Tourbericht 2020 : MOSBACH im Odenwald

Jahresausflug vom 04. bis 06. September 2020
 

FREITAG 04. September 2020
RADTOUR nach BAD WIMPFEN

 

Bei unserm diesjährigen Radausflug führten uns Brigitte und Joachim an den Rand des Odenwaldes nach Mosbach. Da in diesem Jahr sowieso alles anders war, wurde die Anreise zum Hotel Zum Amtsstüble individuell gestaltet, um 9:00 Uhr war Treffpunkt am Hotel-Parkplatz. Wie sollte es auch anders sein um 9:00 Uhr war die Mannschaft komplett und der Radausflug konnte starten. Nach ein paar wesentlichen Informationen von Brigitte über Mosbach inklusive dem personalisierten Stadtplan, gab es durch Joachim noch ein paar Tour-Informationen und dann konnte es mit einem „ALSO“ losgehen. Die heutige Tour führte uns in Richtung östlicher Odenwald über Sulzbach, Billigheim nach Neudenau an die Jagst.

Leider hat der Odenwald einen kleinen Nachteil, das Gelände ist sehr bergig und lässt keine Tourenplanung ohne nennenswerte Anstiege zu. So war es auch gleich bei dieser Tour, schon vom Hotel ab waren die ersten 150 Höhenmeter zu bewältigen, bis Neudenau sind dann nochmals 300 Höhenmeter dazugekommen. Diese Herausforderung wurde aber bravurös gemeistert. In Neudenau blieb etwas Zeit um dieses sympathische Städtchen mit seinen kleinen und schiefen Fachwerkhäusern zu erkunden, sich zu stärken und wieder zu Atem zu kommen.


Dann ging es entlang der Jagst nach Bad Friedrichshall wo wir dem Kloster Bad Wimpfen und anschließend der Stauferstadt Bad Wimpfen einen Besuch abgestattet haben. Hier war der letzte kurze Anstieg für diese Tour zu bewältigen. Da Bad Wimpfen reich an Sehenswürdigkeiten wie z. B. dem blauen Turm, der Kaiserpfalz, einer tollen Stadtkirche und noch mehr schiefen Fachwerkhäusern ist, haben wir beschlossen die Stadt individuell zu besichtigen und dann um 14.00 Uhr Neckaraufwärts in Richtung Mosbach zu starten.

Da wir mit dem Wetter sehr viel Glück hatten, fuhren wir die letzten 25 km bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen. Dies hatte einen Nachteil, da am Ende der Strecke noch eine schweißtreibende Herausforderung auf uns wartete. Es war die Schleusenanlage von Neckarzimmern zu überqueren, das bedeutete Treppen hoch und Treppen runter, hier waren die Radler ohne elektrische Unterstützung klar im Vorteil (wenigstens einmal). Aber auch dieses Hindernis wurde gemeinsam und fast ohne größere Blessuren gemeistert. Nach ca. 65 km und 520 Höhenmetern kam die Truppe wohlbehalten am Hotel an und dann konnten die schönen und komfortablen Zimmer bezogen werden. Am Abend wartete noch ein gutes Abendessen auf der Terrasse des Hotelrestaurants auf uns.

SAMSTAG 05. September 2020
RADTOUR nach HIRSCHHORN

 

Der zweite Tag unserer Tour war die Königsetappe. Da an diesem Tag die Wegstrecke etwas länger und die Anstiege etwas höher als am vorherigen Tag waren, wurde der Tour-Start auf 8:30 Uhr gelegt. Nach einer kurzen Einstimmung auf die Tour und dem passenden Wetter leicht bewölkt und moderaten Temperaturen radelte der größte Teil der Truppe an der Elz entlang nach Obrigheim. Ein kleiner Teil der Radler sollte später per S-Bahn in Hirschhorn zu uns stoßen. Von Obrigheim ging es den Neckar abwärts bis kurz vor Binau wo der erste Anstieg in Richtung Mörtelstein auf uns wartete. Auf der Höhe angekommen ging es immer wieder bergab und bergauf über Breitenbrunn, Unterschwarzach und Schwanheim bis Moosbrunn.
Bis dahin hatte die Gruppe über 520 Höhenmeter gesammelt und durfte nun eine 4 Kilometer lange Abfahrt nach Hirschhorn genießen. In Hirschhorn (Die Perle des Neckartals) angekommen konnte die kleine reizende Stadt mit ihrer imposanten Burganlage und ihren vielen Kirchen besichtigt werden. Leider hat die Corona-Pandemie in der Stadt ihre Spuren hinterlassen und Teile von Hirschhorn wirkten wie ausgestorben, was sich auch auf das Verpflegungsangebot ausgewirkt hat. Nachdem die Gruppe mit der S-Bahn auch in Hirschhorn eingetroffen war und die Besichtigungen beendet waren, ging es den Neckar entlang in Richtung Eberbach.

Kurz hinter Hirschhorn gab es noch ein Kleinod, nämlich die Ersheimer Kapelle zu besichtigen. Dieses kleine Kirchlein steht im ältesten Teil von Hirschhorn und wurde um 1377 fertiggestellt. Nach der Besichtigung und ca. 12 km weiter haben wir einen kurzen Stopp in Eberbach eingelegt. Leider hatte sich das Wetter eingetrübt und es sah nach Regen aus. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung oder einem Kaffee ging es in Richtung Mosbach. Die Highlights auf dem Weg in Richtung Mosbach waren die Burganlage in Zwingenberg und die vielen verstreuten kleineren Burgen, Türme und Ruinen. Auch ein Highlight aus der Neuzeit war zu sehen, das AKW Obrigheim. Gegen 16:30 Uhr war das Hotel erreicht. Es waren 76 km und 720 Höhenmeter bewältigt. Um 18:15 Uhr hat uns Brigitte zu einem Stadtspaziergang eingeladen.

Vom Hotel aus ging es zu den historischen Glanzpunkt in Mosbach, wie das ehemalige Stadttor, das Haus Kickelhain (das kleinste frei stehende Fachwerkhaus in Baden-Württemberg), es waren das Palmsche Haus, das Rat- und Salzhaus zu bestaunen. Über den ehemaligen Synagogenplatz ging es vorbei an interessanten Brunnenanlagen bis unsere Tour vor dem Scharfrichterhaus endete. Nun war es Zeit die verlorenen Kalorien wieder aufzufüllen und ins Trockene zu kommen, da leider der aufziehende Regen vom Nachmittag am Abend zugelegt hat. Zu diesem Zweck hatten Brigitte und Joachim einen Tisch in der Brauereigaststätte Mosbach reserviert, wo wir mit ausgezeichnetem Bier und Essen inklusive einem aufmerksamen Service verwöhnt wurden.

SONNTAG, 06. September 2020
3 - TÄLER - RADTOUR

Am Sonntag, unserem letzten Tag, haben wir es geruhsam angehen lassen. Es stand nur eine kurze Tour in den Odenwald auf dem Programm. Es war die Drei-Täler-Tour geplant. Nach dem Frühstück und dem check out haben wir uns um 9:30 Uhr vor dem Hotel zur Abfahrt getroffen. Bevor wir die Tour richtig begannen, haben wir noch einen kleinen Schlenker zur Gutleutanlage unternommen. Diese Anlage besteht aus dem Gutleuthaus, dem Elendshaus und der Gutleutkapelle. Die Anlage wurde im 15. Jahrhundert erbaut und zählt zu den besterhaltenen Anlagen dieser Art in Baden-Württemberg. Leider war die Kapelle nicht zu besichtigen, was aber bei einem späteren Besuch sehr zu empfehlen ist.

Nun ging es aber los zur Drei-Täler-Tour die uns durch Elz-, Seebach- und Neckartal führte. Da bei unseren vorherigen Touren der Wald und die Natur etwas zu kurz gekommen sind, hatten wir am Sonntag genügend davon. Nach einer kurzen Straßenetappe ging es über Waldwege direkt in den Odenwald. Da für diesen Tag Natur angesagt war, war das Besichtigungsprogramm klein gehalten. Eher durch Zufall haben wir in Rittersbach ein nettes Kirchlein entdeckt. Auch die Anstiege haben sich bei dieser Tour in Grenzen gehalten, nur vor Dallau war ein mehr als giftiger Anstieg zu meistern und dann noch vor dem Robener See.

Aber von da ab ging es nur noch bergab. Nach einer traumhaften Abfahrt von 7 Kilometern durch den Wald entlang des Seebaches sind wir in Neckargerach gelandet. Von dort ging es in flotter Fahrt nach Diedesheim wo um 14:00 Uhr die Abschlusstafel auf uns gewartet hat.
Hier waren dann auch zwei große Plumpser zu hören, dies waren die Steine die Brigitte und Joachim vom Herzen gefallen sind. Die Tour ist gut verlaufen, es gab keinen größeren Unfall und keine Panne, dann sind die Organisatoren erleichtert. Nach dem Abschiedsmahl ging es zu den Autos und zurück nach Remseck.Für die Organisatoren waren es sehr schöne drei Tage, vielen Dank an die Gruppe. Ein Dank, den die Gruppe an dieser Stelle den Organisatoren Brigitte und Joachim weitergeben möchte.

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