Gesunde Gründe, Rad zu fahren

Wer regelmäßig Rad fährt, kann so fit sein wie ein zwölf Jahre jüngerer Mensch, der sich kaum und selten bewegt. Das neue Faltblatt „Fit für den Tag“ des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) informiert über die gesundheitlichen Vorteile regelmäßigen Radfahrens und gibt Tipps, wie einfach es in den Alltag eingebaut werden kann.

ADFC-Experte Armin Falkenhein sagt: „Radfahren verbessert die körperliche Fitness und kann zahlreichen Krankheiten und Beschwerden vorbeugen.“ Es hellt die Stimmung auf, stärkt die Muskulatur, kräftigt die Lunge, regt den Fettstoffwechsel an und verringert die Gefahr eines Herzinfarkts um bis zu 50 Prozent, so Falkenhein weiter.

Außerdem wurde nachgewiesen, dass Ihr Körper während des Rad-Fahrens Stresshormone abbaut. Somit profitieren Ihr Gehirn, Ihr Herz und Ihre Gelenke!
Der Organismus baut neue Blutgefäße auf, so verbessert sich die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung. Ihr Herzvolumen steigt und somit sinkt ihr Ruhepuls um bis zu zehn Schläge pro Minute!

Wichtig für den Gesundheitseffekt ist, sich regelmäßig zu bewegen. Bereits 30 Minuten Radfahren am Tag reichen aus, auch aufgeteilt: Jede Fahrt zählt, die mindestens zehn Minuten dauert. Armin Falkenhein: „Am effektivsten ist die tägliche Dosis Bewegung, wenn sie in den Alltag eingebaut wird: Auf der Fahrt zur Arbeit, zum Einkauf, zu Freunden oder am Wochenende entspannt auf der Fahrradtour.“ Weitere Vorteile des Radfahrens: Oft sind die Wege mit dem Rad kürzer und schöner, es lässt sich das Benzingeld einsparen und erspart der Umwelt viele CO2-Emissionen - und es macht einfach Spaß.

Auf www.adfc.de/fitnessplaner steht das Faltblatt „Fit für den Tag“ zum Herunterladen bereit. Dort gibt es ebenfalls den Fitnessplaner, einen Wochenplan als pdf-Dokument zum Herunterladen. Er hilft dabei, die tägliche und wöchentliche Dosis Bewegung zu kontrollieren.

So stellen Sie Ihr Rad optimal ein:

  • auf den Sattel sitzen und mit einer Hand irgendwo fetshalten. Ein Pedal in die Tiefste Position bringen und Fuß und Ferse darauf abstellen. Ist Ihr Bein gestreckt, aber nicht ganz durchgedrückt, so ist das Pedal richtig eingestellt!
  • Übrigens: Sie können Ihren Sattel auch vor- und zurück- verschieben! Richtig ist er, wenn die vordere kniescheibe direkt über der Achse der Tretkurbel ist.
  • achten Sie darauf, dass der Sattel waagrecht ist. Falls Sie ein Taubheitsgefühl beim Fahren erhalten, neigen Sie den Sattel etwas nach vorn.
  • Generell gilt: ein breiterer Sattel ist sicher bequemer!
  • wenn sowohl Pedale als auch Kurbeln waggrecht stehen, freuen Sich Ihre Wirbelsäule und die Gelenke!

Auf die richtige Haltung kommt es an!

Sitzen Sie richtig auf Ihrem Rad?
Hier einige Anhaltspunkte:

  • Achten Sie auf Ihre Beinhaltung:
    das vordere Knie sollte sich direkt über der Fußspitze befinden. Achten Sie zudem darauf, dass Ihr Knie weder nach außen noch nach innen kippt!
  • die beste Lenkerbreite entspricht Ihrer Schulterbreite! So ermüdet Ihr Rücken weniger schnell!
  • um Ihre Gelenke nicht zu strapazieren: drehen Sie den Ellebogen nicht nach außen und halten Sie die Arme leicht gebeugt
  • um sich nicht zu verspannen:
    lassen Sie den Nacken locker und ziehen Sie die Schultern nach unten
  • sitzen Sie nicht stocksteif auf dem Rad, eine leichte Rundung des Rückens ist beim Radfahren gesund!

© ADFC BW 2010

 



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Bruckmann Verlag, 168 S., 2. Auflage April 2010,
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Richtig sitzen - locker radfahren:
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