| Radverkehr vor Ort: Vaihingen |
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Vaihingen hat eine Fahrradstation - sicherlich ein Meilenstein für den Radverkehr in diesem Stadtteil. Denn die umweltfreundlichen Verkehrsmittel Fahrrad und Öffentlicher Personenverkehr können ihre Stärke erst voll entfalten, wenn die Kombination von beiden einwandfrei funktioniert. Doch eine Fahrradstation allein reicht nicht - mindestens genauso wichtig ist es, ob man diese auch von überall her gut per Rad erreichen kann. Im äußeren Teil der Möhringer Landstraße wurden Radfahrstreifen eingerichtet. Solche auf die Straße aufgemalten "Radwege" haben gegenüber herkömmlichen Bordsteinradwegen den Vorteil, dass Radfahrer an Einmündungen besser gesehen werden. Zudem werden Konflikte mit Fußgängern praktisch ausgeschlossen. Doch in Vaihingen werden Radfahrer über einen Umweg durch die Fanny-Leicht-Straße geschickt, anstatt geradeaus zum Schillerplatz geführt zu werden. Der Grund ist die Busspur; SSB und Amt für öffentliche Ordnung verhindern die Freigabe der Spur für den Radverkehr. Am Schillerplatz wurde im Zusammenhang mit der Verlegung der Stadtbahnhaltestelle eine Querungsmöglichkeit für Radfahrer zwischen der Herrenberger Straße und der Rottweiler Straße bzw. der Haeberlinstraße eingerichtet. Damit wurde eine direkte Verbindung von Kaltental her zum Bahnhof hergestellt. Auch das Einbiegen in die Hauptstraße wurde am Schillerplatz ermöglicht, ebenso in Gegenrichtung. Im weiteren Verlauf der Hauptstraße fehlen jedoch Radverkehrsanlagen. Diese werden aber dringend benötigt. Ideal wären Fahrradstreifen. Seit kurzem gibt es eine Radverkehrsführung auf der Böblinger Straße bergauf durch Kaltental. Aufgrund der relativ geringen Steigung ist dies eindeutig die geeignetste Fahrradroute durch den Stadtteil. Auf der bergab führenden Spur der Böblinger Straße wäre eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 oder 40 km/h eine geeignete Lösung - dann hätten Radfahrer und Autofahrer etwa die selbe Geschwindigkeit, was die Sicherheit deutlich erhöht. Die Verbindung nach Böblingen führt derzeit über die Panzerstraße (bzw. Römerstraße), die einen holprigen Kopfsteinpflasterbelag hat und recht hüglig ist. Besser wäre es, die alte B14 als Radroute nutzen zu können, die durch die parallele Autobahn für den Autoverkehr fast überflüssig geworden ist. Doch noch gibt es dort sehr viel "Schleichverkehr", der dringend verhindert werden sollte. In der Waldburgstraße dringt der ADFC auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h. Dies dient nicht nur der Sicherheit des Radverkehrs auf dieser Route. Die Krehlstraße ist ein wichtiger Schulweg. Sie wird aber zwischen Hauptstraße und Waldburgstraße zur gleichen Zeit auch von Autofahrern gerne als Schleichweg genutzt, um sich Wartezeit an Ampeln zu ersparen. Dies muss zugunsten der Sicherheit der Schulkinder und anderer Verkehrsteilnehmer dringend unterbunden werden. Eine Möglichkeit hierzu ist ein Linksabbiegeverbot für Kfz von der Krehlstraße in die Waldburgstraße. Dies sollte dringend umgesetzt werden. An der Robert-Leicht-Straße gibt es ein Stück Fahrradstreifen. Aber in der Radverkehrsroute in Nord-Süd-Richtung über die Robert-Koch-Straße und die Schönbuchstraße gibt es immer noch viele Lücken, insbesondere am Anstieg in Rohr. Diese sollten baldmöglichst geschlossen werden. Mit der Emilienstraße, der Ernsthaldenstraße, der Herrenberger Straße, Alpenrosenstraße, der Freibadstraße und der Holzhauser Straße wurden in Vaihingen schon wichtige Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet. Doch auch hier kann noch mehr getan werden. Die Rosentalstraße und die Vollmoellerstraße sollten für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet werden. Es ist an diesen Straßen zwar möglich, parallel auf dem Bürgersteig zu fahren, die Fußgängerfrequenz ist jedoch hoch. Auch im Bereich der Wälder rings um Vaihingen gibt es noch etliches zu verbessern: Die Magstadter Straße und die Mahdentalstraße könnten eine gute Verbindung nach Leonberg darstellen, wenn dort eine Radverkehrsanlage vorhanden wäre. Es gibt nicht überall parallel führende Waldwege. Dringend verbessert werden sollte zudem die Querungsmöglichkeit über die Magstadter Straße von der Universität Vaihingen Richtung Calwer Sträßchen (zwischen Pfaffensee und Neuem See). Eine geignete Möglichkeit ist eine "Hüpfinsel", die bei dichtem Verkehr einen Halt zwischen den Fahrbahnen ermöglicht. Stand: Januar 2009 |