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Ludwigsburger Kreiszeitung, 23. Mai 2018

Sicherheit

Vorsicht an den Ausfahrten

Fahrradclub gibt Tipps für die Alltagsradler, um sicher und gut durch die Stadt zu kommen

Bietigheim-Bissingen / Alfred Drossel 23.5.2018

Da geht's lang: Albrecht Kurz gibt Radfahrern in der Stadt nützliche Tipps.
© Foto: Alfred Drossel

Albrecht Kurz vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) lädt immer wieder mal zu Radfahrten in der Stadt ein, um praktische Tipps zu geben, um sicher und gut durch die Stadt zu kommen.

„In Bietigheim-Bissingen gibt es keinen Grund, nicht Rad zu fahren”, sagt Albrecht Kurz. Die Stadt biete viele Routen, die ausgesprochen fahrradfreundlich und sicher seien. Dennoch gebe es einiges zu beachten, sagt Kurz, der seit einigen Jahren schon diese Touren anbietet.

Auf der kleinen Rundfahrt, die am Bahnhof startet, gibt Bietigheims erster Radler Tipps. Abstand zum Straßenrand müsse wegen einem möglichen Ausweichen gehalten werden und wegen parkender Autos. Radler sollten nicht an den Fahrbahnrand gedrückt fahren und sie sollten kein Hüpfen durch die Parklücken betreiben, sondern eine klare gerade Route nehmen.

Wichtig sei es, eindeutige Signale und Handzeichen zu geben, beim Spurwechsel beispielsweise und in Warteposition. In einer Vorfahrtssituation sollte rechtzeitig abgebremst werden und es dürfe niemals die Vorfahrt erzwungen werden. „Radfahrer fahren in der Regel auf der Fahrbahn”, sagt Kurz. Es gebe Ausnahmen: Der obligatorische, durch ein blaues Schild gekennzeichnete Radweg, der Radstreifen, der Schutzstreifen entlang der Fahrbahn und der nicht benutzungspflichtige Radweg, war aber nicht sein müsse.

Wenn ein Radweg oder ein Radstreifen plötzlich aufhöre, sei das so gewollt, sagt Kurz, dann müsse auf der Fahrbahn weitergefahren werden. Keinesfalls dürften Radfahrer auf dem Gehweg fahren, wie das in Untermberg Unsitte ist. Ausnahme sei, so Kurz, wenn der Gehweg mit einem Zusatzschild „Radfahrer frei” versehen sei.

Der Schutzstreifen dürfe wegen des Rechtsfahrgebots nicht in der Gegenrichtung befahren werden. Die sicherste Führung im Kreisverkehr sei dafür zu sorgen, dass Autos im Kreisel nicht überholen und so beim Ausfahren nicht scheiden könnten. Bei Führung des Radverkehrs auf einem Radweg am Rande des Kreisverkehrs habe innerorts der Radfahrer Vorfahrt, außerorts der Autofahrer, betont Albrecht Kurz. Bei einer Nichtbeachtung könne das zu gefährlichen Situationen kommen.

In diesem Fall weist Kurz darauf hin, dass es auch für Autofahrer gut sei, sich mit dem Thema Radfahrer im Straßenverkehr zu beschäftigen. In Tempo-30-Zonen hat der Gesetzgeber keine Einrichtungen für Radfahrer erlaubt. Her sollen sich Radfahrer und Autofahrer die Fahrbahn teilen. Deshalb wurden in der Parkäckerstraße und in der Berliner Straße die Radwege aufgelöst.

Albrecht Kurz weist auf Gefahren hin: Das sind Zweirichtungsradwege, weil der Autofahrer bei Einmündungen nicht mit dem Verkehr in „falscher” Richtung rechnet ebenso wie an Grundstücksausfahrten.