7te Renninger Radverkehrsschau

Tourenbericht

Unsere 7te Renninger Radverkehrsschau gab am Sa., 18.April einen Einblick, was in Renningen für den Radverkehr schon getan wurde, aber auch was dringend noch verbessert werden sollte.


Erklärtes Ziel der Landesregierung, aber auch des Landkreises ist es, den Anteil des Radverkehrs bis 2025 von aktuell ca.8% auf 20% zu steigern. Dabei ist neben einem angestrebten Bewußtseinswandel der Verkehrsteilnehmer (Stichwort „Radkultur“) auch die Verbesserung des Angebots für den Radverkehr ein zentrales Thema, um mehr Menschen aufs Rad zu bekommen. In Bezug auf den Bewußtseinswandel ist in unserer Stadt sicher noch großes Potential vorhanden und obwohl sich beim Angebot in den letzten Jahren einiges zum Positiven verändert hat, gibt es auch dabei noch Verbesserungspotential.

Deshalb wurden folgende Schwerpunkte mit dem Rad angefahren, Lösungen vor Ort erläutert und mit den Teilnehmern diskutiert:

  • Problematische Radverkehrsführung zwischen Keltenstraße – Rutesheimer Straße – Industriestraße. Im Radverkehrskonzept des Landkreises gibt es einen guten Vorschlag wie dieser Bereich umgestaltet werden kann. Das Planungsbüro VIA aus Köln orientiert sich dabei an unserem Vorschlag aus dem Jahr 2009.
    Dieser Straßenzug spielt auch im künftigen Landesradnetz auf der nördl. Hauptroute im Landkreis Böblingen eine wichtige Rolle und sollte unbedingt durch die Stadt angegangen werden.

  • Angestrebte Verbesserungen für den Radverkehr im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplans der Stadt Renningen. Wir stellten den Teilnehmern unsere Vorschläge für die Ausweisung von 2 Straßenzügen in Renningen als Fahrradstraßen vor. Die Zeit scheint reif dafür, in vielen Kommunen in Baden-Württemberg wird der Radverkehr durch diese Straßenform inzwischen gefördert. Wieso nicht auch bei uns?

  • Radwegverbindung Renningen – Magstadt, die auf der nördl. Renninger Seite in einem desolaten Zustand ist. Dabei geht es um die Ertüchtigung des wassergebundenen Wegs, aber auch um die Schaffung eines Radwegs parallel zur Magstadter Straße bis zum Ortseingang von Renningen, der den Namen Radweg verdient. Außerdem wurde auch die unter der B295 immer noch nicht fertiggestellte Brücke über den Rankbach begutachtet.
    Die Geduld der Radller mit diesem aus Radfahrersicht unwürdigen Streckenabschnitt ist inzwischen erschöpft und deshalb wurde kurz nach Ostern ein offener Brief an Landrat Bernhard verfasst mit der dringenden Bitte, sich für eine Verbesserung der Situation für die Radler einzusetzen.

 


Abschließend bedankte sich der ADFC-Vorsitzende Jörg Stenner bei allen Teilnehmern für ihr großes Interesse und lud zu den weiteren Veranstaltungen der ADFC Ortsgruppe ein.

 

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