Rückenwind für den Radtourismus: ADFC zieht Bilanz und feiert 25 Jahre Bett+Bike

Presseinfo Radtourismus Bett+Bike

Die Corona-Krise hat die Tourismusbranche hart getroffen. Sie führte aber auch dazu, dass viele Menschen hinsichtlich ihrer Urlaubspläne umsattelten und dem Radtourismus Rückenwind verschafften: Radreisen vor der eigenen Haustüre lagen 2020 im Trend. Das zeigte sich auch in der gestiegenen Nachfrage nach Bett+Bike-Unterkünften. Die Marke steht seit 25 Jahren für fahrradfreundliches Übernachten.

Das Jahr 2020 steht im Zeichen der Corona-Pandemie, die auch die Tourismusbranche hart getroffen hat. Während des Lockdowns ist der Radtourismus allein wegen des geltenden Übernachtungsverbots quasi zum Erliegen gekommen – er hat sich im Vergleich zu anderen Tourismusarten aber schneller wieder erholt, wie die Bett+Bike-Regionalmanagerin im ADFC-Landesverband Baden-Württemberg Maiken Resch feststellt. Viele Reisende verbrachten dieses Jahr den Urlaub in der Heimat und entdecken Aktivreisen mit dem Fahrrad für sich: „Der Trend zu Individualreisen und Bewegung an der frischen Luft und in der Natur hat dem Radtourismus Rückenwind gegeben.“

Gestiegene Nachfrage nach Radreisen

Dieser Trend drückt sich auch in Zahlen aus: Nicht nur die ADFC Radreise-Analyse, sondern auch die Studie Fahrrad-Monitor 2020 verzeichnen bei Radurlauben klare Zuwächse. 2020 verbrachten rund 17 Prozent der Deutschen ihren Urlaub auf dem Rad – das entspricht rund 10,7 Millionen Reisenden. 37 Prozent davon hatten ursprünglich keinen Radurlaub geplant, sich aber aufgrund der Corona-Pandemie zu dieser Alternative entschieden. Baden-Württemberg ist nach Bayern das beliebteste Bundesland für einen Radurlaub.
Eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Radurlauben machten auch die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 107 Prozent gestiegenen Zugriffe auf die Bett+Bike-Webseite, ein Portal für fahrradfreundliche Unterkünfte, deutlich. „Das ist eine tolle Bilanz“, so Resch. Die Expertin berichtet zudem von Rückmeldungen der Bett+Bike-Gastgeber über durchgehend volle Fahrradgaragen in ihren Betrieben. Der große Run auf Radwanderwege führte außerdem zur ADFC-Kampagne #abseitsradeln, die Routentipps fernab der üblichen Hotspots vorstellte.( www.adfc.de/dossier/dossier-abseitsradeln)

Einzigartiges Jubiläum: 25 Jahre Bett+Bike

Das Qualitäts-Label für den Radtourismus Bett+Bike steht seit 25 Jahren für fahrradfreundliches Übernachten und hat sich zu einer einzigartigen Erfolgsmarke entpuppt: „Fahrradurlauber*innen können auf unserer Webseite oder via App inzwischen aus 5.800 Unterkünften in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern wählen – gestartet sind wir 1995 mit 216“, erklärt Resch. Die Bett+Bike-Gastgeber – darunter ganz verschiedene Unterkunftskategorien von der einfachen Radler-Pension übers Heuhotel, den Campingplatz oder die Jugendherberge bis hin zum Luxushotel – stellen sich besonders auf die Bedürfnisse von Rad fahrenden Gästen ein. Mit der Bett+Bike-Zertifizierung garantieren sie die Einhaltung von Standards und Serviceangeboten. Radreisende können etwa sichergehen, dass in einem Bett+Bike-Betrieb ihr Fahrrad sicher abgeschlossen und überdacht untergebracht ist, sie mit einem vollwertigen Frühstück in den nächsten Tag starten können und bei kleineren Pannen das passende Werkzeug im Gastbetrieb vorfinden.

Radtourismus erfolgreich gestalten

„Auch wenn die Krise in einigen unseren Partner-Betriebe leider zu Schließungen führte, konnten wir deutschlandweit neue Gastbetriebe als Bett+Bike-Partner gewinnen, denn fahrradfreundliche Unterkünfte waren gefragt wie selten zuvor“, resümiert Resch. Gemeinsam mit ihren Kolleg*innen der acht deutschen Bett+Bike-Regionalmanagements blickt sie angesichts des Trends zum Urlaub auf dem Fahrrad zuversichtlich nach vorne: „Unser Ziel ist es, den Radtourismus auch weiterhin erfolgreich zu gestalten, Menschen nachhaltig zum Radfahren zu bewegen und die Betriebe beim Wandel zur fahrradfreundlichen Unterkunft zu beraten und zu unterstützen.“

Foto zum Download

Quelle: ADFC / april agentur

© ADFC BW 2020