"Pop-up Bikelanes jetzt!"

Offener Brief an die Stadt Heidelberg - Mehr Platz fürs Rad in Heidelberg - Berlin macht es vor

in Heidelberg fehlen an zahlreichen Straßen sichere Radwege, die es erlauben würden, den in Corona-Zeiten gebotenen Abstand zu anderen Radfahrer*innen und Fußgänger*innen einzuhalten, zum Beispiel in der Mittermaierstraße. Provisorische Fahrradspuren, sog. Pop-up Bikelanes, wie sie derzeit weltweit eingerichtet werden, sind eine gute Möglichkeit, rasch und kostengünstig vorläufige Abhilfe zu schaffen.

Berlin hat dazu jüngst "Regelpläne zur temporären Einrichtung und Erweiterung von Radverkehrsanlagen" veröffentlicht. Der ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg schlägt der Stadt Heidelberg vor, solche Pop-up Bikelanes auch hier einzurichten. Das Schreiben, das wir an den Oberbürgermeister, den Ersten Bürgermeister, das Amt für
Verkehrsmanagement sowie die Gemeinderatsfraktionen gerichtet haben, finden Sie hier.

Berliner "Regelpläne zur temporären Einrichtung und Erweiterung von Radverkehrsanlagen"


 

Heidelberg leicht verbessert, Schwetzingen Landessieger

Die Ergebnisse des Fahrradklimatests 2018 liegen vor

Ein diesjähriger Bundessieger des ADFC-Fahrradklima-Tests 2018 liegt ganz in unserer Nähe: Karlsruhe ist mit der Note 3,15 erstmals fahrradfreundlichste Stadt in der Größenklasse der Städte von 200.000 bis 500.000 Einwohner. Heidelberg kann da nicht ganz mithalten, weder von der Größenordnung noch von der Fahrradfreundlichkeit: In der Klasse der Städte mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern ist Heidelberg mit der Note 3,57 zwar Landessieger, kommt bundesweit aber nur auf Platz 4 (von 41). Das ist immerhin eine leichte Verbesserung gegenüber dem Fahrradklimatest 2016, damals belegte Heidelberg Rang 7 von 38 mit der Note 3,61. Stark zugenommen hat in Heidelberg das Interesse am ADFC-Fahrradklimatest: von 666 Teilnehmern im Jahre 2016 auf jetzt 962.

Radwege zu schmal und zugeparkt

Vergleicht man die Ergebnisse für Heidelberg im Detail, ergeben sich nur wenig Änderungen gegenüber den Vorjahren: Punkten kann die Unistadt mit geöffneten Einbahnstraßen, Leihrädern, der guten Erreichbarkeit des Stadtzentrums, der Radwegweisung sowie der Tatsache, dass hier fast alle Rad fahren. Bemängelt werden insbesondere die unzureichende Breite der Radwege, die Ampelschaltungen, Konflikte mit Kraftfahrzeugen, die mangelnde Falschparkerkontrolle auf Radwegen, die Führung an Baustellen sowie eine hohe Fahrraddiebstahlquote.

Schwetzingen auf Platz 1 in Baden-Württemberg

Im Rhein-Neckar-Kreis gibt es einen Überraschungssieger: Schwetzingen erreicht mit der Note 3,29 in der Größenklasse 20.000 bis 50.000 Einwohner Platz 1 von 50 im Ländle, Rang 17 von 311 bundesweit, und hat sich damit deutlich verbessert (2016: Note 3,74). Die weiteren Platzierungen: Wiesloch 3,83 (Rang 26/50), Weinheim 3,99 (Rang 34/50) und Hockenheim 4,06 (36/50).

Die Platzierungen der Orte unter 20.000 Einwohnern: Ladenburg 3,38 (Rang 7 von 35 im Land), Oftersheim 3,65 (Rang 18), Walldorf 3,69 (Rang 19), St. Leon-Rot 3,79 (Rang 23).

Bundesweite Verschlechterung des Fahrradklimas

Das Fahrradklima, also die Zufriedenheit der Befragten beim Radfahren, hat sich nach Einschätzung von 170.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der ADFC-Umfrage weiter verschlechtert. 2014 wurde das Fahrradklima noch mit 3,7 bewertet, 2016 mit 3,8 – 2018 mit 3,9. Besonders bedenklich ist der Trend, dass die Menschen sich immer unsicherer beim Radfahren fühlen (Note 4,2 gegenüber 3,9 in 2016).

Falschparker und zu schmale Radwege machen Probleme

Der zu lasche Umgang mit Falschparkern ist bundesweit mittlerweile das von Radfahrerinnen und Radfahrern am meisten bemängelte Thema (Note 4,5). Besonders unzufrieden sind die Radfahrenden auch mit der schlechten Führung des Radverkehrs an Baustellen (Note 4,5). Ebenfalls schlecht bewertet werden ungünstige Ampelschaltungen für Radfahrer (Note 4,4) und die fehlende Breite der Radwege (Note 4,4).

Hintergrund zum ADFC-Fahrradklima-Test

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte nicht-repräsentative Umfrage zur Zufriedenheit der Radfahrenden weltweit. Im Herbst 2018 wurden bundesweit per Online-Umfrage 32 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt − beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob Radwege von Falschparkern freigehalten werden und ob sich das Radfahren auch für Familien mit Kindern sicher anfühlt. Mehr als 170.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich an der Umfrage beteiligt und die Situation in 683 Städten und Gemeinden beurteilt. Nur 15 Prozent der Teilnehmenden sind ADFC-Mitglieder. Der Fahrradklima-Test findet zum achten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert den ADFC-Fahrradklima-Test 2018 aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP). Die vollständigen Ergebnisse sind unter www.fahrradklima-test.de zu finden.

Ein diesjähriger Bundessieger des ADFC-Fahrradklima-Tests 2018 liegt ganz in unserer Nähe: Karlsruhe ist mit der Note 3,15 erstmals fahrradfreundlichste Stadt in der Größenklasse der Städte von 200.000 bis 500.000 Einwohner. Heidelberg kann da nicht ganz mithalten, weder von der Größenordnung noch von der Fahrradfreundlichkeit: In der Klasse der Städte mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern ist Heidelberg mit der Note 3,57 zwar Landessieger, kommt bundesweit aber nur auf Platz 4 (von 41). Das ist immerhin eine leichte Verbesserung gegenüber dem Fahrradklimatest 2016, damals belegte Heidelberg Rang 7 von 38 mit der Note 3,61. Stark zugenommen hat in Heidelberg das Interesse am ADFC-Fahrradklimatest: von 666 Teilnehmern im Jahre 2016 auf jetzt 962.

Radwege zu schmal und zugeparkt

Vergleicht man die Ergebnisse für Heidelberg im Detail, ergeben sich nur wenig Änderungen gegenüber den Vorjahren: Punkten kann die Unistadt mit geöffneten Einbahnstraßen, Leihrädern, der guten Erreichbarkeit des Stadtzentrums, der Radwegweisung sowie der Tatsache, dass hier fast alle Rad fahren. Bemängelt werden insbesondere die unzureichende Breite der Radwege, die Ampelschaltungen, Konflikte mit Kraftfahrzeugen, die mangelnde Falschparkerkontrolle auf Radwegen, die Führung an Baustellen sowie eine hohe Fahrraddiebstahlquote.

Schwetzingen auf Platz 1 in Baden-Württemberg

Im Rhein-Neckar-Kreis gibt es einen Überraschungssieger: Schwetzingen erreicht mit der Note 3,29 in der Größenklasse 20.000 bis 50.000 Einwohner Platz 1 von 50 im Ländle, Rang 17 von 311 bundesweit, und hat sich damit deutlich verbessert (2016: Note 3,74). Die weiteren Platzierungen: Wiesloch 3,83 (Rang 26/50), Weinheim 3,99 (Rang 34/50) und Hockenheim 4,06 (36/50).

Die Platzierungen der Orte unter 20.000 Einwohnern: Ladenburg 3,38 (Rang 7 von 35 im Land), Oftersheim 3,65 (Rang 18), Walldorf 3,69 (Rang 19), St. Leon-Rot 3,79 (Rang 23).

Bundesweite Verschlechterung des Fahrradklimas

Das Fahrradklima, also die Zufriedenheit der Befragten beim Radfahren, hat sich nach Einschätzung von 170.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der ADFC-Umfrage weiter verschlechtert. 2014 wurde das Fahrradklima noch mit 3,7 bewertet, 2016 mit 3,8 – 2018 mit 3,9. Besonders bedenklich ist der Trend, dass die Menschen sich immer unsicherer beim Radfahren fühlen (Note 4,2 gegenüber 3,9 in 2016).

Falschparker und zu schmale Radwege machen Probleme

Der zu lasche Umgang mit Falschparkern ist bundesweit mittlerweile das von Radfahrerinnen und Radfahrern am meisten bemängelte Thema (Note 4,5). Besonders unzufrieden sind die Radfahrenden auch mit der schlechten Führung des Radverkehrs an Baustellen (Note 4,5). Ebenfalls schlecht bewertet werden ungünstige Ampelschaltungen für Radfahrer (Note 4,4) und die fehlende Breite der Radwege (Note 4,4).

Hintergrund zum ADFC-Fahrradklima-Test

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte nicht-repräsentative Umfrage zur Zufriedenheit der Radfahrenden weltweit. Im Herbst 2018 wurden bundesweit per Online-Umfrage 32 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt − beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob Radwege von Falschparkern freigehalten werden und ob sich das Radfahren auch für Familien mit Kindern sicher anfühlt. Mehr als 170.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich an der Umfrage beteiligt und die Situation in 683 Städten und Gemeinden beurteilt. Nur 15 Prozent der Teilnehmenden sind ADFC-Mitglieder. Der Fahrradklima-Test findet zum achten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert den ADFC-Fahrradklima-Test 2018 aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP). Die vollständigen Ergebnisse sind unter www.fahrradklima-test.de zu finden.


Fahrrad-Pendeln im Winter? Cool!

Studie: Ganzjahresradler sind gesünder und fitter

Dass Radfahren gesund und belebend ist, weiß fast jeder. Weniger bekannt ist, dass der Gesundheitseffekt erst bei regelmäßigem und ganzjährigem Radfahren eintritt. Der ADFC wirbt daher auch für das Radfahren im Winterhalbjahr.     

 

Ganzjahresradler: seltener krank und besser drauf

Arbeitnehmer, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, sind durchschnittlich zwei Tage pro Jahr weniger krank, als Auto- und ÖPNV-Nutzer. Das hat die Studie „Mobilität und Gesundheit“ von EcoLibro und der AG Mobilitätsforschung der Universität Frankfurt ergeben. Dabei ist es für die Gesundheit besonders günstig, wenn man sich ganzjährig für das Fahrrad entscheidet. Reine „Sommerradler“ sind genauso häufig krank, wie Autofahrer und ÖPNV-Nutzer, nämlich etwas mehr als 5 Tage im Jahr. Auch auf den Body-Mass-Index (BMI) wirkt sich der aktive Arbeitsweg positiv aus: Ganzjahres-Radler haben einen durchschnittlichen BMI von 24, Autofahrer dagegen liegen bei 26. Forscher haben außerdem nachgewiesen, dass bei Ganzjahresradlern das Wohlbefinden am höchsten ist – sie haben einen „Well-Being-Score“ von 61 im Vergleich zu 55 bei den Autofahrern und 52 bei den ÖPNV-Nutzern.

 

ADFC-Tipps für clevere Rad-Bahn-Kombinierer

Laut Studien des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung ist der durchschnittliche Pendler-Weg knapp 17 Kilometer lang. Bei solchen oder längeren Distanzen empfiehlt der ADFC im Winter für die Hauptstrecke die Nutzung von Bus oder Bahn. Das Fahrrad ist dann die perfekte Ergänzung für die erste und die letzte Meile. Viele Fahrradpendler nutzen für dieses Modell zwei Räder: Eins am Heimatort und das zweite am Arbeitsort. Wettergeschützte Fahrradabstellanlagen an den Bahnhöfen und beim Arbeitgeber sind essenziell, damit diese sogenannte „multimodale Mobilitätskette“ funktioniert. Denn nasse Sättel sind unangenehm, tiefgekühlte Schlösser funktionieren nicht und eingefrorene Bremsen sind gefährlich. Einen Selbst-Check für Arbeitgeber, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Radpendeln motivieren wollen, gibt es auf www.fahrradfreundlicher-arbeitgeber.de. Eine Alternative zum Zweitrad ist die Nutzung von Leihrädern, die es mittlerweile in vielen Städten gibt, etwa von Nextbike oder Call-a-bike.

 

Erstrad, Zweitrad, Faltrad, Leihrad, Pedelec

Die Fahrradmitnahme im ÖPNV ist in Deutschland leider oft nur begrenzt möglich und mit Unannehmlichkeiten verbunden. Der ADFC empfiehlt Radpendlern daher, diese Möglichkeit eher als Ausnahme zu nutzen, beispielsweise bei unerwarteten Niederschlägen oder Pannen. Eine gute Alternative ist ein Faltrad, das in der Bahn auf Koffergröße zusammengeklappt werden kann und nicht auf einen freien Platz im Fahrradabteil angewiesen ist. Arbeitswege bis etwa fünf Kilometer sind auch für weniger gut Trainierte meist unproblematisch auf dem Rad zurückzulegen. Bei Wegelängen zwischen fünf und 15 Kilometern kann man über E-Motor-Unterstützung vom Pedelec nachdenken. Weil in den Stoßzeiten ohnehin die meisten Straßen verstopft und die Parkplätze überfüllt sind, ist die Alternative zum Auto fast immer auch die schnellere Variante.

 

Licht an, Druck raus

Wegen der schlechteren Sichtverhältnisse im Winterhalbjahr sollte man das Licht schon bei Dämmerung einschalten. Die neuesten Beleuchtungsvorschriften sowie Tipps zum Winterradfahren gibt es auf den ADFC-Technikseiten. Der ADFC empfiehlt eine möglichst wartungsfreie Lichttechnik: Nabendynamo, LED-Frontscheinwerfer und LED-Rücklicht – am besten mit Standlicht. Kontrastreiche Kleidung und zusätzliche Reflektoren an Jacke, Hose oder Helm sind ein weiteres Sicherheitsplus. Ohren, Hände und Füße sollte man warmhalten, sich insgesamt aber nicht zu dick einpacken, denn der Körper erwärmt sich durch die Bewegung. In der kälteren Jahreszeit muss man mit Rutschfallen durch feuchtes Laub oder überfrierende Nässe rechnen. Deshalb: Morgens lieber etwas früher losfahren, Tempo anpassen – und abrupte Schlenker oder scharfe Bremsmanöver vermeiden. Spikes und Winterreifen sind eher etwas für Experten. Mit gut profilierten Ganzjahresreifen kommt man auch ohne Reifenwechsel durch den Winter. Tipp vom Profi: Wenn man etwas Druck aus den Reifen lässt, verbessert man die Griffigkeit auch bei Schnee.

 

Appell an die Städte: Radwege räumen!

Aber selbst motivierteste Fahrradpendler kommen an ihre Grenzen, wenn Radwege nicht geräumt – oder sogar als Ablagefläche für den Schnee von der Fahrbahn missbraucht werden. Diese Praxis ist leider keine Seltenheit, wie eine Umfrage des ADFC München im vergangenen Winter ergeben hat. Radwege müssen mindestens mit gleicher Priorität geräumt werden wie Autospuren, so die Forderung des ADFC.

 


Pendler aufs Rad

Wege aus dem Stau − Symposium von ADFC und IHK am 17. November 2017

Die IHK Rhein-Neckar und der ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg laden ein zum Symposium „Pendler aufs Rad Wege aus dem Stau“ am Freitag, 17. November 2017, bei der IHK Rhein-Neckar.

Eine aktuelle Studie bescheinigt Mannheim und Heidelberg ein sehr hohes Pendleraufkommen, wobei Heidelberg mit fast 70 Prozent einpendelnden Arbeitnehmern Deutschlands „Pendlerhauptstadt“ ist. Mit ihren zahlreichen Arbeitsplätzen besitzen die beiden Oberzentren eine hohe Attraktivität bei Arbeitnehmern in einem weiten Umkreis.

Ein erheblicher Teil der Pendler, die in einem im Umkreis von bis zu zehn Kilometern um Mannheim und Heidelberg wohnen, könnte das Fahrrad als Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit oder Ausbildung nehmen.

  •     Was macht das Radfahren für Pendler attraktiv?
  •     Was hält viele Arbeitnehmer vom Radfahren ab?
  •     Welchen Nutzen haben Unternehmen und Kommunen von der Förderung des Radverkehrs?
  •     Was erhöht die Verkehrssicherheit und mindert die Unfallgefahr von Radfahrern?
  •     Welche Möglichkeiten haben Unternehmen bei der innerbetrieblichen Radverkehrsförderung?

Um diese Fragen wird es bei der gemeinsamen Veranstaltung von IHK Rhein-Neckar und ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg gehen.

Programm

9.30 Uhr Begrüßung
Sicherheit an erster Stelle
Janice Hebel, BASF SE, Initiative „Sicherer Arbeitsweg“
Wie sieht eine gute Radinfrastruktur aus? – Hermino Katzenstein MdL, (Vorstand ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg,)
Best practice: So funktioniert Fahrradinfrastruktur
Michael Groß, Radverkehrsbeauftragter Landkreis Heilbronn / Joachim Kaluza, Radverkehrsbeauftragter Stadt Erlangen
11 Uhr Kaffeepause
Wie können Unternehmen den Radverkehr fördern?
Dr. Silvia Körntgen, ADFC Landesverband Baden-Württemberg
Best practice: Warum unsere Mitarbeiter das Fahrrad wählen
Martina Schneider, Schneider Schreibgeräte, Schramberg
Podiumsdiskussion

13 Uhr Imbiss mit Thementischen
ca. 13.30 Uhr Ende der Veranstaltung

Moderation Micha Hörnle, Rhein-Neckar-Zeitung

Anmeldung
Die Veranstaltung findet bei der IHK Rhein-Neckar, Haus der Wirtschaft, Hans-Böckler-Straße 4, 69115 Heidelberg statt. Um Anmeldung wird bis zum 6. November 2017 per E-Mail an michael.froehlich(..at..)adfc-bw.de gebeten. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.


ADFC zu Artikel in der RNZ über Fehlverhalten der Radfahrer

Viele Räder sind ohne Licht

Polizei verstärkt ihre Kontrollen – 48 von 50 Radlern ermahnt

pol. Mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit nimmt die Verkehrspolizei wieder verstärkt Radler ins Visier. Am Montagabend richteten die Beamten in der Mittermaierstraße in Bergheim, auf der Höhe der Albertuskirche, eine Kontrollstelle ein. Zwischen 17 und 19 Uhr hielten sie 50 Radler an, davon wurden 48 ermahnt. 36 von ihnen waren ohne Beleuchtung unterwegs: 15 Radler hatten es nicht eingeschaltet, an 21 Rädern gab es entweder gar kein Licht oder es war defekt. Weitere sieben Verkehrsteilnehmer müssen ein Verwarnungsgeld bezahlen, da sie während der Fahrt Stöpsel ihres MP3-Players oder ihres Handys im Ohr hatten.

Bei einer weiteren Kontrolle gestern Vormittag, zwischen 7.30 und 8.45 Uhr, hatten es die Polizisten in der Rohrbacher Straße auf Radler abgesehen, die verbotenerweise auf dem Gehweg fuhren. 44 Personen wurden verwarnt.

Ungeachtet dessen stießen beide Aktionen bei den „Ertappten“ auf ein überwiegend positives Echo. Lediglich zwei Radler zeigten sich am Dienstagmorgen unbelehrbar. Einer versuchte sogar, vor den Beamten zu flüchten.

Heidelberger Nachrichten vom Mittwoch, 9. November 2016, Seite 3

ADFC-Kommentar dazu:

Der ADFC-Heidelberg veranstaltet selbst auch Aktionen, die Radfahrer dazu bringen sollen nur mit Licht zu fahren, falls erforderlich! (--> RNZ 9.12.2016)

Auch setzt sich der ADFC-Kreisverband schon immer dafür ein, dass Radfahrer innerorts nicht den Gehweg benutzen, damit möglichst keine Konflikte mit Fußgängern erzeugt werden. Außerdem passieren sehr viele Fahrradunfälle mit rechts abbiegenden Kraftfahrzeugen im Kreuzungsbereich. Die Radfahrer auf Bordsteinniveau werden nicht so gut wahrgenommen, als wenn sie auf Straßenniveau unterwegs sind. (--> RNZ 20.12.2016)

Die Polizei darf bei Radfahrern mit Stöpseln im Ohr nur Verwarnungsgeld kassieren, wenn sie dadurch nicht mehr fähig sind das Verkehrsgeschehen zu verfolgen. Dies gilt für alle Verkehrsteilnehmer, auch wenn z.B. im Kfz die Musikanlage so laut eingestellt ist, dass ein Rettungsfahrzeug nicht mehr wahrgenommen wird! Prinzipiell ist das Radfahren mit Stöpseln nicht verboten

 

Artikel in der RNZ zur Verschönerung der Poststraße vom 06.12.2016:

" ...........Eine mögliche Folge des Umbaus bewegte die Räte dann aber doch noch. Demnach würden noch mehr Fahrradfahrer über den Gehweg radeln, zumal jetzt schon die Belästigungen für die Fußgänger zunehmen. "Es ist verdammt schwierig, gegen solche Verkehrssünder vorzugehen, weil man da von der Politik und Presse angegriffen wird", erklärte der Leiter des Amts für Verkehrsmanagements, Alexander Thewalt, hierzu. Er ermutigte dennoch, gegen das "respektlose Verhalten der Fahrradfahrer" vorzugehen und verwies auf eine anstehende Aktion von Polizei und Gemeindevollzugsdienst, die vor allem das Verhalten von Radfahrern beim Überholen von haltenden Müllfahrzeugen ins Auge nehmen wird. ......."

ADFC-Kommentar dazu:

Uns ist völlig unbekannt, dass in Heidelberg nicht gegen Radfahrer vorgegangen wird (siehe oben) "weil man da von der Politik und Presse angegriffen wird" Unser Eindruck ist leider häufig der gegenteilige, dass sofort auf DIE Radfahrer als Ganzes losgegangen wird (glücklicherweise nicht immer - es gibt auch positive Berichte)!

 

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