Jünger, weiblicher − und größer

Jahreshauptversammlung 2020 des ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg wählte neuen Kreisvorstand

Einstimmig wählte die Jahreshauptversammlung des ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg am 12. Februar 2020 turnusgemäß einen neuen Vorstand. Dem nunmehr auf neun Personen erweiterten Gremium gehören an: die bisherigen Vorstandsmitglieder Hermino Katzenstein, Bernhard Pirch-Rieseberg, Bert-Olaf Rieck, Norbert Schön und Matthias Württemberger. Neu dabei sind Angelika Ferner, Clara McKellar, Susanne Niemann und Hendirk Schubert (Kassenwart). Zur Kassenprüferin / zum Kassenprüfer wurden Anja Weber und Michael Bamberg gewählt.

Damit haben die Bemühungen der letzten Jahre, den ADFC-Vorstand „jünger und weiblicher“ zu machen, erfreulicherweise Früchte getragen. Der neue Vorstand ist mit neun Mitgliedern noch schlagkräftiger für die Weiterentwicklung der Radinfrastruktur und der RadKULTUR in unserer Region.

Mit herzlichem Dank für die geleistete Arbeit wurden der bisherige Kassenwart Manfred Hauk, der zehn Jahre für die Finanzen verantwortlich war und auch das Radtourenprogramm koordinierte, sowie Michael Fröhlich verabschiedet. Michael hat mit großem Erfolg die Jugendarbeit und die Verkehrspädagogik aufgebaut und sehr engagiert die Verjüngung des ADFC-Kreisverbandes auf den Weg gebracht. 2015 erhielt er aus den Händen von Landesverkehrsminister Winfried Hermann die Auszeichnung „Held der Neuen Mobilität“. Beide bleiben dem Verein erhalten, Manfred  als Radtourenleiter und Michael als Abteilungsleiter Verkehrspädagogik, der im Rahmen seiner hauptamtlichen Tätigkeit auch Aufgaben der Geschäftsführung übernimmt.


Protokoll der Jahreshauptversammlung 2020

Präsentation Öffentlichkeitsarbeit

Präsentation Radtourenprogramm

Präsentation Personal

Präsentation Verkehrspolitk

Präsentation Geschäftsführung

Präsentation des Schatzmeisters


 

„Hochunzufrieden mit allem, was man heute kaufen kann“

„Pro & contra Elektrofahrrad − kritische Betrachtung einer neuen Technologie“ − Vortrag von Hannes Neupert im Rahmen der ADFC-Jahreshauptversammlung 2020

Rund 30 Jahre ist das E-Bike alt, mit einer Technik, wie wir sie heute kennen: Der Motor wird gesteuert durch die beim Pedalieren eingesetzte Muskelkraft. Hannes Neupert, Vorsitzender des ExtraEnergy e.V. und seit 2013 Geschäftsführer der ExtraEnergy Services, sieht allerdings die Entwicklung noch ganz am Anfang: „Ich bin hochunzufrieden mit allem, was man heute kaufen kann“, so Neupert, „das Thema hat gerade erst angefangen“. Die Zukunft sieht Neupert im volldigitalen E-Bike mit je einem verschleißarmen Antrieb in Vorder- und Hinterradnabe.

Aber auch mit der heutigen Technik ist das E-Bike bereits eine Erfolgsgeschichte, die gerade erst begonnen hat. „Das E-Bike schafft Möglichkeiten, das Fahrrad in ein neues Umfeld zu haben und erreicht neue Durchdringungsraten. Das Pedelec hat es geschafft, die Fahrradwelt auf ganz neue Füße zu stellen.“ Wer am Berg wohnt oder sich aus Alters- oder Fitnessgründen früher nicht in der Lage sah, mit dem Rad zu fahren, hat mit dem Pedelec ein Verkehrsmittel, das diese Hürden überwinden kann.

Das E-Bike ist Lastesel, tolles Familienfahrzeug − und warum nicht in jungen Jahren schon mit dem Pedelec zur Schule pendeln? „Das Pedelec erlaubt es jedem, Fahrrad zu fahren und bringt die Leute dazu, mehr Stunden auf dem Rad zu verbringen“, so Neupert.

Aber wie steht es mit der Nachhaltigkeit? Das E-Bike ist nichts für Gelegenheitsradler, davon ist Neupert überzeugt. „Man darf es nur kaufen, wenn man es wirklich viel benutzt, sonst ist es unökologisch.“


 

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