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Besser unterwegs

Die Initiative Besser unterwegs in Freiburg wurde von ADFC, VCD und GreenPeace ins Leben gerufen und hat ein großes Ziel: wir wünschen uns, dass der Verkehr in Freiburg zu mehr Lebensqualität beiträgt und auch umweltfreundlicher wird. 

Um dies zu erreichen, sollen insbesondere der Fahrradverkehr, aber auch der Fußverkehr sicherer, schneller und komfortabler werden. Besser unterwegs in Freiburg ist trotzdem eine Initiative für alle Verkehrsteilnehmer/innen. Städte wie Kopenhagen oder Groningen erreichen bereits Fahrradfahrer/innenanteile von 40%. Dadurch haben sich Lärm und Luftverschmutzung deutlich reduziert. Autofahrer/innen haben aber auch von weniger Staus profitiert. Aus diesem Grund unterstützen zum Beispiel 69% der Autofahrer/innen in Kopenhagen, dass mehr Radwege gebaut und weitergehende Maßnahmen für den Fahrradverkehr durchgeführt werden.

Wir möchten den Prozess einer nachhaltigeren Verkehrsplanung in Freiburg unterstützen, in dem wir auf Gefahrenpunkte und Verbesserungspotenziale aufmerksam machen. Noch gibt es beispielsweise rund 500 Unfälle im Jahr, in die Fahrradfahrende involviert sind. Diese Unfälle sind nicht nur tragisch für die Beteiligten, sondern führen auch zu hohen Kosten für die Allgemeinheit in Form von Polizeieinsätzen, Krankenhausaufenthalten und Arbeitsausfällen. Auch aus einer volkswirtschaftlichen Perspektive lohnt es sich also, den Verkehr für Fahrradfahrende und zu Fuß Gehende sicherer zu machen. 

Dazu zählen nicht nur die echten Gefahrenpunkte, an denen sich häufig Unfälle ereignen, sondern auch das subjektive Sicherheitsempfinden: nur wer sich sicher auf Freiburgs Straßen fühlt, wird gern das Fahrrad nutzen. Deswegen geht es auch darum, den Fuß- und Fahrradverkehr komfortabler zu machen. Dazu gehören beispielsweise Straßenführungen und Ampelschaltungen, die besser an den Bedürfnissen der langsameren und schwächeren Verkehrsteilnehmer/innen orientiert sind - und diese dadurch schneller machen. Breitere Fahrradwege geben die Möglichkeit, gefahrlos zu überholen und auch nebeneinander zu radeln. Die Möglichkeit, Einbahnstraßen nutzen zu dürfen, macht Radfahren sicherer und ruhiger, und nimmt Verkehr von den Hauptstraßen.

Sicherlich gibt es viele Wünsche der Bürgerinnen und Bürger, wo welche Maßnahmen umgesetzt werden könnten. Um diese zu sammeln, gibt es die interaktive Karte, in die Gefahrenpunkte und Verbesserungsvorschläge in nur drei Schritten eingetragen werden können. Das geht auch ohne vorherige Registrierung des Nutzers: Verkehrspunkt auf der Karte auswählen (anklicken); entscheiden, ob es sich um einen Gefahrenpunkt oder Verbesserungsvorschlag für Fahrradfahrende / zu Fuß gehende / andere handelt; diesen kurz beschreiben und nach Möglichkeit einen konkreten Verbesserungsvorschlag machen. Falls vorhanden, ein Bild zur Illustration hochladen und das Ganze abschicken. 

Alle Einträge werden von uns gesammelt. Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) hat uns zugesagt, Hinweise und Kommentare auf dieser Seite zu sichten und im Rahmen der laufenden Aktivitäten und Prioritäten sowie der finanziellen und personellen Möglichkeiten geeignete Vorschläge zur weiteren Umsetzung in die Wege zu leiten. Auf diese Weise können Bürgerinnen und Bürger und Stadtverwaltung den Verkehr in Freiburg immer weiter verbessern.

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