| Radverkehr vor Ort: Mühlhausen und Münster |
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Mühlhausen und Münster liegen am Neckartal-Radweg. Die Stadt plante hier zahlreiche Verbesserungen. Eine Sperrung der Hofener Straße für KfZ am Wochenende wird jedoch von der Mehrheit des Gemeinderats abgelehnt. Fraglich ist, wie es mit der Einrichtung eines Fahrradstreifens an der Neckartalstraße weitergehen wird. Gute Aussichten auf Verwirklichung hat der Plan, die Baustellenbrücke bei Mühlhausen durch eine Radfahrerbrücke zu ersetzen - wenn auch ein Stück weiter neckaraufwärts. Der Uferweg parallel zur Neckartalstraße ist unattraktiv. Er ist schmal, holprig, Fußgänger und Radfahrer kommen sich häufig in die Quere. Stattdessen sollte der Radverkehr in beiden Richtungen auf Fahrbahnniveau geführt werden. Dazu kann die uferseitige Fahrspur von der restlichen Fahrbahn abgetrennt werden. Unabhängig davon ist es aus unserer Sicht notwendig, den Weg am Neckar besser mit der Neckartalstraße und dem Stadtteil zu verbinden. Zum Beispiel gibt es keine gute Verbindung von dem Bereich Austraße/ Jagststraße zum Weg und zum Steg über den Neckar. Zudem fehlt eine direkte Verbindung von der Löwentorstraße auf den Weg. Am rechten Neckarufer - an der Hofener Straße - ist der für Radler freigegebene Fußweg nicht besser als der Weg am linken Ufer, auch hier stören sich Radfahrer und Fußgänger gegenseitig. Wir unterstützen daher die Forderung, die Hofener Straße zumindest an Wochenenden für den Autoverkehr zu sperren. Wir wissen, dass dies in Münster auf Vorbehalte stößt, weil befürchtet wird, der Verkehr auf der Neckartalstraße könnte dadurch zunehmen. Wir sind aber der Meinung, dass nicht jedes Auto, das heutzutage auf der Hofener Straße fährt, im Falle einer Sperung auf die Neckartalstraße ausweichen würde. Man sollte auf jeden Fall über längere Zeit einen Versuch machen, begleitende Verkehrszählungen können zeigen, ob der Verkehr am Rande von Münster erheblich zunimmt oder nicht. Letztlich sind wir alle - ob Radler an der Hofener Straße, als Anwohner der Wagrainstraße in Hofen oder als Einwohner Münsters im Bereich der Neckartalstraße - daran interessiert, die Belastungen durch den KfZ-Verkehr möglichst zu reduzieren. Es war im Gespräch, einen reinen Radweg neben den zeitweise überlasteten Gehweg zwischen Neckar und Max-Eyth-See zu bauen. Dies wurde aber aus Naturschutzgründen abgelehnt. Umso wichtiger ist es, die Mühlhäuser Straße zu einer attraktien Radverkehrsroute zu machen. Radfahrer dürfen bislang den Fußweg an der Straße mitbenutzen. Dieser ist aber zum Teil recht schmal, an jeder Einmündung geht es über Bordsteine. Außerdem ist auf solchen Fußwegen generell nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt. Immerhin ist die Benutzung solcher Wege freiwillig; wer schnell vorankommen will, darf auch auf der Straße fahren. Trotzdem wäre es sinnvoll, dort eine sichere Radverkehrsanlage einzurichten, die von den Radfahrern gerne benutzt wird. Aufgrund der überbreiten Straße ist eine Umverteilung der Verkehrsfläche zugunsten des Radverkehrs gut möglich. Die einstige Baustellenbrücke zwischen der Feuerbachmündung und dem Sportgelände Hofen ist inzwischen eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke, die von vielen gerne benutzt wird. Sie darf daher keinesfalls wegfallen, ohne durch einen Steg über den Neckar ersetzt zu werden. Eine sehr gute Möglichkeit, den Radverkehr zu fördern, ist die Freigabe von Einbahnstraßen für Radfahrer in Gegenrichtung. In der Austraße in Münster erfolgte dies schon vor längerer Zeit. Weitere Einbahnstraßen in Münster sind die Jagststraße und die Straße Am Klosterhof. Auch hier sollte eine Freigabe für den Radverkehr geprüft werden. Ein Ärgernis ist das Radfahrverbot auf der Aldinger Straße in Richtung Hofen, da das Befahren der Busspur mit dem Fahrrad nicht erlaubt ist. Dies sollte zügig geändert werden. Ein weiteres Ärgernis ist das Fahrradverbot an der Löwentorstraße unterhalb des Hallschlags. Auf der Straße Weidenbrunnen gilt Tempo 30. Wir halten dies für eine sinnvolle Maßnahme, da niedrige Geschwindigkeiten mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer bringen. Es wäre aber sinnvoll, eine Tempo-30-Regelung auch auf der Aldinger Straße zwischen Weidenbrunnen und Mönchfeldstraße einzuführen, zumal hier eine wichtige Radverkehrsroute verläuft. Der Radweg zwischen Mühlhausen und Zazenhausen ist im Bereich des renaturierten Feuerbachs bei Nässe schlammig und damit kaum benutzbar. Auf dem parallel verlaufenden Sträßchen Bachhalde fahren die Kraftfahrzeugführer oft zu schnell, was zu kritischen Situationen führt, besonders wenn im Sommer das Böschungsgras hoch steht und damit die Sicht eingeschränkt ist. Es ist daher dringend erforderlich, die Qualität der Wegoberfläche zu verbessern oder das Sträßchen, welches bislang morgens und sonntags für Kfz gesperrt ist, während der gesamten Woche ausschließlich den umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zur Verfügung zu stellen. Die meisten Fahrradtouristen passieren Münster, Mühlhausen und Hofen, ohne die Orte wirklich gesehen zu haben. Es ist eine flächendeckende Radwegweisung nötig, die sowohl die Orte, die touristischen Sehenswürdigkeiten als auch die örtliche Gastronomie und den Handel - soweit für Fahrradtouristen von Interesse - einbezieht. Auch Informationstafeln am Neckartal-Radweg sind denkbar. Stand: Januar 2009 |