| Radverkehr vor Ort: Zuffenhausen |
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Zuffenhausen ist ein geteilter Stadtteil. Die B10/27 ist nicht nur eine große Lärmquelle, diese autobahnähnliche Verkehrsschneise stellt auch eine große Barriere zwischen dem Westteil und der Mitte Zuffenhausens dar. Auch der "hausgemachte" Autoverkehr führt in Zuffenhausen zu großen Problemen. Ein großer Teil davon müsste nicht sein, zumindest für kürzere Strecken stellt das Fahrrad eine ernst zu nehmende Alternative dar. Dieses umweltfreundliche und platzsparende Verkehrsmittel würde sicherlich von mehr Menschen benutzt werden, wenn die Infrastruktur für den Radverkehr in Zuffenhausen besser wäre. Eine der Möglichkeiten, Bundesstraße und Bahnlinie zu queren, wurde für den Radverkehr vor einigen Jahren deutlich verbessert. In der Zabergäustraße wurden Radstreifen eingerichtet, auf der Brücke in beide Richtungen, ansonsten jeweils bergauf. Solche auf die Straße aufgemalten "Radwege" haben gegenüber herkömmlichen Bordsteinradwegen den Vorteil, dass Radfahrer an Einmündungen besser gesehen werden. Zudem werden Konflikte mit Fußgängern praktisch ausgeschlossen. Kürzlich wurde auch auf dem sich östlich anschließenden Rotweg ein Radstreifen bergauf eingerichtet. Es besteht aber noch eine Lücke im Abschnitt zwischen Ludwigsburger Straße und Zabergäustraße. Da die Straße hier nahezu eben ist, sollte hier je Richtung ein Fahrradstreifen eingerichtet werden. Auch eine Fortsetzung dieser Route durch die Strohgäustraße ist wichtig. Hier besteht bislang nur im Bereich um die Kreuzung mit der Adestraße ein Fahrradstreifen je Richtung. Derzeit wird die frühere Straßenbahn zur Stadtbahn ausgebaut. Der Umbau ist eine Chance, die Unterländer Straße auch für Radfahrer in beiden Richtungen attraktiv zu machen. Der Platz dürfte zwar weiterhin zu knapp für einen Radweg oder Fahrradstreifen sein - mindestens genausogut wäre aber eine Tempo-30-Regelung, zumal in einer solchen Einkaufsstraße höhere Geschwindigkeiten auch wegen der vielen Fußgänger nicht zu verantworten sind. In der Unterquerung der B10/27 und der Stammheimer Straße besteht für den Radverkehr ebenfalls Verbesserungsbedarf. In der Zahn-Nopper-Straße sollte bergauf ein Radstreifen eingerichtet werden. Die Unterquerung der B10/27 an der Frankenstraße ist unattraktiv, auch wenn mittlerweile ein Gehweg für Radfahrer freigegeben ist. Zudem fehlen Verbindungen zum Weg an der Wernerstraße und zur "alten" Schwieberdinger Straße. An der Achse Wernerstraße / Schwieberdinger Straße ist noch viel zu verbessern. Entlang der Wernerstraße wären Radstreifen eine gute Lösung, zumindest in Bergaufrichtung. An der Schwieberdinger Straße fehlt nicht nur am Beginn die Einleitung auf die linksseitige Parallelstraße - vor allem ist im mittleren Bereich der Radweg für ein größeres Stück unterbrochen. Der Hinweis, dass der Radweg in einigen hundert Metern weitergeht, hilft nicht weiter - besser wäre die Ausschilderung einer Alternativroute. Vor allem sollte aber versucht werden, diese Lücke schnellstmöglich zu schließen. Ein Radweg wurde in der Otto-Dürr-Straße eingerichtet. Um die Verbindung nach Korntal zu vervollständigen, wäre es wichtig, den Gehweg längs der Nordseestraße zu verbessern und ihn mit Radsymbolen auf dem Weg für den Radverkehr freizugeben Die Kennzeichnung mit Hilfe der Symbole statt den Zeichen Gehweg / Fahrrad frei hat den Vorteil, dass die Radfahrer keine Schrittgeschwindigkeit einhalten müssen. In Richtung Schwieberdinger Straße sollte ein Radfahrstreifen angelegt werden. Auch die Verbindung zwischen Otto-Dürr-Straße und Strohgäustraße über den Porscheplatz ist verbesserungsfähig. Die Verbindung zu Stuttgarts Innenstadt führt derzeit durch die Hohenloher Straße und auf einem Weg an der Krailenshalde entlang. Problematisch ist dabei vor allem die Querung des Kelterplatzes längs der Hohenloher Straße. Der Umweg um die Haltestelle herum wird einem hier kaum erspart werden können - wichtig wäre aber zumindest eine leicht nachvollziehbare und gut ausgeschilderte Radverkehrsführung. Längs der Heilbronner Straße gibt es seit einiger Zeit eine durchgehende Radverkehrsführung. Es ist geplant, auch auf der anderen Straßenseite einen durchgängigen Radweg zu bauen. Diese Route sollte soweit wie möglich auch in der Ludwigsburger Straße weitergeführt werden. Wo der Platz nicht reicht, ist eine Tempo-30-Regelung eine geeignete Maßnahme. Der vorhandene Radstreifen von der Friedrichswahl bis zur Hohensteinstraße ist wichtig, ein solcher ist auch für die Gegenrichtung erforderlich. Als Parallelroute zur Ludwigsburger Straße sollte die Querung des Rotwegs längs der Marbacher Straße verbessert werden; zudem die Verbindung zur Zazenhäuser Straße. Die Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer in Gegenrichtung ist eine preisgünstige Maßnahme, den Radverkehr zu fördern. Vor einiger Zeit brüstete die Stadt sich damit, hierbei noch vor Freiburg zu liegen. In Zuffenhausen mit seinen zahlreichen Einbahnstraßen ist davon fast nichts zu sehen. Bereits freigegeben wurden bislang nur die Hohenloher Straße sowie Teilabschnitte der Hördtstraße und der Bietigheimer Straße. Eine unvollständige Liste der frei zu gebende Einbahnstraßen: Colmarer Straße, Böhringer Straße, Friesenstraße, Langobardenstraße, Cheruskerstraße, Markomannenstraße, Vandalenstraße, Elsässer Straße, ein Abschnitt der Lothringer Straße, Kirchtalstraße, Besigheimer Straße, Bietigheimer Straße (teilweise), Stockheimer Straße, Güglinger Straße, Markgröninger Straße, Bönnigheimer Straße, Hördtstraße (teilweise). Es ist geplant, den Weg am Feuerbach entlang zu verbessern - insbesondere soll der fehlende Abschnitt zwischen Zuffenhausen und Zazenhausen im Zusammenhang mit einer Renaturierung des Baches gebaut werden. Ein Teil davon wurde vor einigen Jahren fertiggestellt. Stand: Januar 2009 |