ADFC Bietigheim-Bissingen

Bolzstraße 27
Bietigheim-Bissingen
Fon 07142/5 47 56
bietigheim-bissingen@adfc-bw.de

Pressemitteilungen > 2003 > Bahnübergang Enztalradweg: Vorgeschlagene Lösung nicht sinnvoll

Pressemitteilung 20. Mai 2003

Bahnübergang Enztalradweg

Vorgeschlagene Lösung nicht sinnvoll

ADFC infomiert über Planungen

Nicht anfreunden kann sich der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Bietigheim-Bissingen mit dem Vorschlag der Stadt Besigheim zur Beseitigung des Bahnüberägangs des Enztalradweges zwischen Bietigheim und Besigheim. „Die Beseitigung der Engstelle Bahnübergang müssen sich Radfahrerinnen und Radfahrer mit Umweg, unübersichtlicher Wegeführung und einer zusätzlichen Steigung erkaufen. Dies bedeutet eine wirkliche Verbesserung der Situation!“ so Albrecht Kurz, der Vorsitzende der Bietigheim-Bissinger ADFC-Ortsgruppe in einer Pressemitteilung.

Der Bahnübergang in der Nähe der Bietigheimer Kläranlage war schon oftmals in der Diskussion. Durch die Abschrankungen links und rechts werden die Radlerinnen und Radler zum Schieben über die Bahngleise gezwungen. Leider sei das Durchqueren der Gitter so beschwerlich, dass es vor allem bei Gruppen schon zu Stauungen auf den Schienen gekommen sei. Eine Änderung dieser Situation hat der ADFC schon öfters angemahnt. Auch die Landtagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Heike Dederer und Michael Jacobi, wurden diesbezüglich schon initiativ.

Nun liegt das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie der Stadt Besigheim vor. Drei Alternativen wurden untersucht: eine neue Unterführung an Stelle des jetzigen Bahnübergangs, eine neue Brücke über die Bahngleise oder die Nutzung eines bestehenden Wasserdurchlasses mit Anbindung eines Weges oberhalb der Bahnlinie. Als Beschlussempfehlung liegt dem Besigheimer Gemeinderat die letzte Lösung vor. Sie ist von den Kosten die günstigste.

Für die Radfahrerinnen und Radfahrer sei diese Variante allerdings deutlich die schlechteste, so der ADFC. Der umgenutzte Wasserdurchlass habe an der Sohle nur einen Breite von unter 1,40 m und sei nur zwischen 2,20 und 2,50 m hoch. Im Gegenverkehr könne er nicht passiert werden. Auf diese „Unterführung“ folge dann eine 75 m lange Steigung mit einem Höhenunterschied von 10,5 m. „Das sind im Mittel fast 14% Steigung. Das ist - aus dem Stand - für durchschnittliche Freizeitradler nicht zu schaffen, mit einem Kinderanhänger völlig unmöglich.", so Albrecht Kurz.

Auf einem Infostand am kommenden Sonntag, dem 25.5., zwischen 14.30 und 17 Uhr möchte der ADFC vor Ort über die Planungen informieren und mit den Benutzern des Radweges über die verschiedenen Lösungen diskutieren.