Am 14.12.2002 konnten wir daher eine positive Bilanz ziehen und haben mit einer kleinen Aktion, zu der auch die Presse geladen war (siehe Bericht im GEA vom 16.12.02) auf die Erfüllung dieser hart erkämpften Verbesserungen hingewiesen.

Zur Kaiserstraße:
Der Radweg wurde vom Gehweg auf die Fahrbahn verlegt. Damit sind die potenziellen Konfliktpunkte mit anderen Verkehrsteilnehmern deutlich weniger geworden. An den Kreuzungen sind für ab- und einbiegende Fahrzeuge die Fahrradfahrer frühzeitig erkennbar. Fußgänger haben nun den Gehweg wieder vollständig für sich, was sich sehr positiv auswirkt. Auch die Probleme an den Bushaltestellen sind damit gelöst. Die Situation für den KFZ-Verkehr hat sich dabei nicht verschlechtert. Eine überbreite Spur reicht auch in Spitzenzeiten aus - dies hat der ADFC ja auch schon mit seiner Demonstration „Wir rollen einen Radweg aus“ vom 23.9.2000 gezeigt.

Aber die Stadt konnte wohl nicht ganz auf das „geliebte“ Schlängelprinzip verzichten. Dennoch stellt der neue Radweg zweifelsfrei eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem alten Radweg dar.

Unter den Linden:

Radfahrer aus den nördlichen Stadtteilen haben diese Verbindung immer genutzt, auch als sie noch verboten war. Nun ist dieser traditionelle Zugang zur Innenstadt endlich auch juristisch wieder akzeptiert. Der Umweg über die Gutenbergstraße, den Gustav-Werner-Platz und das Areal des ehemaligen Bruderhauses entfällt damit.

Ein in dieser Form in Reutlingen vorher auch nicht zu findendes Verkehrsschild steht dabei am Ende dieses kurzen Stücks, bevor die Straße in die Karlstraße mündet:

Und noch mehr:

Der Nordausgang des Bahnhofs mit seinen modernen Fahrradständern und Fahrradboxen und die Anlage des Radfahrstreifens in der Burkhardt Weber-Straße ist eine klare Aufwertung der Situation für Radfahrer.

Wir begrüßen die Umsetzung dieser Projekte und freuen uns, dass sich in der Stadt Reutlingen auch für Fahrradfahrer etwas bewegen lässt. Wir hoffen, dass die Stadt jetzt aber nicht stehen bleibt, sondern die bekannten anderen Gefahrenstellen für Radfahrer entschärft: den sehr gefährlichen Schlängelradweg in der Rommelsbacher Straße (zwischen Schieferstraße und Carl-Diem-Straße) oder den Ampelmasten mitten auf dem Radweg in der Roanner Straße, um nur zwei Beispiele zu nennen.



 

Unsere Aktion im Oktober 2000