Der Sonne entgegen

Mountanbike-Genusstour über den Nenzinger Berg

Die Tour ist prinzipiell für jeden Radler mit guter Kondition und einem technisch einwandfreien Bergrad zu schaffen und, weil fahrtechnisch unschwierig, somit auch für Einsteiger eignet.

Die Anfahrt erfolgt bequem und umweltfreundlich mit der Bahn nach Nenzing. Wir starten vom Bahnhof Nenzing (515 m) und fahren nach Nenzing hinein (1 km, 530 m), halten uns links des Baches Meng und folgen der Wegweisung zum Nenzinger Himmel. Die asphaltierte Bergstraße schlängelt sich im schattigen Wald bei 10-14% Steigung empor, was im kleinsten Gang gut fahrbar ist. Nach dieser Aufwärmstrecke passieren wir nach 3,7 km (750 m) die Mautstelle, die allerdings nur für den Nenzinger Himmel gilt. Unser Ziel, der Nenzinger Berg, ist für Radfahrer frei.

Nach 4,3 km (800 km) kommt dann eine Abzweigung links Richtung Nenzinger Berg. Kurz danach beginnt eine angenehme Schotterstraße, auf der wir bis zur Abzweigung Bläsiloch (8,1 km, 1087 km) fahren. Hier geht es wieder links ab zum Nenzinger Berg. Nun lassen wir den Wald hinter uns, rollen in schönen Kehren bergauf und lassen uns von immer neuen Ausblicken überraschen. Der gute Schotterbelag begleitet uns bei konstanter Steigung von 7-8% und mit einigen Schweißtropfen hinauf bis zum Klampersätteli (16 km, 1695 m), dem höchsten Punkt der Radtour. Hier empfiehlt sich bei guten Sichtverhältnissen ein Abstecher zu Fuß auf die Mondspitze (1967 m, insgesamt ca. 1 Stunde Gehzeit). Die Belohnung für diesen Fußmarsch ist eine tolle Aussicht auf fünf Täler und die wilden Gipfel des Rätikons.

Nach einer kurzen Abfahrt vom Klampersätteli erreicht man die schön gelegene Furkla-Alpe (17,3 km, 1595 m), die eine einfache Brotzeit und Getränke anbietet, aber leider nicht immer geöffnet ist. Die Weiterfahrt unterhalb der Mondspitze und des Schillerkopfes geht zunächst meist eben am Hang entlang, dann flott bergab zur Inneren Parpfienz-Alpe (23,7 km), wo für Milch- und Käseliebhaber schon wieder eine Einkehr lockt. Die anschließende Abfahrt nach Brand auf der zum Teil ruppigen Schotterpiste mit vielen Kehren macht richtig Spaß, sollte aber mit der nötigen Vorsicht befahren werden, denn es sind auch Wanderer anzutreffen. Bitte aufpassen und stets bremsbereit sein.

Bei der Einmündung in die Hauptstraße in Brand (28,6 km, 991 m) hat uns die automobile Zivilisation wieder, aber nach 200 m Fahrt auf der Hauptstraße talauswärts geht’s bereits wieder rechts ab, Schilder zeigen nach Bürs und einem Golfplatz. Kurz danach führt ein Treppenweg steil hinab zur Brücke über den Alvier-Bach, der fortan immer links von uns durchs Tal fließt. Es geht entlang des Golfplatzes, kurz auf Schotter, später nur noch auf Asphaltwegen im Wald talauswärts, wo wir noch zwei kurze Anstiege fahren müssen. Danach führt die Straße verkehrsarm genussvoll bergab Richtung Bürs, wo „Auf der Schass“ nach 35,3 km (740 m) die Abzweigung links nach Bürs zu beachten ist. Bis Bürs (37,9 km) ist der Weg nicht zu verfehlen, und nach insgesamt ca. 40 km erreicht man auf der Hauptstraße den Bahnhof in Bludenz.

Infos zur Tour

Die Kilometer- und Höhenangaben sind ungefähre Werte und ohne Gewähr.

Kartenempfehlung: Kompass Wanderkarte Nr. 21 (Feldkirch – Vaduz) und Nr. 32 (Bludenz-Schruns, Klostertal), 1:50.000

Bahnanfahrt über Lindau, Bregenz, Feldkirch nach Nenzing, Rückfahrt von Bludenz über Feldkirch.

Ständige Vorsicht und Rücksicht auf Natur, andere Radler und Wanderer sind selbstverständlich.

Weitere Infos zur Tour unter 07541/28129.

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