Radverkehr vor Ort: Stuttgart-Ost

Stuttgart-Ost bietet von seiner Struktur her beste Voraussetzungen, ohne Auto zu leben. Lebensmittelgeschäfte und andere Läden sind in Reichweite, die Anbindung mit dem öffentlichen Personenverkehr ist sehr gut. Für etwas längere Strecken bietet sich das Fahrrad als optimales Verkehrsmittel an. Dieses umweltfreundliche und platzsparende Verkehrsmittel würde sicherlich von mehr Menschen benutzt werden, wenn das Angebot an Radverkehrsrouten in Stuttgart-Ost besser wäre.

Eine deutliche Verbesserung war in der Wangener Straße geplant: Der Autoverkehr sollte weg von den Wohngebieten in die Ulmer Straße verlegt werden. Dadurch könnte in der Wangener Straße eine attraktive Radroute entstehen. Davon kann dort heute keine Rede sein: Der Radweg hinter der Stadtbahn endet mit Hinweis "Radfahrer absteigen" vor einer Stadtbahnhaltestelle, auch der Radweg in Gegenrichtung ist zu schmal. Vermutlich bleibt aber noch längere Zeit alles beim alten, denn wegen Geldmangels werden die Pläne vorerst nicht weiterverfolgt.

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Und wie geht's weiter, wenn man von der Wangener Straße aus die Talstraße erreicht hat? Die Rotenbergstraße ist bis zur Hackstraße vor allem bergauf unangenehm zu befahren. Autos drängeln oder versuchen, mit zu geringem seitlichen Abstand zu überholen. Eine Radverkehrsanlage ist hier dringend erforderlich.

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Äußerst lästig für Radfahrer ist das Kopfsteinpflaster in der Haußmannstraße und in der Landhausstraße. Es wäre sinnvoll, das Pflaster auf der Fahrbahn durch Asphalt zu ersetzen, es aber auf den Autoparkflächen zu erhalten.

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Die Verbindung über die Gaisburger Brücke nach Bad Cannstatt ist verbesserungsbedürftig. Die Bordsteine am Abzweig zur B10 sind zu hoch, die Wartezeiten an der Ampel sind lang. Auch die Querung der Rotenbergstraße zur Talstraße ist unzureichend. Immerhin wurde das früher sehr schmale Stück Radweg an der Talstraße verbreitert.

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Es fehlt eine attraktive Alternative zur Route durch den Schlossgarten. Eine solche ist notwendig, um unnötige Konflikte zwischen Rad- und Fußgängerverkehr zu vermeiden, zudem ist das Befahren des Parks bei Nacht gefährlich. Die Neckarstraße kann trotz der Tempo-30-Regelung nicht als sehr attraktiv angesehen werden. Zumindest sollte diese Geschwindigkeitsbegrenzung bis zum Ende der Neckarstraße fortgesetzt werden.

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Auf dem Weg von Stuttgart (z.B. Charlottenplatz) zur Geroksruhe konnten im Zusammenhang mit der Umstellung der Straßenbahnlinie 15 für den Radverkehr nur wenige Verbesserungen erreicht werden. Immerhin kann man bergauf über die Kernerstraße, den Eugensplatz und über ein kleines Stück der Wagenburgstraße den für Radfahrer freigegebenen Gehweg an der Gerokstraße und der Gänsheidestraße erreichen - und in Gegenrichtung wurde es an den seitlichen Hochbahnsteigen ermöglicht, rechts daran vorbeizufahren. Die Weiterführung im Bereich der Pischekstraße (über die obere Gänsheidestraße) ist aber weiterhin sehr umständlich, nur ein Radstreifen in der Pischekstraße könnte die Situation wirklich verbessern. Im weiteren Verlauf zur Ruhbank bleibt die Auswahl zwischen Waldwegen, auf denen sich viele vor allem nachts unsicher fühlen und einer Straße mit starkem Autoverkehr. Auch hier ist eine Radverkehrsanlage erforderlich.

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Eine wichtige Radverkehrsroute führt durch die Schwarenbergstraße und die Planckstraße. Hier fehlt ein durchgängiger Radfahrstreifen bergauf. Zwei Abschnitte mit Radstreifen gibt es aber bereits in der Planckstraße.

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Stand: Januar 2009