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Presseinformation 9. März 2014

Nachhaltige Mobilität und Radverkehrsförderung

Jahreshauptversammlung des ADFC Bietigheim-Bissingen

Über zahlreiche Radtouren, Treffen und verkehrspolitische Initiativen konnte Albrecht Kurz, Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Bietigheim-Bissingen auf der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe berichten. Auf der anschließenden öffentlichen Veranstaltung gab Tobias Schunn, Verkehrsplaner der Stadt Bietigheim-Bissingen, einen Überblick über nachhaltige Mobilität und Radverkehrsförderung in der Stadt.

16 Tages- und Mehrtagestouren, 42 Feierabend-, 13 Samstagstouren sowie 4 Touren mit Kindern mit ca. 750 Teilnehmern seien von der ADFC-Ortsgruppe im letzten Jahr durchgeführt worden, so Albrecht Kurz. Neuland habe man mit dem 24-Stunden-Radeln betreten. Bei der erfolgreichen Premiere gingen bei den 24 einstündigen Touren rund um die Uhr ca. 170 Radler mit auf Tour, so dass die Veranstaltung auch dieses Jahr am 12. und 13. Juli wieder ins Programm aufgenommen wurde.

Weiterhin eine große Rolle in der Radverkehrspolitik hätten die Schulradwegpläne eingenommen, bei denen es jetzt um die Beseitigung der Problemstellen gehe. Auf Initiativen des ADFC gingen die Rad-Schutzstreifen entlang der Carl-Benz-Straße, die deutlichen Markierungen an Radwegen bei Straßeneinmündungen und die für 2014 geplante Fahrradstraße zurück.

Tobias Schunn, Verkehrsplaner beim Stadtplanungsamt Bietigheim-Bissingen wies in seinem anschließenden Vortrag auf die Notwendigkeit hin, gesellschaftlich notwendige Mobilität möglichst umweltverträglich gestalten!

Dabei gäbe es gewichtige Gründe für das Fahrrad als Verkehrsmittel: Klimaschutz und Energie (Senkung des Energieverbrauchs und des CO2-Ausstoßes), Umweltschutz (Reduzierung Luftverschmutzung und Verkehrslärm), Demografie (Selbstständige Mobilität für ältere Menschen ohne eigenen Pkw), Stadtentwicklung („Stadt der kurzen Wege”, Sicherheit und Lärm spielen immer wichtigere Rolle) sowie Gesundheit (Mehr Bewegung auf den Alltagswegen).

Ziel des Nationalen Radverkehrsplanes sei die Erhöhung des Anteils des Radverkehrs in Baden-Württemberg von 8% bis 2015 auf 16% , bis 2020 sogar auf 20%. Mit dem gerade in Auftrag gegebenen Verkehrsentwicklungsplan 2030 wolle man die Verkehrsprobleme der Stadt angehen, auch durch Stärkung der Alternativen zum Auto wie Radverkehr, ÖPNV und auch Car-Sharing.

Wichtig sei dabei neben einer guten Infrastruktur auch Öffentlichkeitsarbeit. Mit dem Winter-Rad-Check im vergangen November, der geplanten AGFK-Faltblattserie „Entspannt mobil” und dem neu ins Leben gerufenen „Runden Tisch Radverkehr” hätte die Verwaltung hier Initiativen gestartet. Weitere geplante Aktionen seien die Unterstützung der landesweiten Rad­sternfahrt Baden-Württemberg nach Stuttgart am 18. Mai, die Ausrichtung eines Fahrradaktionstag am 22. Juni und die Unterstützung der Aktionen „Mit dem Rad zur Arbeit” und „Stadtradeln”.

Mit einem Zitat des ehemaligen Bürgermeisters von Bogota Enrique Penalosa schloss Schunn seinen Vortrag: „Ob eine Stadt zivilisiert ist, hängt nicht davon ab, dass es Autobahnen gibt, sondern davon, dass ein Kind auf einem Rad überall unbeschwert hinkommt.”