stattfinden. Abweichende Formate sind auf Wunsch möglich. Bewährt hat sich aber ein Rhythmus wie etwa Dienstag, Donnerstag, Dienstag, jeweils von 17:00 bis 20:00. Die Zeit dazwischen dient dazu, reflektiertes selber anwenden zu können und Fragen in den Folgekursen klären zu können.

Videoanalysen

Einverständniserklärung voraus gesetzt werden auch Videoanalysen durchgeführt, anhand derer man sich noch verbessern kann. Auch erfahrene Radfahrende und selbst langjährige adfc Tourenleitende profitieren von dem Seminar.

Kosten

Das Seminar kostet 40 Euro für adfc Mitglieder und 60 Euro für Nicht-Mitglieder.

Informationen und Anmeldungen

E-Mail an:
Bjoern.Haake(..at..)adfc-bw.de

Nächste Termine:

Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Kurse für 2020 ausgesetzt.

Über den Kursleiter

In der USA nahm ich an einem Kurs der League of American Bicyclists teil. Dass ich im Kurs selber etwas dazu lernen würde, hätte ich nicht gedacht. Heute weiß ich, dass Radfahrer viel mehr Macht über ihre eigene Sicherheit haben als man nach Studium diverser Zeitungsartikel glauben möchte.

Zum Beispiel stelle ich nun den Überholabstand selber ein - in der Regel viel größer, als das was ich oft bei anderen sehe. Kritische Situationen kann man durch vorausschauendes Fahren und erhöhtes Denkvermögen entschärfen, bevor sie entstehen. Autofahrer, die nicht blinken, sind dann gar kein Problem mehr.

Ich habe mich danach zum League Cycling Instructor ausbilden lassen und biete die Kurse seit 2004 an – seit 2011 auch in Deutschland, mit einem der deutschen Straßenverkehrsordnung angepasstem Curriculum.

Fragen und Antworten


Das Seminar ist aber ganz schön teuer

Es liegt etwa ihm Rahmen von VHS Kursen. Selbst für Nichtmitglieder kommt man auf unter sieben Euro pro Stunde. Das kann man gerne mal mit gängigen Preisen für Schul-Nachhilfe oder Musikkurse vergleichen. Das Schöne: Man hat die Grundlagen geschaffen, um viel entspannter und sicherer durch den Alltagsverkehr zu kommen.

Das Seminar ist aber ganz schön lang

Ich mach das seit 2004 und habe verschiedene Formate kennen gelernt und ausprobiert. Die drei Mal drei Stunden haben sich am besten bewährt.

Ich kann schon Rad fahren - wieso sollte ich so einen Kurs machen?

Ich gebe zu, auch ich hätte den Kurs wohl nicht gemacht, wenn ich in den USA nicht gefragt worden wäre ob ich Kursleiter werden will (und die Voraussetzung war, das man den Kurs mitmacht).
Da ich zu der Zeit bereits Radtouren in Europa, der USA und Mexiko durchgeführt hatte und fleißig an Radrennen teilgenommen hatte, ging ich den Kurs mit der Einstellung "OK, dann sitz ich halt die neun Stunden ab und mach dann die Ausbildung zum Kursleiter".
Ich war danach sehr erstaunt, was man auch als erfahrener Radfahrender alles mitnehmen kann. Für mich als Vielfahrer waren das die besten neun Stunden, die ich je in irgendetwas investiert habe.

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