Radverkehr vor Ort: Möhringen

Möhringen hat zusammen mit Vaihingen den höchsten Radverkehrsanteil in Stuttgart. Die Infrastruktur für den Fahrradverkehr hat in Möhringen weniger große Mängel als in vielen anderen Stadtbezirken. Zudem leistet die Fahrradstation einen wichtigen Beitrag für die Vernetzung der verschiedenen umweltfreundlichen Verkehrsmittel miteinander. Doch noch längst ist nicht alles perfekt - es gibt in Möhringen noch viel für den Radverkehr zu verbessern.

Im Zusammenhang mit dem Bau des Kreisverkehrs am Richterplatz wurde in der Rembrandtstraße ein Fahrradstreifen eingerichtet. Dieser endet allerdings nach einem kurzen Stück wieder. Um eine lückenlose Radverkehrsführung herzustellen, müsste er bis zur Querung der Stadtbahnlinie U3 fortgesetzt werden. Auch zwischen Richterplatz und Hechinger Straße könnte mehr Sicherheit für die Radfahrer erreicht werden - auch wenn der Platz für eine Radverkehrsanlage nicht ausreicht. Man braucht nur die Geschwindigkeit der Kfz in diesem Abschnitt der Sigmaringer Straße sowie am Anfang der Hechinger Straße herabsetzen - etwa durch eine Tempo-30-Regelung. In solch schmalen Straßen im Bereich der Ortsmitte sind höhere Geschwindigkeiten ohnehin kaum zu verantworten.

Aus östlicher Richtung (Hohenheim) gibt es zwei Möglichkeiten zum Bahnhof Möhringen zu gelangen. Die Route durch den Wald parallel zur Stadtbahn ist aber nicht durchgängig legal zu benutzen, da der Weg beim SI als reiner Fußweg beschildert ist (in Gegenrichtung, also abwärts). Die andere Route führt an den Kelley Barracks vorbei, wo der Radweg sehr schmal wird. Eine Verbreiterung des Weges ist erforderlich.

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Die Querung der Landhauskreuzung längs der Plieninger Straße ist für Radfahrer sehr zeitaufwendig. Die Ampelanlage gibt den Radfahrern kein durchgängiges Grün. Wenn die zwei Hauptabschnitte der Querung "grün" erhalten, hat die Querung der Rechtsabbiegespur zur Epplestraße "rot" - und umgekehrt genauso. Um dies zu ändern, müsste die Ampel so umprogrammiert werden, dass geradeaus fahrende und rechts abbiegende Kraftfahrzeuge aus Plieningen kommend zu unterschiedlichen Zeiten "grün" erhalten. Da die Rechtsabbiegespur recht lang ist, sollte dies möglich sein, ohne dass es zu größeren Stockungen führt.

Aus westlicher Richtung (Vaihingen) ist Möhringen auf Radfahrstreifen auf der Vaihinger Straße zu erreichen. Solche auf die Straße aufgemalten "Radwege" haben gegenüber herkömmlichen Bordsteinradwegen den Vorteil, dass Radfahrer an Einmündungen besser gesehen werden. Zudem werden Konflikte mit Fußgängern praktisch ausgeschlossen. Unbefriedigend ist aber die Lücke der Radverkehrsführung beim früheren Neoplan-Gebäude.

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Im Ort stellt die Leinenweberstraße eine gute Parallelverbindung zur Vaihinger Straße dar. Um hier den starken "Schleichverkehr" herauszuhalten, wäre eine Unterbrechung ("Abpollerung") dieser Straße nötig.

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Die Vaihinger Straße stellt für Radler in Nord-Süd-Richtung eine Barriere dar. Um diese zu verringern wurden an der Maierstraße/ Balinger Straße für Radfahrer gut erreichbare Tasten angebracht, um von dort aus das "Grün" der benachbarten Fußgängerampel anfordern zu können. Dies wäre auch an der Holdermannstraße eine deutliche Verbesserung. Dasselbe gilt für die Ecke Gammertinger Straße/ Sigmaringer Straße.

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Stand: Januar 2009