| Radverkehr vor Ort: Sillenbuch |
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Vieles hat sich in den letzten Jahren für den Radverkehr in Sillenbuch verbessert. Dennoch bleibt einiges zu tun, um aus Sillenbuch wirklich einen fahrradfreundlichen Stadtbezirk zu machen. Ein Beispiel hierfür ist die Kirchheimer Straße. Seit dem Bau der Stadtbahn können Radfahrer auf beiden Seiten der Straße in beiden Richtungen radeln, was in einer solchen Einkaufsstraße sehr sinnvoll ist. Im Detail könnte aber vieles noch besser sein. Ein Ärgernis sind die nicht hinreichend abgesenkten Bordsteine an den Einmündungen. Außerdem werden Radfahrer durch die falsch auf dem Radweg parkenden Autos behindert, zum Teil sogar gefährdet. Problematisch ist die gemeinsame Führung von Fußgängern und Radfahrern im Bereich der Stadtbahnhaltestelle Sillenbuch. An der Einmündung der Tuttlinger Straße fehlt eine Furt für Radfahrer, die den Autofahrern verdeutlicht, dass hier mit Radfahrern zu rechnen ist, die diese Seitenstraße von beiden Seiten her queren. Viele Radfahrer bevorzugen zur Durchquerung Sillenbuchs eine Parallelverbindung zur Kirchheimer Straße. Sie führt durch die Silberwaldstraße und den Höhenringweg. Doch das Verbindungsstück zwischen diesen beiden Straßen ist derzeit nur für Fußgänger geeignet. Dieser Weg sollte unbedingt fahrradgerecht ausgebaut werden. Im weiteren Verlauf der Route fehlt eine gute Verbindung zwischen dem Weg nördlich des Ostfilderfriedhofs und der Bockelstraße bzw. den Pfennigäckern in Heumaden. Sehr positiv zu sehen ist die Freigabe der meisten Einbahnstraßen in Sillenbuch für Radfahrer in Gegenrichtung; hier ist Sillenbuch den meisten anderen Stadtteilen weit voraus. An dem neuen Radweg zur Ruhbank ist nichts auszusetzen - aber wie geht's dort weiter, wenn man Richtung Geroksruhe oder Innenstadt radeln will? Es bleibt die Auswahl zwischen Waldwegen, auf denen sich viele vor allem nachts unsicher fühlen und einer Straße mit sehr starkem Autoverkehr. Die Umstellung der Straßenbahnlinie 15 wurde nicht genutzt, hier auch für den Radverkehr etwas anzubieten. Die Fahrt von Riedenberg nach Birkach ist umwegig, da die Riedenberger Straße in Birkach eine Einbahnbahnstraße ist. Es ist dringend erforderlich, dies zu ändern. Doch auch die zeitweise sehr stark befahrene Birkacher Straße in Riedenberg ist für Radfahrer alles andere als ideal. Bergab kann man zwar gut im Verkehr mitschwimmen, bergauf aber fehlt eine Radverkehrsführung. Der parallel verlaufende Waldweg ist nicht alltagstauglich. Um die Situation zu verbessern, sollte zumindest der Gehweg für Radfahrer bergauf freigegeben werden - besser wäre ein breiterer Radweg oder Fahrradstreifen. Im oberen Teil der Mannspergerstraße in Heumaden gilt Tempo 30. Wir halten dies für eine sinnvolle Maßnahme, da niedrige Geschwindigkeiten mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer bringen. Es wäre aber sinnvoll, eine Tempo-30-Regelung auch auf der Bockelstraße und im unteren Teil der Mannspergerstraße einzuführen. Der Weg von Sillenbuch nach Rohracker ist praktisch autofrei - natürlich braucht man für den Rückweg eine gute Kondition. Problematischer ist die Verbindung von Heumaden nach Hedelfingen. Die Hedelfinger Filderauffahrt ist aufgrund des Autoverkehrs sehr unattraktiv; ein Radweg ist erforderlich. Auch der Waldweg unterhalb der Hinteren Weingärten zum Katzenbach hinab ist ungeeignet, da er in einem sehr schlechten Zustand ist. Er sollte dringend ausgebessert werden. Und die Verbindung vom Reinekeweg zum Bußbach herunter weist ein Stück weit ein schlecht befahrbares Kopfsteinpflaster auf. Eine interessante Route wäre an der Mittleren Filderstraße möglich: Ohne stärkere Steigung vom Körschtal bis zum Fernsehturm. Der Platz für einen Radfahrstreifen an der Straße ist vorhanden. Stand: Januar 2009 |